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Kaufvideo
Erhältlich seit:
18.05.2007
Originaltitel: Der freie Wille
Deutschland 2006
Laufzeit: 164 Min.
FSK: ab 16
Jürgen Vogel
Sabine Timoteo
Manfred Zapatka
Regie: Matthias Glasner
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Matthias Glasner serviert harte Kinokost: "Der freie Wille" handelt von einem Vergewaltiger, der seinen verbrecherischen Trieb nicht kontrollieren kann. Ein Psychogramm von Angst und Selbsthass mit einem fulminant aufspielenden Jürgen Vogel.
Polarisierend und provozierend, aber nicht psychologisierend - Matthias Glasner erspart uns nichts. Schon die erste Szene ist kaum auszuhalten. Da bereitet Theo die Vergewaltigung vor, überfällt eine Radlerin auf dem Feldweg, vergeht sich endlos lang an dem Opfer, dessen Qual sich auf den Betrachter überträgt. Nach neun Jahren kommt der Mann aus dem Maßregelvollzug in eine betreute Wohngemeinschaft im tristen Mühlheim an der Ruhr. Manchmal spürt er, wie sich in ihm das brutale Verlangen wieder meldet, hofft aber, sein abnormales Verhalten in den Griff zu bekommen. "Ich war krank, jetzt bin ich gesund" sagt er beim Vorstellungsgespräch. Aber so richtig glaubt er es auch nicht. Als er Nettie, die Tochter seines Chefs kennenlernt, öffnet sich für ihn kurzfristig der Himmel, um ihn dann umso tiefer abstürzen zu lassen. Eine unlebbare Liebe zwischen zwei kaputten Seelen. Jürgen Vogel (ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären für eine künstlerische Leistung als Schauspieler, Koproduzent und Koautor des Films) geht bis zur psychischen Selbstentblößung auf diesem Weg in das Herz der Finsternis. Wenn er beim Nachschauen eines Mädchens seine Hände wie ein Schloss über seinen Penis verschränkt, wenn er brüllend beim Kampf- und Kraftsport seine innere Gewalt kanalisiert, wenn er mit unbewegtem Gesicht die sexuelle Absage einer Kellnerin einsteckt, dann ahnt man, was in diesem Menschen vorgeht, der sich und seinen Körper nicht liebt und den von anderen schändet. Ein Pulverfass. Theo folgt noch einmal gnadenlos seinem Trieb. Es gibt nur selten Momente der Hoffnung in dieser Düsternis - da erfreut sich Nettie (starke Performance von Sabine Tomoteo) an der Chocolaterie in Belgien, lässt Theo in einer leeren Kirche Schuberts "Ave Maria" für sie singen. Augenblicke des Atemholens in der Armseligkeit. Das Mädchen muss am Ende zusehen, wie sich Theo die Pulsadern aufschneidet, hält ihn wie die berühmte Pieta im Arm. Da schließt sich der Kreis. Nach 163 Minuten gibt es keine Erlösung, kein Erbarmen, kein Mitleid. Als Zuschauer fühlt man sich erschöpft nach dieser Tour de Force, möchte am liebsten weglaufen und verfolgt das Geschehen dennoch gebannt. Glasner verzettelt sich nicht in großartigen Kamerafahrten, Filmmusik oder komplizierte Montage, sondern bleibt ganz nah dran, setzt auf trostlosen Purismus. Er liefert keine der üblichen psychologischen Erklärungen oder Ausflüchte, belässt es bei Sprachlosigkeit, Schuld als Schicksal, Verzweiflung. Das Gefühl der Erbärmlichkeit überträgt sich auf den Zuschauer. Eine peinigende und dennoch großartige Gratwanderung, die wütend und hilflos macht, verunsichert. Radikales Kino aus Deutschland. mk.
Neun Jahre hat Theo wegen mehrfacher Vergewaltigung gesessen. Jetzt will er ein neues Leben beginnen. Während er in der betreuten Wohngemeinschaft im trostlosen Mühlheim Fuß zu fassen versucht, spürt er, wie sein brutaler Trieb langsam wieder in ihm aufsteigt. Dann trifft er die 27-jährige Nettie, die sich nach jahrelangem psychischen Martyrium endlich von ihrem Vater gelöst hat. Vorsichtig und argwöhnisch beginnen die beiden eine Liebesbeziehung ...
Neun Jahre hat Theo wegen mehrfacher Vergewaltigung gesessen. Jetzt will er ein neues Leben beginnen. Während er in der betreuten Wohngemeinschaft im trostlosen Mühlheim Fuß zu fassen versucht, spürt er, wie sein brutaler Trieb langsam wieder in ihm aufsteigt. Dann trifft er die 27-jährige Nettie, die sich nach jahrelangem psychischen Martyrium endlich von ihrem Vater gelöst hat. Vorsichtig und argwöhnisch beginnen die beiden eine Liebesbeziehung ...
Quelle: Studiocanal
Audiokommentar von Regisseur Matthias Glasner und Schauspieler/Ko-Autor/ Ko-Produzent Jürgen Vogel, Ausführliche Interviews mit dem Regisseur und den Hauptdarstellern Jürgen Vogel und Sabine Timoteo, Geschnittene Szenen mit optionalem Audiokommentar vom Regisseur, Filmografien, Fotogalerien, Auszeichnungen, Trailer
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Jürgen Vogel | als Theo Stoer | |
|---|---|---|---|
| Sabine Timoteo | als Nettie Engelbrecht | ||
| Manfred Zapatka | als Claus Engelbrecht | ||
| André Hennicke | als Sascha | ||
| Judith Engel | als Anja Schattschneider | ||
| Anna Brass | als Frau in den Dünen | ||
| Anne-Kathrin Golinsky | als Kaufhausverkäuferin | ||
| Maya Bothe | als Frau im Hinterhof | ||
| Frank Wickermann | als Michael | ||
| Anna de Carlo | als Kellnerin | ||
| Regie: | Matthias Glasner | ||
| Buch: | Matthias Glasner | ||
| Jürgen Vogel | |||
| Judith Angerbauer | |||
| Kamera: | Matthias Glasner | ||
| Produzent: | Christian Granderath | ||
| Frank Döhmann | |||
| Matthias Glasner | |||
| Jürgen Vogel | |||
Der freie Wille (2 DVDs) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Audiokommentare, Interviews, Entfallene Szenen, Filmografien, Bildergalerien, Auszeichnungen, Trailer
Audiokommentar von Regisseur Matthias Glasner und Schauspieler/Ko-Autor/ Ko-Produzent Jürgen Vogel, Ausführliche Interviews mit dem Regisseur und den Hauptdarstellern Jürgen Vogel und Sabine Timoteo, Geschnittene Szenen mit optionalem Audiokommentar vom Regisseur, Filmografien, Fotogalerien, Auszeichnungen, Trailer
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Manfred Zapatka
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