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Der ewige Gärtner

Elektrisierende Verfilmung des Bestsellers von John le Carré über einen britischen Diplomaten, der den Mord an seiner Frau aufdecken will und in Afrika einem skrupellosen Pharmakonzern auf die Spur kommt.


Der ewige Gärtner

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Erhältlich seit:
10.10.2008

Originaltitel: The Constant Gardener

Drama/ Thriller

Großbritannien/Deutschland 2005
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12

Ralph Fiennes
Daniele Harford
Rachel Weisz

Regie: Fernando Meirelles
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Mit einer berührenden Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer afrikanischen Tragödie erlebt das neue Kinojahr einen ersten Höhepunkt.

Justin Quayle liebt Ordnung - nicht nur im Garten (Foto: Kinowelt) Großansicht

Justin Quayle liebt Ordnung - nicht nur im Garten (Foto: Kinowelt)

Die Bilder glaubt man zu kennen, die Gefühle auch und doch liegen Welten dazwischen. Ein Flugplatz in Afrika. Ein Paar nimmt im Halbdunkel Abschied. Je weiter sie sich von ihm entfernt, desto stärker dringt Licht auf die Leinwand, bis sie schließlich weiß erstrahlt.

Wir sind in Nairobi, nicht in Casablanca, und am Beginn eines Films, der uns sofort erobert und nicht mehr loslässt. 6.000 Kilometer, die Entfernung zwischen dem Wohlstand Deutschlands und der Armut Kenias, überwindet "Der ewige Gärtner" schon in den ersten Minuten. Schneller lässt sich Distanz nicht auflösen.

Liebe auf beiden Seiten: Tessa und die Menschen, für die sie kämpft (Foto: Kinowelt) Großansicht

Liebe auf beiden Seiten: Tessa und die Menschen, für die sie kämpft (Foto: Kinowelt)

Kein Zurück

Der Abschied am Anfang ist einer für immer, denn Tessa Quayle (Rachel Weisz) kehrt von ihrem Flug nicht zurück. Man findet die engagierte Aktivistin am Ufer eines Sees, ermordet wie ihr Fahrer. In Tessas kenianischem Vertrauten, der spurlos verschwunden ist, macht die Polizei schnell den Hauptverdächtigen aus. Doch die Wahrheit ist viel komplexer und verbirgt sich in einem Netz von Manipulationen und Lügen, in das internationale Konzerne, Kenias Machthaber und die britische Regierung verstrickt sind.

Der schockierende Tod seiner Frau lockt den regeltreuen Diplomaten Justin Quayle (Ralph Fiennes) aus der Defensive. Die Erinnerung führt ihn zurück zur ersten Begegnung, zur Schwangerschaft Tessas, zu ihrem unermüdlichen Einsatz für die Ärmsten der Armen, zu ihren furchtlosen Attacken gegen mächtige Männer, mit denen sie sich viele Feinde macht.

Damals war die Welt noch in Ordnung (Foto: Kinowelt) Großansicht

Damals war die Welt noch in Ordnung (Foto: Kinowelt)

Geheime Enthüllungen

Erst in Gedanken, dann in Aktionen begibt sich Justin auf Spurensuche. Er findet Mails, die eine Affäre Tessas andeuten, den Brief seines Freundes, der nicht nur verborgene Gefühle, sondern auch die Gefährlichkeit eines britischen Politikers enthüllt. Es geht um skrupellos durchgesetzte wirtschaftliche Interessen, um Pharmakonzerne, die die Dritte Welt als Versuchslabor missbrauchen, um Mörder, die sich als Wohltäter tarnen.

Die Spurensuche des Hobby-Gärtners, der von einer Welt ohne Unkraut träumt, ist eine lebensbedrohliche politische und eine berührende private, denn auf dem Weg zur Wahrheit entdeckt Justin auch seine verstorbene Frau neu. Die Vorlage für dieses aufwühlende Drama stammt von John Le Carré, dem Spezialisten für intelligente Spannungsstoffe ("Das Rußlandhaus"), die Inszenierung von "City of God"-Regisseur Fernando Meirelles.

