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Der Baader Meinhof Komplex

Aufwändige und um ein Höchstmaß an Authentizität bemühte Verfilmung von Stefan Austs gleichnamigem Sachbuch über die Geschichte der RAF.


Der Baader Meinhof Komplex (TV-Langfassung)

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Erhältlich seit:
24.11.2009

Originaltitel: Der Baader Meinhof Komplex

Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 160 Min.
FSK: ab 12

Moritz Bleibtreu
Martina Gedeck
Johanna Wokalek

Regie: Uli Edel
Highlight Communications (Deutschland)

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Irrwitz mit Methode: In den 70ern kämpfen Baader, Meinhof & Co gegen den Staat, der gnadenlos zurückschlägt.

Rudi Dutschke äußert seine Meinung (Foto: Constantin) Großansicht

Rudi Dutschke äußert seine Meinung (Foto: Constantin)

Sie wollten die Welt verändern und besser machen und endeten in blutigem Terror: Die Baader Meinhof Gruppe brachte in den 70er Jahren die Grundfesten des Staates zum Wanken. "Abenteurer" Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die ehemalige Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und die Pastorentochter Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpften gegen die Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, erklärten der "imperialistischen" Gesellschaft und den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie den Krieg.

Die von ihnen gegründete RAF (Rote Armee Fraktion) knackt Autos, überfällt Banken, lässt Bomben explodieren, entführt und ermordet Repräsentanten der Gesellschaft.

Ulrike Meinhof ist eine der Drahtzieherinnen (Foto: Constantin) Großansicht

Ulrike Meinhof ist eine der Drahtzieherinnen (Foto: Constantin)

Von der Protestbewegung in die Gesetzlosigkeit

Nach dem ultimativen Bestseller von Stefan Aust erzählt Uli Edel Entstehung und Geschichte der Baader Meinhof Gruppe von der Kaufhaus-Brandstiftung 1968 in Frankfurt bis zum Tod der Gefangenen im Hochsicherheitstrakt von Stammheim und der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer. Ein fesselndes Drama, das sich nicht auf die Chronologie der Ereignisse beschränkt, sondern ein spannendes Psychogramm liefert von den verlorenen Kindern der Revolution, die sich in Radikalität, Gewalt und Gesetzlosigkeit flüchteten.

Nach "Der Untergang" packt Erfolgsproduzent Bernd Eichinger wieder ein heißes Eisen an, mit dabei die crème de la crème deutscher Schauspieler. Ein Stück deutscher Zeitgeschichte von erschreckender Realität, schonungsloser Härte und aufwühlender Emotionalität.

Der Baader Meinhof Komplex (TV-Langfassung)

23 Jahre nach Erstveröffentlichung von Stefan Austs Standardwerk zur Geschichte der RAF kommt die lange erwartete Verfilmung des "Baader Meinhof Komplex" in die deutschen Kinos und wird gleich von Deutschland ins Rennen um eine Oscar-Nominierung geschickt.

Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel, die schon bei "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und "Letzte Ausfahrt Brooklyn" zusammenarbeiteten, erzählen in üppigen und angesichts der Fülle des Materials doch knapp bemessenen 150 Minuten die Chronik der damaligen Ereignisse, angefangen bei den Demonstrationen anlässlich des Schah-Besuches 1967 in Berlin und des gewaltsamen Todes Benno Ohnesorgs. Die beiden Kreativen legten dabei größtmöglichen Wert auf eine realitätsnahe Schilderung. So drehten sie die Szenen vor der Deutschen Oper, im Audimax der Technischen Universität Berlins sowie einige Aufnahmen im Gefängnis Stuttgart-Stammheim an Originalschauplätzen. Die Dialoge basieren, soweit möglich, auf überlieferten Gesprächen und für das Setdesign wurde auf Originalfotos zurückgegriffen. Zusammen mit der Kostümarbeit (Birgit Missal) und der manchmal etwas klischeehaften Musikauswahl, wird ein stimmiges Bild der 70er Jahre gezeichnet. Auch bei der Auswahl der Schauspieler legte man nicht nur Wert auf deren Fähigkeiten, sondern auch auf äußerliche Ähnlichkeiten mit den betreffenden Figuren. So liest sich die Besetzungsliste wie das Who-is-Who der deutschsprachigen Schauspielgrößen, angefangen bei Moritz Bleibtreu über Martina Gedeck, Alexandra Maria Lara und Hannah Herzsprung, bis zu Heino Ferch und Bruno Ganz.

