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Kaufvideo
Erhältlich seit:
21.01.2010
Originaltitel: The General
Irland/Großbritannien 1998
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12
Brendan Gleeson
Adrian Dunbar
Sean McGinley
Regie: John Boorman
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Welcome back, John Boorman: Nach einer mehr als ein Jahrzehnt währenden Zeit der Orientierungslosigkeit kehrt der britische Filmveteran mit dem filmisch überwältigenden Porträt des legendenumrankten irischen Gangsters Martin Cahill zu seinen Wurzeln und damit zu alter Stärke zurück. Gefilmt in expressiven, penibel komponierten Schwarzweiß-Breitwandbildern, weckt Boorman mit seinem ungeschminkten Biopic Erinnerungen an britische Crimemovies der sechziger Jahre und findet mit Cahill erstmals in der Realität eine jener widersprüchlichen Figuren, die er bei der mittlerweile drei Jahrzehnte währenden Suche nach archetypischen (Anti-)Helden in Filmen wie "Point Blank", "Zardoz" oder "Excalibur" mit Gusto zelebrierte.
Am Anfang steht das unvermeidliche Ende: Als Cahill in sein Auto steigt, wird er von den Kugeln eines IRA-Killers zerfetzt - der gewalttätige Schlußpunkt einer 40jährigen Karriere als Verbrecher, in denen der exzentrische Cahill die Behörden nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumführte. In groben Strichen, und ohne den einzelnen Szenen eine zeitliche Zuordnung zu geben, führt Boorman mühelos durch die einzelnen Stationen im Leben des obsessiven Indivualisten, der stets nur nach eigenen Regeln zu leben schien. Auf seiner Spielwiese Dublin etabliert sich Cahill schnell als Verbrecher mit einem ausgeprägten Sinn für spitzbübischen Humor. Als seine Frau und ihre Schwester, mit denen Cahill eine unerhörte, sehr zärtlich dargestellte Dreiecksbeziehung verbindet, beispielsweise in ein Haus ziehen wollen, zahlt er 80.000 Pfund als Anzahlung auf der Bank ein, nur um sie unmittelbar danach auszuräumen. Von Anfang an schwingt in allen kriminellen Unternehmungen ein soziales Bewußtsein und, mehr noch, eine tiefe Verachtung für alle Autoritäten, die sich im Lauf der Jahre immer mehr verstärken und zu einem Katz-und-Mausspiel mit der Polizei, insbesondere des väterlichen Beamten Sergeant Kenny (Jon Voight, der mit Boorman schon an "Beim Sterben ist jeder der erste" arbeitete), ausarten, in dem sich beide Seiten nichts schenken. Der Druck von Behördenseite zeigt Wirkung: Der latente Verfolgungswahn des "Generals" wächst sich zur Paranoia aus, und als er auch noch die IRA gegen sich aufbringt, ist sein Schicksal besiegelt.
Ebenso wenig, wie er bereit ist, nach altbekannten Genreregeln zu spielen, verweigert Boorman in seinem kleinen Krimi-Brevier des zivilen Ungehorsams auch geschickt die Mythifizierung seiner Titelfigur. Weder ist dieser Cahill, wie er von einem wunderbaren Brendan Gleeson zumeist mit vor dem Gesicht gehaltener Hand brillant dargestellt wird, in Boormans stilisiertem Porträt ein gemütliches irisches Rauhbein, noch ein kaltblütiger Gangster, sondern ein von Widersprüchen zerrissener Mann mit psychopathischen Zügen, der mit der gleichen Leichtigkeit zu großzügigen Gesten neigt wie er einen Weggefährten aufgrund geringer Verdachtsmomente an den Händen an einem Billardtisch festnagelt, nur um dann gleichgültig den Irrtum einzugestehen. Ein faszinierender Film, ein mutiges Porträt, das die Energie von "Trainspotting" hat, aber auf die Erfahrung eines Regiealtmeisters zurückgreifen kann, der das Medium Film beherrscht und auf seine alten Tage nicht mehr bereit ist, einfache Antworten auf komplexe Fragen zu geben. ts.
Berüchtigt wegen seiner schonungslosen Härte den eigenen Männern gegenüber, berühmt für seine tolldreisten Raubzüge, steigt Martin Cahill in der 1980er Jahren zur Unterweltgröße auf. "Der General", wie er von Freund und Feind genannt wird, legt sich dabei nicht nur mit Polizei, Staat und Kirche an, sondern gerät zunehmend in die Schusslinie der IRA.
Quelle: Studiocanal
Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Original-Kinotrailer (Deutsch/Englisch); Alle Filme der Arthaus Collection British Cinema im Überblick
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Brendan Gleeson | als Martin Cahill | |
|---|---|---|---|
| Adrian Dunbar | als Noel Curley | ||
| Sean McGinley | als Gary | ||
| Maria Doyle Kennedy | als Frances | ||
| Angeline Ball | als Tina | ||
| Jon Voight | als Inspector Ned Kenny | ||
| Eanna MacLiam | |||
| Tom Murphy | |||
| Paul Hickey | |||
| Tommy O'Neill | |||
| John O'Toole | |||
| Ciarán Fitzgerald | |||
| Ned Dennehy | |||
| Vinny Murphy | |||
| Roxanna Williams | |||
| Eamonn Owens | |||
| Colleen O'Neill | |||
| Regie: | John Boorman | ||
| Buch: | John Boorman | ||
| Musik: | Richie Buckley | ||
| Kamera: | Seamus Deasy | ||
| Produzent: | John Boorman | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Trailer, Booklet
Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Original-Kinotrailer (Deutsch/Englisch); Alle Filme der Arthaus Collection British Cinema im Überblick
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Brendan Gleeson
Der wuchtige Ire Brendan Gleeson war bereits 35 Jahre, als er sich 1989 entschloss, nach zehn Jahren Arbeit als Lehrer in Dublin die...
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Adrian Dunbar
Hochgewachsen, schlaksig, aber mit jener Windigkeit, die Überlebenskünstler auszeichnet, und mit der langen Hakennase "The Winds of Change"...
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