Justin grübelt über das Leben seiner Frau nach (Foto: Kinowelt) Großansicht

Justin grübelt über das Leben seiner Frau nach (Foto: Kinowelt)

Bewegende Bilder

Zwischen der Kälte Europas und der Wärme Afrikas pendelnd, findet der Film Bilder, die man im Kino so kaum gesehen hat. Bilder von entsetzlichen Slums, vom anonymen Sterben, von Gewalt und Überfällen, die auch Afrikaner in die Verantwortung nehmen, aber auch von Lebensfreude. Bewegte Bilder, die etwas bewegen können, weil man sie am Ende fest gespeichert mit nach Hause trägt.

Der ewige Gärtner

Oscar-nominiert für sein elektrisierendes Jugendbanden-Drama "City of God", legt der brasilianische Filmemacher und Ex-Werbefilmer Fernando Meirelles nun eine weitere cineastische Tour-de-Force vor. Von den Favelas in Rio geht es diesmal, basierend auf dem Roman von John le Carré, in die heruntergekommenen Shantytowns von Nairobi, wo Aids und Armut in die Hände von skrupellosen Pharmakonzernen und korrupten Regierungen spielen. Dies dient als nahezu dokudramatische Kulisse für die zentrale intensive Liebesgeschichte zwischen einem besonnenen britischen Diplomaten (Ralph Fiennes) und seiner jungen sozialpolitisch engagierten Ehefrau (Rachel Weisz). Ihre Ermordung und dessen Aufklärung fügt das für Spionage-Spezialist le Carré typische Thriller-Element hinzu.

Die verschiedenen Erzählstränge wurden dabei von Meirelles ohne chronologische Einschränkungen verwoben - dieselbe ungezügelte Struktur verwandte er bereits in "City of God". Auch die dynamische Kameraarbeit (erneut von Cesar Charlone) mit diversen Jumpcuts und handgehaltener Kamera fällt ähnlich, wenn auch nicht mehr ganz so extrem aus. Ruhigere Bilder erlauben mehr Zeit für eine detailliertere Bestandsaufnahme der angeprangerten Verhältnisse im Aids-gebeutelten Afrika, sowie der zärtlichen Momente von ergreifender Intimität und Verspieltheit zwischen den beiden großartig agierenden Protagonisten. Den Anfang macht eine Abschiedsszene am Flughafen, bei der sich Diplomat Justin Quayle von seiner Frau Tessa und ihrem schwarzen Kollegen (und, wie später impliziert wird, Liebhaber) Arnold Bluhm verabschiedet. Wenig später identifiziert Justin die schrecklich zugerichtete Leiche seiner Frau und erinnert sich in einer weiteren Plotschlaufe an ihre erste Begegnung in England. Nach dem smarten Skript von Jeffrey Caine werden konzentriert die kontrastierenden Charaktereigenschaften der beiden zukünftigen Eheleute skizziert: Im Maße wie Justin höflich und zurückhaltend ist und seine Pflanzen hegt und pflegt, hat Tess ein hitzköpfig-feuriges Temperament und keine Scheu, ihre (für das steife Establishment, in dem Justin beruflich verkehrt) radikalen Ansichten zu vertreten. So kommt sie den skandalösen Praktiken eines britischen Pharmakonzerns auf die Spur, der ein neues Medikament an nichts ahnenden Patienten mit oftmals fatalen Folgen austestet. Als Justin nach ihrem Tod auf einige Ungereimtheiten stößt, wird auch er zum Detektiv und kann im Verlauf der komplexen Ereignisse nicht nur ungeahnte Machenschaften aufdecken, sondern erkennt auch die ihm bislang verborgen gebliebenen Aspekte von Tess' Lebenswerk. Dadurch vertieft sich nicht nur posthum seine Liebe, sondern er taut auch auf als würde der passionierte Funke von Tess auf ihn überspringen.

