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Der 200-Jahre-Mann

Rührselige Roboterstory, in dem Robin Williams mehr Herz als Humor zeigt.


Der 200-Jahre-Mann

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Erhältlich seit:
26.09.2000

Originaltitel: Bicentennial Man

Science Fiction/ Komödie

USA 1999
Laufzeit: 126 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Robin Williams
Sam Neill
Embeth Davidtz

Regie: Chris Columbus
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Der 200-Jahre-Mann

Anfang 2000 von der Familie Martin erworben, stellt sich sehr schnell heraus, dass der Roboter NDR 114, genannt Andrew, viel mehr ist als nur eine praktische Haushaltshilfe. Ein "Fehler" im System hat nämlich zur Folge, dass der Android neue Informationen zu speichern und sofort entsprechend umzusetzen versteht. Je mehr Andrew also "lernt", desto menschlichere Züge nimmt er an. Und je menschlicher er wird, desto größer wird sein Freiheitsstreben. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Andrew eines Tages beschließt, Mensch zu werden...

Basierend auf einer Isaac-Asimov-Kurzgeschichte und der Short-Stories-Sammlung "The Positronic Man" hat Chris Columbus ("Mrs. Doubtfire") hier sein bislang ambitioniertestes Werk realisiert. Angesiedelt im pittoresken San Francisco, stehen philosophische Themen, etwa die Definition von Menschlichkeit, im Zentrum der Handlung. Da diese aber höchst vergnüglich erläutert werden, Robin Williams in der Titelrolle glänzt und die Tricks makellos ausgeführt sind, kommt nie Langeweile auf.

Der 200-Jahre-Mann

Nach "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" und "Neun Monate" arbeiten Regisseur Chris Columbus ("Kevin - Allein zu Haus") und Komiker Robin Williams ("Patch Adams") zum dritten Mal zusammen. Einmal mehr dient San Francisco und Umgebung als pittoreske Kulisse, wobei das vertraute Stadtbild mit futuristischen Zusätzen aufgepeppt wurde, um dem Sicfi-Element der rührseligen Roboterstory zu entsprechen. Williams bleibt hier seinem neuen Trend von spirituell angehauchten Rollen treu und mimt seinen menschelnden Maschinenmann mit mehr Herz als Humor.

Columbus' Tage, in denen er sich vergnügt in sadistischem Slapstick erging, scheinen vorüber. Stattdessen widmet er sich einer ambitionierten Geschichte, um die Definition von Menschlichkeit und den damit verbundenen Themen von Identitätsfindung, Altern und Sterblichkeit. Das Drehbuch basiert sowohl auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von 1976 (anläßlich der 200-Jahr-Feier der USA geschrieben) des renommierten Science-fiction-Autors Isaac Asimov als auch dem Roman "The Positronic Man", den Asimov mit Robert Silverberg verfaßte. Asimov war der erste, der damals einen Roboter in einem positiven Licht zeichnete und ihn mit einem Moralkodex versah - ein vorherrschendes Thema auch des bisweilen arg menschelnden Filmes. Es geht um den Haushaltsroboter Andrew (Williams), der "in der nahen Zukunft" bei der wohlhabenden Familie Martin zum Einsatz gebracht wird. Sein Herr und Meister ist der von ihm stets als "Sir" adressierte Mr. Martin (Sam Neill), der schon bald feststellt, daß sein Roboter einzigartige Kennzeichen von Kreativität und Wissensdurst an den Tag legt. Damit nicht genug, Andrew empfindet Emotionen und ist besonders der kleinen Tochter Little Miss treu ergeben. Zwölf Jahre später - die Sprünge über den Zeitraum von 200 Jahren fallen manchmal ein wenig unvermittelt aus - heiratet die erwachsene Little Miss in Gestalt von Embeth Davidtz, obwohl ihr Herz eigentlich Andrew gehört. Es folgt die Emanzipation des sich nach Freiheit sehnenden Roboters, der mit seinen kunstvollen Uhren inzwischen ein Vermögen angesammelt hat. Er macht sich auf den langen Weg, gleichartige Modelle zu lokalisieren - ohne Erfolg. Zurück in San Francisco - die computergenerierte Zukunftsvision kann sich sehen lassen - trifft er auf Wissenschaftler Rupert Burns, der ihm zu einem menschlich aussehenden Körper verhilft. Nun lernt er Portia, die Enkeltochter (wieder Davidtz) der mittlerweile gealterten Little Miss kennen und lieben. Sie steht kurz davor, einen anderen zu heiraten, doch Andrew läßt diesmal nicht so schnell locker.

Die erste Stunde gestaltet sich im Stile relativ konventioneller Familienunterhaltung, die vor allem durch den Sightgag von Williams im Ganzkörperkostüm eines Roboters besticht, das Gesicht und Augen bedeckt. Später schlägt der Film einen nachdenklicheren, melodramatischeren Ton an, als Andrew, mit allen innernen (und äußeren) Organen ausgestattet, vor einem internationalen Ratsausschuß darum kämpft, als Mensch und nicht als Maschine eingestuft zu werden. Dafür ist er sogar bereit, seine Unsterblichkeit aufzugeben. In den USA mit 8,3 Mio. Dollar ein wenig unter Wert angelaufen, sollte sich ein ansehnlicher US-Erfolg im Lauf der Weihnachtssaison noch einstellen. Williams' Popularität, die interessante Grundidee und die aufwendigen Spezialeffekte sind jedenfalls Argumente, auf denen sich bauen läßt. ara.

Darsteller:  Robin Williams   als Andrew
  Sam Neill   als Sir
  Embeth Davidtz   als Little Miss/Portia
  Oliver Platt   als Rupert Burns
  Wendy Crewson   als Ma'am
  Hallie Kate Eisenberg   als Kleines Fräulein 7 Jahre
  Stephen Root   als Dennis Mansky
  Lynne Thigpen   als Präsidentin
  Bradley Whitford   als Lloyd
  Kiersten Warren   als Galatea/Mensch
  John Michael Higgins   als Bill Feingold
  George D. Wallace   als Präsident
 
Regie:  Chris Columbus  
Buch:  Nicholas Kazan  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Phil Meheux  
Produzent:  Wolfgang Petersen  
  Gail Katz  
  Neal Miller  
  Laurence Mark  
  Chris Columbus  
  Mark Radcliffe  
  Michael Barnathan  
  Paula DuPré Pesman  
 

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