Margit, Mathematikerin, Mitte Dreißig, Single, zwei Kinder von zwei Männern, ist emanzipiert aber nicht glücklich, weil gesellschaftliche Normen sie zur Passivität verurteilen. Sie erinnert sich: Nach dem Tod der Mutter war sie Diakonissenschülerin, ging danach zur ABF, erlag dem Werben von Dozent Bachmann: erstes Kind. Das zweite Kind stammt von einem Blinden, mit dem die Ehe scheiterte. Jetzt will sie den dritten Mann suchen. Kollege Hrdlitscka ist der Glückliche, den sie mit ein wenig Hilfe von Freundin Lucie, die ähnliche Erfahrungen machte, fängt.
In der DDR außerordentlich populärer und vieldiskutierter Spielfilm mit Jutta Hoffmann, die als berufstätige Frau im Sozialismus mit Anspruch auf privates Glück ideale Identifikationsfigur für damalige Frauen war. Der Erfolg des Films von Egon Günther ("Die Schlüssel") basierte auch auf der frischen Filmsprache, deren unkonventionelle Montage, origineller Musikeinsatz und humorvoll witzige Szenen (berühmt: Hoffmanns Tanz in der Wohnung) zeitlos wirken. 1972 gab es dafür den Hauptpreis Karlovy Vary, den Darstellerpreis für Jutta Hoffmann in Venedig (ebenfalls 1972) und zwei Nationalpreise.