Da selbst eine Laufzeit von zweieinhalb Stunden nicht ausreicht die Fülle an Ereignissen, Personen und Hintergründe in ihrer Gänze zu erfassen, konzentriert sich der Film auf wesentliche Wendepunkte. Dies führt allerdings ab und zu zu unlogisch erscheinenden Verkürzungen. Deutlich wird dies z.B. wenn sich die Angeklagten im Stammheim-Prozess über ihre Isolationshaft vor Gericht beschweren, die direkt nachfolgende Szene aber Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) und Ulrike Meinhof (Gedeck) gemeinsam in einer Gefängniszelle zeigt. Auch die Motivation einzelner Protagonisten wird mehr behauptet, als erzählt. Gerade die Figur des Andreas Baaders wirkt trotz des intensiven Spiels Bleibtreus weitgehend blass. Und auch wenn er tatsächlich nicht viel mehr war als der Egomane, der sich in der Rolle des chauvinistischen aber coolen Outlaws gefiel, als der er in "Der Baader Meinhof Komplex" gezeigt wird, bleibt dadurch die Faszination, die Baader nicht nur auf seine engsten Begleiter ausübte sowie sein späterer Weg in letzter tödlicher Konsequenz nur schwer nachvollziehbar.

Die Filmemacher verzichten in ihrer schnellen Aneinanderreihung von Episoden - Eichinger spricht von einer "Fetzendramaturgie" - bewusst auf eine Wertung und Analyse. Durch die filmische Form bringen sie einem neuen, jungen Publikum, das allerdings über einen gewissen Grad an thematischer Vorbildung verfügen sollte, die Dekade von 1967 bis 1977 nahe. Technisch und schauspielerisch auf hohem Niveau geht diese atemlos inszenierte Terrorchronik berechtigt für Deutschland ins Rennen um die diesjährige Oscarnominierung.

Edel und Eichinger schufen einen Film, der, 31 Jahre nach dem Deutschen Herbst, den deutschen Kinoherbst mit dominieren wird. Dass Zuschauer wie 1986 bei Reinhard Hauffs "Stammheim", nach einem Drehbuch von Stefan Aust, die Filmvorführungen mit Filmrollenklau und Buttersäureangriffen begleiten, müssen sie allerdings nicht fürchten. Dafür polarisieren sie - bewusst - zu wenig. Aber vielleicht sagt dies auch mehr über die heutige Zeit, als über diesen längst überfälligen Film aus. mahe.

Der Baader Meinhof Komplex (TV-Langfassung)

Deutschland in den 70ern. Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die ehemalige Starkolumnistin Ulrike Meinhof
(Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht
des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt,
die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.

Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland
den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in
ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu
verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz).
Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der
Gewalt nicht aufhalten kann.

Quelle: Highlight

Making of - Die Entstehung des Films (ca. 28 Min.), Uli Edel (ca. 12,5 Min.), Über Authentizität
(ca. 23 Min.), Die Musik (ca. 11,5 Min.), Die Schauspieler und ihre Rollen (ca. 38 Min.), Stefan Aust über
die RAF und ihre Zeit, Bernd Eichinger über die Annäherung an den Film und die 60er und 70er Jahre
(ca. 15 Min.), Bernd Eichinger über die Dramaturgie des Films (ca. 10 Min.)

Quelle: Highlight

Darsteller:  Moritz Bleibtreu   als Andreas Baader
  Martina Gedeck   als Ulrike Meinhof
  Johanna Wokalek   als Gudrun Ensslin
  Nadja Uhl   als Brigitte Mohnhaupt
  Jan Josef Liefers   als Peter
  Stipe Erceg   als Holger Meins
  Bruno Ganz   als Horst Herold
  Alexandra Maria Lara   als Petra Schelm
  Hannah Herzsprung   als Susanne Albrecht
  Niels Bruno Schmidt   als Jan-Carl Raspe
  Jasmin Tabatabai   als Hanne
  Vinzenz Kiefer   als Peter-Jürgen Boock
  Heino Ferch   als Dietrich Koch
  Simon Licht   als Horst Mahler
  Tom Schilling   als Josef Bachmann
  Daniel Lommatzsch   als Christian Klar
  Sebastian Blomberg   als Rudi Dutschke
  Katharina Wackernagel   als Astrid
  Anna Thalbach   als Ingrid
  Volker Bruch   als Stefan Aust
 
Regie:  Uli Edel  
Buch:  Bernd Eichinger  
Musik:  Peter Hinderthür  
  Florian Tessloff  
Kamera:  Rainer Klausmann  
Produzent:  Bernd Eichinger  

Oscars für Ledger, Winslet und Penn

Die Nacht der Nächte hat endlich mal wieder gehalten, was man sich von ihr verspricht: ganz große Emotionen!

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto: Warner, © A.M.P.A.S.) Großansicht

Die großen Sieger bei den Schauspielern: Heath Ledger, Kate Winslet und Sean Penn (Foto: Warner, © A.M.P.A.S.)

