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Der Baader Meinhof Komplex

Aufwändige und um ein Höchstmaß an Authentizität bemühte Verfilmung von Stefan Austs gleichnamigem Sachbuch über die Geschichte der RAF.


Der Baader Meinhof Komplex (Einzel-DVD)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
12.03.2009

Originaltitel: Der Baader Meinhof Komplex

Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 144 Min.
FSK: ab 12

Moritz Bleibtreu
Martina Gedeck
Johanna Wokalek

Regie: Uli Edel
Highlight Communications (Deutschland)

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Irrwitz mit Methode: In den 70ern kämpfen Baader, Meinhof & Co gegen den Staat, der gnadenlos zurückschlägt.

Rudi Dutschke äußert seine Meinung (Foto: Constantin) Großansicht

Rudi Dutschke äußert seine Meinung (Foto: Constantin)

Sie wollten die Welt verändern und besser machen und endeten in blutigem Terror: Die Baader Meinhof Gruppe brachte in den 70er Jahren die Grundfesten des Staates zum Wanken. "Abenteurer" Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die ehemalige Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und die Pastorentochter Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpften gegen die Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, erklärten der "imperialistischen" Gesellschaft und den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie den Krieg.

Die von ihnen gegründete RAF (Rote Armee Fraktion) knackt Autos, überfällt Banken, lässt Bomben explodieren, entführt und ermordet Repräsentanten der Gesellschaft.

Ulrike Meinhof ist eine der Drahtzieherinnen (Foto: Constantin) Großansicht

Ulrike Meinhof ist eine der Drahtzieherinnen (Foto: Constantin)

Von der Protestbewegung in die Gesetzlosigkeit

Nach dem ultimativen Bestseller von Stefan Aust erzählt Uli Edel Entstehung und Geschichte der Baader Meinhof Gruppe von der Kaufhaus-Brandstiftung 1968 in Frankfurt bis zum Tod der Gefangenen im Hochsicherheitstrakt von Stammheim und der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer. Ein fesselndes Drama, das sich nicht auf die Chronologie der Ereignisse beschränkt, sondern ein spannendes Psychogramm liefert von den verlorenen Kindern der Revolution, die sich in Radikalität, Gewalt und Gesetzlosigkeit flüchteten.

Nach "Der Untergang" packt Erfolgsproduzent Bernd Eichinger wieder ein heißes Eisen an, mit dabei die crème de la crème deutscher Schauspieler. Ein Stück deutscher Zeitgeschichte von erschreckender Realität, schonungsloser Härte und aufwühlender Emotionalität.

Der Baader Meinhof Komplex (Einzel-DVD)

23 Jahre nach Erstveröffentlichung von Stefan Austs Standardwerk zur Geschichte der RAF kommt die lange erwartete Verfilmung des "Baader Meinhof Komplex" in die deutschen Kinos und wird gleich von Deutschland ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geschickt.

Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel, die schon bei "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und "Letzte Ausfahrt Brooklyn" zusammenarbeiteten, erzählen in üppigen und angesichts der Fülle des Materials doch knapp bemessenen 150 Minuten die Chronik der damaligen Ereignisse, angefangen bei den Demonstrationen anlässlich des Schah-Besuches 1967 in Berlin und des gewaltsamen Todes Benno Ohnesorgs. Die beiden Kreativen legten dabei größtmöglichen Wert auf eine realitätsnahe Schilderung. So drehten sie die Szenen vor der Deutschen Oper, im Audimax der Technischen Universität Berlins sowie einige Aufnahmen im Gefängnis Stuttgart-Stammheim an Originalschauplätzen. Die Dialoge basieren, soweit möglich, auf überlieferten Gesprächen und für das Setdesign wurde auf Originalfotos zurückgegriffen. Zusammen mit der Kostümarbeit (Birgit Missal) und der manchmal etwas klischeehaften Musikauswahl, wird ein stimmiges Bild der 70er Jahre gezeichnet. Auch bei der Auswahl der Schauspieler legte man nicht nur Wert auf deren Fähigkeiten, sondern auch auf äußerliche Ähnlichkeiten mit den betreffenden Figuren. So liest sich die Besetzungsliste wie das Who-is-Who der deutschsprachigen Schauspielgrößen, angefangen bei Moritz Bleibtreu über Martina Gedeck, Alexandra Maria Lara und Hannah Herzsprung, bis zu Heino Ferch und Bruno Ganz.

