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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.05.2003
Originaltitel: The Sum of All Fears
USA 2002
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12
Ben Affleck
Morgan Freeman
James Cromwell
Regie: Phil Alden Robinson
Paramount Home Entertainment

Jack Ryan, der von Bestsellerautor Tom Clancy erdachte CIA-Agent ist nach "Jagd auf Roter Oktober" (1990), "Stunde der Patrioten" (1992) und "Das Kartell" (1994), nunmehr zum viertenmal im Dienste der Kinounterhaltung unterwegs. Dabei wird der Protagonist nach Alec Baldwin und Harrison Ford im Stil der Bond-Franchise erstmals von Ben Affleck ("Spurwechsel") verkörpert. Auch bei der Prämisse finden sich Parallelen zu 007. So trachtet auch hier ein größenwahnsinniger Übeltäter nach Weltherrschaft, womit sich die Action auf mehrere internationale Schauplätze verteilt. Während Phil Alden Robinson bei seiner ersten Regiearbeit seit zehn Jahren auf Humor und Sex allerdings weitgehend verzichtet, betont er das ernsthafte Politthriller-Ambiente mit Versatzstücken aus Terrorismus-Zeitklima und Kalter-Kriegs-Mentalität.
Wie der Zufall es so will, könnte die Thematik des spannungsreichen Actiondramas, bei dem eine von Terroristen gezündete Bombe ein vollbesetztes Footballstadion zerstört, nicht brisanter sein. Dabei erschien Clancys Roman bereits im Jahr 1991, und auch das Drehbuch von Paul Attanasio ("Quiz Show") und Daniel Pyne ("Doc Hollywood") sowie die eigentliche Produktion wurden einige Zeit vor dem Anschlag auf die World Trade Towers fertiggestellt. Im Dienste politischer Korrektheit wurden sogar die arabischen Terroristen des Buches in eine Gruppe internationaler Neofaschisten umgewandelt, die eine Nuklearattacke auf amerikanischen Boden ausüben und den Verdacht auf Russland lenken. Regisseur Robinson ("Feld der Träume"), erstmals seit "Sneakers - Die Lautlosen" wieder am Ruder eines Films, überzeugt mit einer versierten Inszenierung, die durch ihr intelligentes Understatement besticht.
Startpunkt ist ein im Jahr 1973 angesiedelter Prolog, der den Abschuss eines israelischen Kampfjets samt Atomsprengkopf über den Golanhöhen zeigt. Angeknüpft wird in der Gegenwart, wo just jene Bombe auf Umwegen von dem österreichen Neonazi Anton Dressler (Alan Bates) erworben wird. Derweil ist der junge Analytiker Jack Ryan mit CIA-Direktor Bill Cabot ( gewohnt zuverlässig: Morgan Freeman) auf Russlandreise, da Ryan als Experte für den brandneuen Präsidenten Nemerov (Ciaran Hinds) gilt. Ryan schätzt ihn als vernünftigen Mann ein und will nicht glauben, als er für den späteren Atomanschlag während des Super Bowl in Baltimore verantwortlich sein soll. Der junge Agent müht sich mit Hilfe seines effizienten Kollegen John Clark (Liev Schreiber aus "Scream - Schrei" überzeugend als eiskalter Vollstrecker) die wahren Täter zu entlarven. Ein nervenaufreibender Wettlauf mit der Zeit beginnt, da der US-Präsident (James Cromwell einmal mehr kompetent als Autoritätsfigur) kurz davor steht, den Countdown-Befehl zum nuklearen Gegenangriff zu geben.
Fans der vorangegangenen Clancy-Adaptionen werden die Freiheiten bemängeln, die sich Robinson mit dem Stoff und der Chronologie der Ereignisse nahm. Affleck ist wesentlich jünger als sein Vorgänger Ford, und da die Story in der Gegenwart angesiedelt ist, kann es sich auch kaum um ein Prequel handeln. Abgesehen von Nebensächlichkeiten wie diesen, macht sich Affleck gut in der Rolle des unbedarften Computer-Bürokraten, der unversehens inmitten weltbewegender Action gerät. Mit Bridget Moynahan gibt man ihm zu Beginn Gelegenheit, romantisch-charmante Töne anzuschlagen, wobei ihre aufkeimende Beziehung auch Grundlage für die wenigen humorvollen Einwürfe ist. Höhepunkt des Films ist - der US-Titel weist elegant daraufhin, der deutsche Verleihtitel unverblümt direkt - ohne Zweifel die Atomexplosion, deren erschütterndes Inferno von Robinson nach dem Motto "Weniger ist mehr" in ausgeblichenen Farben und fast ohne Ton auf die Leinwand gebannt wird. Obwohl manche Plotstränge logisch nicht immer aneinander anschließen, bietet der Politthriller dank der engagierten schauspielerischen Leistungen und der qualitativ hochstehenden Produktionswerte blendende Suspense-Unterhaltung, womit das erfolgreiche Fortbestehen der Ryan-Franchise gewährleistet ist. ara.
| Darsteller: | Ben Affleck | als Jack Ryan | |
|---|---|---|---|
| Morgan Freeman | als DCI William Cabot | ||
| James Cromwell | als Präsident Fowler | ||
| Liev Schreiber | als John Clark | ||
| Alan Bates | als Richard Dressler | ||
| Philip Baker Hall | als Verteidigungsminist. Becker | ||
| Ron Rifkin | als Außenminister Owens | ||
| Bruce McGill | als Sicherheitsberater Revell | ||
| Ciarán Hinds | als Präsident Nemerov | ||
| Bridget Moynahan | als Dr. Cathy Muller | ||
| Colm Feore | als Olson | ||
| Josef Sommer | als Senator Jessup | ||
| Ken Jenkins | als Admiral Pollack | ||
| Michael Byrne | als Anatoli Grushkov | ||
| John Beasley | als General Lasseter | ||
| Jamie Harrold | als Dillon | ||
| Regie: | Phil Alden Robinson | ||
| Buch: | Paul Attanasio | ||
| Daniel Pyne | |||
| Musik: | Jerry Goldsmith | ||
| Kamera: | John W. Lindley | ||
| Produzent: | Mace Neufeld | ||
Der Anschlag (Special Collector's Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Kinotrailer, "warnende Worte", visuelle Effekte
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Ben Affleck
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Morgan Freeman
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