Was für eine Gala! Moderator Hugh Jackman wirbelte singend, tanzend und feine Pointen abfeuernd durch den Abend, auf der Bühne herrschte ein nie dagewesener Auflauf von Hollywood-Größen und dazu gab's einen der anrührendsten Momente der Oscar-Geschichte überhaupt - die Worte von Heath Ledgers Schwester Kate, nachdem dieser den Preis als bester Nebendarsteller in "The Dark Knight" zugesprochen bekam:

"Wir hatten so viel über das gesprochen, was der Joker bedeuten könnte, wir hatten sogar zusammen davon geträumt, vielleicht hier zu stehen - und ich wünschte so sehr, das würdest Du!" Dafür erntete Kate Ledger feuchte Augen überall im Publikum, von Anne Hathaway bis Robert Downey jr. Vater Kim Ledger bedankte sich beim gesamten Saal für die Standing Ovations: "Dieser Preis bedeutet das, was Heaths größter Wunsch war, nach dem er in aller Bescheidenheit strebte: Von Ihnen allen angenommen und geschätzt zu werden!" Es war erst der zweite postume Oscar nach Peter Finch 1976.

Heimsten die meisten Goldjungs ein: Danny Boyle, Madhur Mittal, Freida Pinto und Dev Patel für "Slumdog Millionär" (Foto: © A.M.P.A.S.) Großansicht

Heimsten die meisten Goldjungs ein: Danny Boyle, Madhur Mittal, Freida Pinto und Dev Patel für "Slumdog Millionär" (Foto: © A.M.P.A.S.)

Ich glaub, mein Daddy pfeift!

Der erfolgreichste Film des Abends war "Slumdog Millionär" über einen armen indischen Quizteilnehmer, der bei zehn Nominierungen acht Oscars gewann, darunter in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie. Danny Boyle grüßte seinen beiden kleinen Kids und sprach allen aus der Seele, als er sagte: "Ich weiß nicht, wie's am Fernseher rüberkommt, aber die Show heute Abend ist verdammt wundervoll!"

Kate Winslet konnte wie erwartet im sechsten Anlauf endlich den heiß ersehnten Goldjungen an die Brust drücken: für ihren schauspielerischen Kraftakt als ehemalige KZ-Aufseherin in der Romanverfilmung "Der Vorleser". Während ihrer gesamten Rede kämpfte sie mit zittriger Stimme gegen die Tränen, nachdem sie erst ihren Vater gebeten hatte, er soll gefälligst mal laut pfeifen, damit sie ihn sehe - was dieser prompt lautstark tat. Winslet dankte besonders Peter Jackson, der ihr in "Heavenly Creatures" das Filmdebüt ermöglicht hatte und erklärte: "Wir vier anderen Nominierten können es eh nicht fassen, mit Meryl Streep in der selben Kategorie zu sein. Tja, Meryl, da musst Du jetzt durch..."

Sean Penn fuhr für "Milk" einen Überraschungssieg ein und forderte "Gleichberechtigung für alle Gruppierungen" (Foto: © A.M.P.A.S.) Großansicht

Sean Penn fuhr für "Milk" einen Überraschungssieg ein und forderte "Gleichberechtigung für alle Gruppierungen" (Foto: © A.M.P.A.S.)

Landei vor der Ohnmacht

Etwas überraschend stach bei den Hauptdarstellern Sean Penn als Schwulenrechtler in "Milk" den Favoriten Mickey Rourke ("The Wrestler") aus. Zuvor hatte Penn die schönste Lobrede des Abends von seinem Laudator Robert De Niro zu hören bekommen: "Heute geht es um den besten Schauspieler, aber im Leben geht es darum, der beste Mensch zu sein. Und das ist mein Freund, Sean Penn, der behutsam Regierungen eine bessere Politik vorschlägt und milde und gütig den Paparazzi seine Überzeugungen näher bringt." Darauf meinte Penn: "Ich weiß, ich mache es niemandem leicht, mich zu mögen." Auch er spürte wohl, dass man eher mit Rourke als Sieger gerechnet hatte und verabschiedete sich mit den Worten: "Mickey kommt wieder ganz nach oben und er ist mein Bruder!"

Große Worte fand auch Penélope Cruz, die erwartungsgemäß den Preis als beste Nebendarstellerin für ihre energiegeladene, sexy Künstlerin in Woody Allens Liebesgroteske "Vicky Cristina Barcelona" gewann. "Ich falle hier gleich als erste in Ohnmacht", scherzte sie erst und erklärte: "Ich habe als Kind immer davon geträumt hier zu stehen, was kein besonders realistischer Traum ist, wenn man in einem Kaff wie Alcobendas lebt. Ich bin als Kind immer aufgeblieben um diese Show anzusehen, weil ich fand, dass dieser Abend die Welt vereint. Kunst ist die Sprache, die die ganze Welt versteht, wir müssen alles tun, was wir können, um sie zu schützen."

