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Der Einsatz

Hochkarätig besetzter CIA-Agenten-Thriller, in dem ein junger Rekrut und sein Ausbilder ein höchst spannendes und undurchschaubares Katz-und-Mausspiel miteinander treiben.


Der Einsatz

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Erhältlich seit:
30.07.2010

Originaltitel: The Recruit

Thriller

USA 2003
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Al Pacino
Colin Farrell
Bridget Moynahan

Regie: Roger Donaldson
Universum Film

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Hinter den Kulissen des CIA: Ein Nachwuchsagent gerät in einen Krieg der Spione. Raffinierter Thriller mit Top-Besetzung.

Wirst du mein Erbe antreten? Der Star-Mentor und sein Schüler (Foto: Constantin) Großansicht

Wirst du mein Erbe antreten? Der Star-Mentor und sein Schüler (Foto: Constantin)

Dieser Film markiert ein Gipfeltreffen. Wenn sich Oscar-Preisträger Al Pacino ("Der Pate") und Hollywoods neue Hoffnung Colin Farrell ("S.W.A.T.") zu einem Projekt zusammenfinden, dann muss sich dahinter etwas Besonderes verbergen.

Der Zuschauer kann leicht nachvollziehen, warum sich die Stars aus zwei Generationen für "Der Einsatz" gewinnen ließen. Der Thriller verstrickt seine Charaktere in ein fintenreiches Katz- und Mausspiel, das im Zeitalter des Explosionskinos rar geworden scheint.

Im Zentrum des Geschehens steht ein Elite-Absolvent (Farrell), der von einem Talentsucher (Pacino) für den CIA angeworben wird. Doch bei der Ausbildung im Trainingscamp gerät er ins Netz einer undurchschaubaren Intrige. Oder nicht?

Verfolgungsjagden gehören zum Agententraining (Foto: Constantin) Großansicht

Verfolgungsjagden gehören zum Agententraining (Foto: Constantin)

Alles Routine

Als er sich auch noch in eine attraktive Kollegin (Bridget Moynahan aus "Der Anschlag") verliebt, verwischen die Grenzen zwischen Sein und Schein vollends.

Dafür fand sich mit Routinier Roger Donaldson der ideale Regisseur. Mit "No Way Out" hatte er einen Klassiker des doppelbödigen Thrillers geschaffen. Jetzt legt er mit "Der Einsatz" einen würdigen Nachfolger vor.

Der Einsatz

High-Tech und ein Höchstmaß an Professionalität, mysteriöse Machenschaften. Verschwörungen und die ewige Aussicht auf Gefahr von allen denkbaren Seiten sind stets die Merkmale der Filme, in denen Hollywood sich in die heiligen Hallen des Geheimdienstes CIA vorwagt. Und so schwingt natürlich auch ein Hauch von Klassikern wie "Die drei Tage des Kondor" und "Zeuge einer Verschwörung" durch den von Roger Donaldson handwerklich auf höchstem Niveau realisierten Thriller, in dem das ständig wiederholte Mantra "Nichts ist, wie es scheint" allerdings weniger politische Message ist, als vielmehr Leitmotiv für ein unterhaltsam-spannendes Katz-und-Mausspiel zwischen Ausbilder und Schüler. Al Pacino und Colin Farrell nutzen diese Vorgabe für ein gut gelauntes Duell, in dem sie ihre Starpower lässig ausspielen.

Ursprünglich als Vehikel für James Foley vorgesehen, ist "The Recruit" eine ausgezeichnete Spielwiese für den Australier Roger Donaldson, seine mit "Thirteen Days" neu gewonnene Souveränität zur Schau zu stellen. Was eigentlich wenig mehr ist als eine Geschichte, die anstatt kritischer oder erleuchtender Einblicke in den CIA zu gestatten, den sagenumwobenen US-Geheimdienst post-9/11 lediglich als Chiffre für die letzte Bastion des Geheimnisvollen in einer übertechnisierten Big-Brother-Welt einsetzt, lädt der Regisseur mit seiner stetig lauernden Kamera und muskulösem Schnitt mit verblüffend viel Spannung auf. Gerne folgt man durch dieses immer absurder verzweigte Gestrüpp aus nicht enden wollenden Finten und falschen Fährten, bei dem sich ganz im Stil von David Finchers vergleichbarem "The Game" nie die Frage stellt, ob das Gezeigte von langer Hand inszeniert wurde, sondern wo genau die Manipulation endet. Indem Donaldson nach allen Regeln der Kunst aufs Tempo drückt, wird die Lage nicht nur für den Protagonisten, den jungen Hacker James Clayton, sondern auch für den Zuschauer unübersichtlich.

"Nichts ist, wie es scheint", predigt denn auch CIA-Ausbilder und Übervater Walter Burke, der James auf die sogenannte "Farm" gelockt hat, wo ihm das Handwerk des Geheimagenten mit einem Trupp Gleichgesinnter von der Pike auf beigebracht wird. Auf cleverste Weise werden die Nachwuchsspione gegeneinander ausgespielt, sodass man erst spät bemerkt, dass der vermeintliche Blick hinter die Kulissen der Agency eigentlich nur dazu dient, die Schachfiguren in die richtige Position zu schieben: das lernbegierige Supertalent Clayton, das von Burke mehr wissen will über das geheimnisvolle Verschwinden seines Vaters vor mehr als 20 Jahren; die attraktive Layla, die Clayton in der Farm Konkurrenz macht, ihn bald so sexy findet wie er sie und sich als womögliche Ostspionin entpuppt; und Puppenspieler und Drahtzieher Burke, der seine Schäfchen elegant lenkt und womöglich mit verdeckteren Karten spielt, als zunächst angenommen.

Bis zum Schluss wird rochiert, findet sich hinter jeder vermeintlichen Wahrheit immer noch eine neue Erkenntnis, die das Gezeigte in ein immer wieder anderes Licht rückt. Dass "The Recruit" seinem Publikum dann doch nicht so viele Haken voraus ist, wie er uns das gerne glauben machen würde, weil er einfach nur seine bestens geölte Maschine clever am Laufen hält, fällt nicht ins Gewicht: Al Pacino hat Spaß mit der x-ten Variation des abgebrühten Vollprofis, während Colin Farrell sich mit großer Freude dem gestenreichen Habitus des Vorbildes anschließt und Bridget Moynahan nach "Der Anschlag" erneut als Beauty mit Brain auffällt. Es gibt also keinen Grund, warum sich der verdiente US-Erfolg nicht auch in Deutschland fortsetzen lassen sollte.ts.

Darsteller:  Al Pacino   als Walter Burke
  Colin Farrell   als James Clayton
  Bridget Moynahan   als Layla Moore
  Gabriel Macht   als Zach
  Karl Pruner   als Slayne
  Eugene Lipinski   als stämmiger Mann
  Kenneth Mitchell   als Alan
  Brian Rhodes   als Psychiater
  Michael Rubenfeld   als Felix
 
Regie:  Roger Donaldson  
Buch:  Roger Towne  
  Kurt Wimmer  
  Mitch Glazer  
Musik:  Klaus Badelt  
Kamera:  Stuart Dryburgh  
Produzent:  Roger Birnbaum  
  Gary Barber  
  Jeff Apple  
 

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