Eine wichtige Nebenrolle wurde an den schwarzen Kontinent selbst vergeben, der, unterlegt von einem hypnotischen Score mit vorwiegend afrikanischen Rhythmen, gleichermaßen erschreckend in seiner Not als auch atemberaubend in seiner Naturschönheit porträtiert wird. All dies trägt dazu bei, ein mitreißendes Kinoerlebnis mit aufwühlender Botschaft zu schaffen. Und auch wenn sich in Meirelles Filmen viel Tod und Elend findet, sind sie doch vor allem voller prickelnder Lebendigkeit. ara.

Der ewige Gärtner

Justin Quayle, Diplomat im britischen Hochkommissariat in Nairobi, ist ein besonnener Mann, der Konflikten eher aus dem Weg geht und sich mit Hingabe seinem Hobbygarten widmet. Sein beschauliches Leben endet mit dem Tag, an dem seine Frau Tess bestialisch ermordet wird. Auf der Suche nach ihrem Mörder findet Justin heraus, dass Tess den illegalen Machenschaften eines britischen Pharmakonzerns auf der Spur war, in die selbst Vertreter aus höchsten Regierungskreisen verwickelt zu sein scheinen ...

Quelle: Studiocanal

Making of, Featurettes, Interviews, Szenen vom Dreh, TV-Spots, Erweiterte Szene, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ralph Fiennes   als Justin Quayle
  Daniele Harford   als Miriam
  Rachel Weisz   als Tessa Quayle
  Danny Huston   als Sandy
  Pete Postlethwaite   als Marcus Lorbeer
  Gerard McSorley   als Sir Kenneth Curtiss
  Anneke Kim Sarnau   als Birgit
  Hubert Koundé   als Arnold Bluhm
  Richard McCabe   als Ham
  Eva Plackner   als Crossing Guard
  John Keogh   als Einwanderungsbeamter
  Archie Panjabi  
  Donald Sumpter  
  Bill Nighy  
  Sidede Onyulo  
 
Regie:  Fernando Meirelles  
Buch:  Jeffrey Caine  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  César Charlone  
Produzent:  Simon Channing Williams  

Rachel Weisz im heißen "Reigen"

Die sexuellen Begegnungen von fünf Männern und fünf Frauen lösten bei ihrer Uraufführung 1921 einen Skandal aus.

Ob Rachel Weisz den "Reigen" eröffnen wird, ober später auftritt, ist noch nicht bekannt. (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ob Rachel Weisz den "Reigen" eröffnen wird, ober später auftritt, ist noch nicht bekannt. (Foto: Kurt Krieger)

Rachel Weisz wird sich bald in allerlei wüsten Abenteuern wiederfinden. Wie jetzt bekannt wurde, hat der Star aus "Die Mumie" für eine neue Verfilmung von Arthur Schnitzlers einstigem Skandal-Theaterstück "Reigen" zugesagt. Regie führt Fernando Meirelles, mit dem Weisz schon für "Der ewige Gärtner" zusammenarbeitete. Der Film soll im Jahr 2013 unter dem Titel "360" in die Kinos kommen.

Schnitzlers "Reigen" gilt als zeitlose Parabel auf Scheinmoral und die Lust an der Macht. Das Stück handelt von zehn Personen verschiedenen Standes, die jeweils paarweise auftreten und in abwechselnden Konstellationen Sex miteinander haben. Eröffnet wird dieser Reigen von einer Dirne. Es folgt ein Stubenmädchen, die "junge Frau", das "süße Mädel" und eine Schauspielerin. Den Abschluss bildet die Dirne, die als Inbegriff des niedersten Standes den Reigen mit einem Vertreter des höchsten Standes, dem Grafen, beschließt.

Spannender Reigen für Rachel Weisz

Welche der Damen Rachel Weisz spielen wird, ist noch nicht bekannt. Auch zur männlichen Besetzung, die aus Soldat, "jungem Herrn", Ehemann, Dichter, Schauspieler und besagtem Graf besteht, gibt es noch keine Informationen. Arthur Schnitzler fand schon einmal Gehör in Hollywood: 1999 brachte Stanley Kubrick Schnitzlers "Traumnovelle" unter dem Titel "Eyes Wide Shut" in die Kinos.

 

Der ewige Gärtner in der Fotoshow

 

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