Jochen Freydank bejubelte seinen Überraschungs-Oscar für "Spielzeugland" (Foto: © A.M.P.A.S.) Großansicht

Jochen Freydank bejubelte seinen Überraschungs-Oscar für "Spielzeugland" (Foto: © A.M.P.A.S.)

Oscar nach Deutschland

Auch für Deutschland gibt es Grund zur Freude: Jochen Alexander Freydank gewann den Oscar für seinen Kurzfilm "Spielzeugland", in dem eine Mutter 1942 ihrem Sohn erzählt, die jüdischen Nachbarn müssten bald verreisen - ins titelgebende "Spielzeugland". Der Produzent der TV-Serie "In aller Freundschaft" erklärte dem US-Publikum: "Ich bin in Ostdeutschland aufgewachsen, also jenseits der Mauer. Da schien Westdeutschland schon unerreichbar - erst Recht, der Ort, an dem ich jetzt hier stehe."

In der Kategorie nicht-englischsprachiger Film zog dagegen das deutsche RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" überraschend gegen den japanischen Konkurrenten "Departures" den Kürzeren, in dem ein arbeitsloser Cellist eine Stelle in einem Bestattungsunternehmen annimmt. Hier hatten alle mit einem Sieg des israelischen Beitrags "Waltz with Bashir" gerechnet. Auch Werner Herzogs Antarktis-Doku "Encounters at the End of the World" musste "Man on Wire" über den Drahtseilkünstler Philippe Petit den Vortritt lassen.

Hugh Jackman mit den angesagten Musical-Profis aus "Mamma Mia!", "High School Musical" und "Dreamgirls" zusammen. (Foto: © A.M.P.A.S.) Großansicht

Hugh Jackman mit den angesagten Musical-Profis aus "Mamma Mia!", "High School Musical" und "Dreamgirls" zusammen. (Foto: © A.M.P.A.S.)

13 Chancen, drei Trostpreise

Der größte Verlierer des Abends war aber "Der seltsame Fall des Benjamin Button", der bei 13 Nominierungen nur drei Oscars gewann, und diese nur in den Nebenkategorien Ausstattung, Make-up und Visual Effects. Das Polit-Drama "Frost/Nixon" ging bei fünf Chancen sogar komplett leer aus. Zum besten Animationsfilm wurde erwartungsgemäß "WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf" gekürt.

Gewinner des Abends war aber vor allem auch der Moderator Hugh Jackman, der seine Qualitäten als Musical-Star voll ausspielte - ob in seiner gesungenen Eröffnungspersiflage auf die fünf als bester Film nominierten Werke oder in einem Potpourri aus Musical-Klassikern gemeinsam mit den Jungstars Zac Efron und Vanessa Anne Hudgens aus "High School Musical", Amanda Seyfried und Dominic Cooper aus "Dominic Cooper" sowie Beyoncé Knowles. Der gesamten Show war deutlich die Handschrift des neuen Produzenten Bill Condon anzumerken, dem Regisseur von "Dreamgirls". So spritzig-witzig waren die Oscars seit Jahren nicht mehr.

Was für ein Gruppenbild: Robert De Niro, Michael Douglas, Anthony Hopkins und Ben Kingsley (Foto: © A.M.P.A.S.) Großansicht

Was für ein Gruppenbild: Robert De Niro, Michael Douglas, Anthony Hopkins und Ben Kingsley (Foto: © A.M.P.A.S.)

Geballte Oscar-Power

Auch das große Geheimnis um die Laudatoren, mit dem die Academy das zuletzt erlahmende Interesse an der Verleihungszeremonie neu schüren wollte, wurde mit einem Knalleffekt gelüftet. Statt nur eines einzigen Vorjahresgewinners als Preisüberbringer tummelten sich bei den Darstellern gleich jeweils fünf Oscarpreisträger aus den letzten Jahrzehnten auf der Bühne, die jeweils einen Nominierten vorstellen. Wann sieht man schon mal Robert De Niro, Michael Douglas, Sir Ben Kingsley, Sir Anthony Hopkins und Adrien Brody auf der selben Bühne - oder Sophia Loren mit Shirley MacLaine, Halle Berry, Marion Cotillard und Nicole Kidman.

Daneben glänzten als Überbringer der Goldjungs Natalie Portman, Ben Stiller, Will Smith, Reese Witherspoon, Daniel Craig und Sarah Jessica Parker - sowie Eddie Murphy, der seinem Vorbild, dem Kultkomiker Jerry Lewis, einen Ehrenoscar überreichen durfte.

Den Spruch des Abends brachte aber kein Komiker, sondern der Komponist A. R. Rahman, der für die Musik in "Slumdog Millionär" geehrt wurde. Er begann seine Dankesrede mit den Worten: "So viel Angst hatte ich das letzte Mal vor meiner Hochzeit!"

 

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