Da selbst eine Laufzeit von zweieinhalb Stunden nicht ausreicht die Fülle an Ereignissen, Personen und Hintergründe in ihrer Gänze zu erfassen, konzentriert sich der Film auf wesentliche Wendepunkte. Dies führt allerdings ab und zu zu unlogisch erscheinenden Verkürzungen. Deutlich wird dies z.B. wenn sich die Angeklagten im Stammheim-Prozess über ihre Isolationshaft vor Gericht beschweren, die direkt nachfolgende Szene aber Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) und Ulrike Meinhof (Gedeck) gemeinsam in einer Gefängniszelle zeigt. Auch die Motivation einzelner Protagonisten wird mehr behauptet, als erzählt. Gerade die Figur des Andreas Baaders wirkt trotz des intensiven Spiels Bleibtreus weitgehend blass. Und auch wenn er tatsächlich nicht viel mehr war als der Egomane, der sich in der Rolle des chauvinistischen aber coolen Outlaws gefiel, als der er in "Der Baader Meinhof Komplex" gezeigt wird, bleibt dadurch die Faszination, die Baader nicht nur auf seine engsten Begleiter ausübte sowie sein späterer Weg in letzter tödlicher Konsequenz nur schwer nachvollziehbar.

Die Filmemacher verzichten in ihrer schnellen Aneinanderreihung von Episoden - Eichinger spricht von einer "Fetzendramaturgie" - bewusst auf eine Wertung und Analyse. Durch die filmische Form bringen sie einem neuen, jungen Publikum, das allerdings über einen gewissen Grad an thematischer Vorbildung verfügen sollte, die Dekade von 1967 bis 1977 nahe. Technisch und schauspielerisch auf hohem Niveau geht diese atemlos inszenierte Terrorchronik berechtigt für Deutschland ins Rennen um die diesjährige Oscarnominierung.

Edel und Eichinger schufen einen Film, der, 31 Jahre nach dem Deutschen Herbst, den deutschen Kinoherbst mit dominieren wird. Dass Zuschauer wie 1986 bei Reinhard Hauffs "Stammheim", nach einem Drehbuch von Stefan Aust, die Filmvorführungen mit Filmrollenklau und Buttersäureangriffen begleiten, müssen sie allerdings nicht fürchten. Dafür polarisieren sie - bewusst - zu wenig. Aber vielleicht sagt dies auch mehr über die heutige Zeit, als über diesen längst überfälligen Film aus. mahe.

Der Baader Meinhof Komplex (Einzel-DVD)

Deutschland in den 70ern.
Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die ehemalige Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun
Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen:
die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen
der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.

Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den
Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren
Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen
versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große
Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger ("Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders", "Der Untergang")
und Regisseur Uli Edel ("Letzte Ausfahrt Brooklyn", "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") setzten Stefan
Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus und die dramatischen Ereignisse von 1967 bis zum "Deutschen Herbst"
1977 eindrucksvoll in Szene und schufen eine authentisches Polit-Meisterwerk. Viele Dialoge beruhen auf überlieferten
Texten bzw. Gesprächsinhalten.

