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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.09.2000
Originaltitel: The 13th Warrior
USA 1999
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16
Antonio Banderas
Diane Venora
Dennis Storhøi
Regie: John McTiernan
Concorde Home Entertainment
Filmbewertung
(2 Bewertungen)

Die Wikinger kommen - endlich! Mehr als eineinhalb Jahre nach dem ersten angekündigten US-Starttermin erhebt sich nun doch noch John McTiernans ("Stirb langsam 1&3") gewaltige Verfilmung von Michael Crichtons ("Jurassic Park") Schauerroman "Schwarze Nebel" wie ein Phoenix aus der Schattenwelt der ewigen Testvorführungen und Nachdrehs. Dem Vernehmen nach von Produzent Crichton gegen den Willen des Regisseurs erstellt, überzeugt die martialisch-kompromißlose Schlachtplatte aus dem hohen Norden, in der Antonio Banderas an der Seite von zwölf hünenhaften Normannen gegen einen Stamm von Menschenfressern zu Feld zieht, restlos: als perfekte Actionunterhaltung ohne Kompromiß, pures Nihilismus-Kino ohne sozialpolitische Relevanz, das elektrisiert wie in letzter Zeit bestenfalls "Matrix".
So lange zogen sich die Arbeiten an "Der 13. Krieger" hin, daß John McTiernan einstweilen sogar die Zeit fand, sich von der Drehstrapaze (angeblich war er gezwungen, sämtliche Actionsequenzen ein zweites Mal drehen) und erbitterten Infights mit Michael Circhton mit dem weniger nervenaufreibenden Remake von "Thomas Crown ist nicht zu fassen" zu erholen. Dem 80-Mio.-Dollar-Spektakel über einen arabischen Poeten, der mit einem Schrecken von kaum vorstellbaren Ausmaßen konfrontiert wird, sieht man die Kämpfe an: Auf das Rudimentärste reduziert und von jeglichem Ballast vermutlich gedrehter Nebenhandlungen befreit, wirkt der Film ebenso vernarbt und von zahllosen Schlachten gezeichnet wie die Gesichter seiner von Wind und Wetter gegerbten Wikinger - was zur authentischen Atmosphäre bestens beiträgt. Wie die Männer, die keine Angst kennen und sich dem Schicksal ergeben, zieht auch "Der 13. Krieger" unverdrossen in zahllose Auseinandersetzungen, die McTiernan zu einem nicht enden wollenden Crescendo der Apokalypse anschwillen läßt. Das Ergebnis ist ein durchschlagender Filmtrip, angesiedelt zwischen der letzten halben Stunde von McTiernans "Predator", der Fantasy-Gewalt von "Conan der Barbar" und der Echtheit des Schlachtengetümmels von "Braveheart".
Peinlichst genau folgt "Der 13. Krieger" dem Vorbild der Vorlage. Nach einer hastigen Exposition, in der Antonio Banderas als arabischer Schöngeist Ibn Fadlan auf einen Trupp Nordmänner trifft und in deren Kreis aufgenommen wird, geht es sehr schnell in nördliche Breitengrade. Dort sollen, so ein Orakel, zwölf Krieger und ein Nicht-Normanne einen bedrohten Stamm vor einer unaussprechlichen Bedrohung schützen, die halb Mensch, halb Bär, des nächtens im Schutz des Nebels auftaucht, um die Köpfe ihrer Gegner zu sammeln. Kurz gewährt McTiernan zur Einstimmung einen Blick auf eine der Greueltaten der Menschenfresser, danach müssen sich seine Helden im Kampf bewähren. Und was für Kämpfe das sind: Während die Geschichte ganz klassisch, ganz einsilbig erzählt wird, entwickelt McTiernan im Angesicht unmittelbarer Gefahr eine filmische Eloquenz, die atemberaubend ist. Komplett mit handgehaltener Kamera gefilmt, in bedrohliche Schatten und Nebel getaucht oder gar vor Feuersbrünsten mit Scherenschnitteffekt fotografiert, schleudert der Regisseur den Zuschauer in vier großen Actionsequenzen, eine gewaltiger als die andere, mitten hinein in das barbarische Geschehen.
Antonio Banderas ist als zivilisierter Fremdkörper der ideale Führer durch diesen brachialen Culture Clash, denn er steht dieser atavistischen Welt, in der fressen oder gefressen werden die einzigen Optionen darstellen, mit der gleichen Mixtur aus Entsetzen und Faszination gegenüber wie der Zuschauer im Kinosessel. Daß es schließlich seine Intelligenz und Rationalität sind, die die Wende im aussichtslos scheinenden Kampf gegen die Dämonen einleiten, ist das einzige Zugeständnis an das Funktionieren der Vernunft. Sonst zählt hier nur der Krieg - und der wurde so wahnwitzig umgesetzt, daß "Der 13. Krieger" eines der großen rauschartigen Erlebnisse ganz puren Kinos in diesem Jahr ist - ausschließlich für Erwachsene, wohlgemerkt. ts.
| Darsteller: | Antonio Banderas | als Ahmed Ibn Fahdlan | |
|---|---|---|---|
| Diane Venora | als Königin Weilew | ||
| Dennis Storhøi | als Herger der Fröhliche | ||
| Vladimir Kulich | als Buliwyf | ||
| Omar Sharif | als Melchisidek | ||
| Anders T. Andersen | als Wigliff | ||
| Richard Bremmer | als Skeld der Abergläubische | ||
| Tony Curran | als Weath der Musiker | ||
| Mischa Hausserman | als Rethel der Bogenschütze | ||
| Neil Maffin | als Roneth der Reiter | ||
| Asbjorn Riis | als Halga der Weise | ||
| Clive Russell | als Helfdane der Große | ||
| Daniel Southern | als Edgtho der Schweigsame | ||
| Oliver Sveinall | als Haltaf der Junge | ||
| Sven Wollter | als König Hrothgar | ||
| Albie Woodington | als Hyglak der Streitsüchtige | ||
| Regie: | John McTiernan | ||
| Buch: | William Wisher | ||
| Warren Lewis | |||
| Musik: | Jerry Goldsmith | ||
| Kamera: | Peter Menzies jr. | ||
| Produzent: | John McTiernan | ||
| Michael Crichton | |||
| Ned Dowd | |||
Der 13te Krieger in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Engl. nur OmU
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,21/4:3/16:9
Extras: Goofs, Interviews, Bio- und Filmografien, Produktionsnotizen, Soundtrack, "Gothic" Game Trailer, Weblinks, Screensaver
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Antonio Banderas
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