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23.01.2006
Originaltitel: Der Dolch des Batu Khan
Deutschland 2004
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 6
Marian Lösch
Sarah Bellini
Benjamin Seidel
Regie: Günter Meyer
starmedia home entertainment

Noch bevor Constantin ("Im Rennstall ist das Zebra los!"), Fox ("Robots") und Buena Vista ("Heffalump") mit ihren US-Produktionen zu einer Großoffensive in den Kinderkinofrühling starten, will auch Ex-DEFA-Filmemacher Günter Meyer mit einem kleinen, aber feinen und mehrfach preisgekrönten Krimi am aktuellen Aufwärtstrend des deutschen Films teilhaben. "Der Dolch des Batu Khan" ist zwar unspektakulär und altmodisch inszeniert, dennoch besitzt die Story um einen zwölfjährigen Jungen, der einen Diebstahl in einem Museum verhindern will, in Sachen Spannung, Schauplatz und pädagogischen Anspruch ihren Reiz.
Nicht zuletzt dank seiner mit TV-Serien gekoppelten "Spuk"-Kinofilme, die 1979 mit "Spuk unterm Riesenrad" begannen und 2002 mit "Spuk am Tor der Zeit" ihr vorläufiges Ende fanden, gilt der inzwischen 65-jährige Günter Meyer als der Kinderfilm-Regisseur schlechthin. Auch in "Der Dolch des Batu Khan" spielt er seine jahrzehntelange Erfahrung voll aus und erzählt folgende Kriminalgeschichte: Zu seinem zwölften Geburtstag erhält Sebastian (Marian Lösch) von seinem Vater Peter (Björn Casapietra), Chefkonservator im "Grünen Gewölbe" Dresden, ein ungewöhnliches Geschenk - er darf bei der Erforschung eines wichtigen Funds, zu dem auch der berühmt-berüchtigte Dolch des Batu Khan zählen soll, mitmachen. Da kommt Sebastian bei seiner Arbeit im Museum einer Bande von Kunstdieben auf die Schliche, die eben jenen Dolch in ihren Besitz bringen wollen. Gemeinsam mit seinen Freunden Benni (Benjamin Seidel) und Maria (Sarah Bellini) setzt er alles daran, um den kriminellen Coup zu verhindern.
Dank vielen Verdächtigen - dabei besonders erwähnenswert "Good bye, Lenin!"-Kostar Alexander Beyer als schleimiger Sicherheitsbeamter - und anderen zwielichtigen Gestalten, geheimnisvollen Antiquitäten und maskierten Motorradfahrern, Schießereien und einer Geiselnahme wird die Spannung in "Der Dolch des Batu Khan" bis zum Ende hochgehalten. Und auch wenn Meyer das Erzähltempo immer wieder drosselt und aufwändige Spezialeffekte Mangelware sind, kann er doch mit einem ganz besonderen Pfund wuchern - seine Crew war die erste, die im berühmten Dresdner Schatzkammermuseum "Grünes Gewölbe" drehen durfte.
Auch wenn nicht jeder Dialog sitzt und die Schauspieler zuweilen etwas hölzern wirken, gibt sich Meyer viel Mühe, seinen Protagonisten Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit zu verleihen. Zum Ausdruck kommt dies unter anderem in der Beziehung zwischen Sebastian und seinem alleinerziehenden, weil verwitweten Vater sowie in den ersten zaghaften Annäherungsversuchen zwischen Sebastian und Freundin Maria. Genau diese Sequenzen sind es, die "Der Dolch des Batu Khan", der so nebenbei auch noch ein klein wenig über antike Kunst und die ferne Mongolei vermittelt, gerade für Kinofans zwischen zehn und 14 interessant machen dürfte. Mit Auszeichnungen auf den (Kinder-)Festivals von München, Göttingen und Münster bedacht, sollte dieser schöne Kinderkrimi in der sonntäglichen Nachtmittagsschiene sein Publikum finden. lasso.
| Darsteller: | Marian Lösch | als Sebastian | |
|---|---|---|---|
| Sarah Bellini | als Maria | ||
| Benjamin Seidel | als Benni | ||
| Björn Casapietra | als Peter Schwartz | ||
| Babette Kuschel | als Karin Hentschke | ||
| Alexander Beyer | als Thomas Gensch | ||
| Roger Ditter | als Roberto | ||
| Joachim Kaps | als Helfried März | ||
| Jörg Kleinau | als Dr. Lasse Müller-Burghaus | ||
| Jana Kozewa | als Irmelin Krause | ||
| Christian Kuchenbuch | als Doktor Caligari | ||
| Walfriede Schmitt | als Gudrun | ||
| Achim Wolff | als Herrmann Schreiber | ||
| Helga Göring | als Elise Sonntag | ||
| Regie: | Günter Meyer | ||
| Buch: | Günter Meyer | ||
| Katrin Meyer | |||
| Musik: | Thomas Natschinski | ||
| Kamera: | Sebastian Richter | ||
| Produzent: | Jörg Rothe | ||
| Alexander Ris | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Trailer
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Alexander Beyer
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