Quelle: Highlight

Hörfilmfassung Stereo, Regie und Produzenten -
Kommentar, Blick hinter die Kulissen (ca. 7 Min.), Darsteller-Infos

Quelle: Highlight

Darsteller:  Moritz Bleibtreu   als Andreas Baader
  Martina Gedeck   als Ulrike Meinhof
  Johanna Wokalek   als Gudrun Ensslin
  Nadja Uhl   als Brigitte Mohnhaupt
  Jan Josef Liefers   als Peter
  Stipe Erceg   als Holger Meins
  Bruno Ganz   als Horst Herold
  Alexandra Maria Lara   als Petra Schelm
  Hannah Herzsprung   als Susanne Albrecht
  Niels Bruno Schmidt   als Jan-Carl Raspe
  Jasmin Tabatabai   als Hanne
  Vinzenz Kiefer   als Peter-Jürgen Boock
  Heino Ferch   als Dietrich Koch
  Simon Licht   als Horst Mahler
  Tom Schilling   als Josef Bachmann
  Daniel Lommatzsch   als Christian Klar
  Sebastian Blomberg   als Rudi Dutschke
  Katharina Wackernagel   als Astrid
  Anna Thalbach   als Ingrid
  Volker Bruch   als Stefan Aust
 
Regie:  Uli Edel  
Buch:  Bernd Eichinger  
Musik:  Peter Hinderthür  
  Florian Tessloff  
Kamera:  Rainer Klausmann  
Produzent:  Bernd Eichinger  

Video Champion für Armin Mueller-Stahl

Zum zehnten Mal werden in München am 19. November herausragende Persönlichkeiten und Filmschaffende für ihre Verdienste mit einem Video Champion ausgezeichnet

Wird mit dem Lifetime Achievement Award geehrt: Armin Mueller-Stahl (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Wird mit dem Lifetime Achievement Award geehrt: Armin Mueller-Stahl (Foto: Kurt Krieger)

Zur 10. Verleihung der Video Champions am 19. November im The Westin Grand Hotel München werden zahlreiche Topstars erwartet. Im Rahmen der festlichen Video Night werden traditionell die besten Veröffentlichungen des Jahres auf DVD und Blu-ray ausgezeichnet. Die Personality Awards bilden das emotionale Highlight der Video Night, mit denen herausragende Persönlichkeiten und Filmschaffende für Ihre Verdienste geehrt werden.

Als besonderer Stargast wird in diesem Jahr Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl für sein Lebenswerk mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Insgesamt wirkte Mueller-Stahl in über 130 internationalen TV- und Kinofilmen mit. Er genießt als einer der wenigen deutschen Schauspieler auch in Hollywood großes Ansehen und war zuletzt im Blockbuster "Illuminati" und den Kino- und Videohighlights "The International" und "Buddenbrooks" zu sehen.

Ob "Illuminati" oder "Buddenbrooks" - Armin Mueller-Stahl ist immer der perfekte Grandseigneur

Der Artist Award 2009 geht an die Schauspielerin Nadja Uhl, die trotz der Geburt ihrer zweiten Tochter einen Höhepunkt in ihrem filmischen Schaffen erreichte. Sie spielte in der Eichinger-Produktion "Der Baader Meinhof Komplex" und im TV-Quotenhit "Mogadischu". Darüber hinaus war sie mit dem Kinofilm "So glücklich war ich noch nie" erfolgreich und ist derzeit in Simon Verhoevens Film "Männerherzen" zu bewundern, der bereits knapp zwei Mio. Zuschauer ins Kino gelockt hat.

Die weiteren Preisträger der Video Champions 2009 werden erst am Abend bekannt gegeben. Insgesamt rund 500 Gäste aus Film, Fernsehen und Musik feiern die glamouröse Jubiläumsveranstaltung der seit 2000 stattfindenden Video Night. Zahlreiche Prominente haben Ihr Kommen bereits zugesagt, darunter Michael Mittermeier, Nina Eichinger, Diana Amft, Volker Schlöndorff, Paula Kalenberg, Florian David Fitz, Giulia Siegel, Simon Verhoeven und Wolfgang Stumph. Als außergewöhnlicher Showact tritt die englische Percussion-Gruppe STOMP auf. Durch den Abend führt die TV-Moderatorin Bettina Cramer.

 

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