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Der Guru

Disney-Komödie um einen materialistischen Programmdirektor, der sich durch einen Guru zum besseren Menschen wandelt.


Der Guru

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.12.1999

Originaltitel: Holy Man

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 109 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Eddie Murphy
Jeff Goldblum
Kelly Preston

Regie: Stephen Herek
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Der Guru

Als der obdachlose "G" direkt vor Rickys Auto einen Hitzschlag erleidet, läßt sich der erfolglose Programm-Chef eines kleinen Teleshopping-Senders von seiner Kollegin Kate dazu überreden, den Mann ins Krankenhaus zu bringen. Am nächsten Tag steht "G", vor Dankbarkeit überquellend, urplötzlich im Studio. Erneut bringt es Ricky nicht übers Herz, den Wandersmann zum Teufel zu jagen - zum Glück, denn der komische Heilige entpuppt sich als Verkaufskanone und sorgt für die für Ricky dringend notwendigen Rekordumsätze...

Nach Peter Weir ("Truman Show") und Gary Ross ("Pleasantville") nimmt nun auch Stephen Herek ("101 Dalmatiner") die heile Fernsehwelt aufs Korn. Dabei interessieren ihn und Drehbuchautor Tom Schulman ("Der Club der toten Dichter") aber nicht das Verhältnis von Schein und Sein, sondern die perverse Lust des Kaufens - Geldausgeben wird hier als das einzig wahre Glücksgefühl der 90er entlarvt. Getragen wird "Der Guru" von der unglaublichen Präsenz Eddie Murphys, der beeindruckend sicher auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Ernst balanciert. Ebenso witzige wie intelligente Satire.

Der Guru

Seit seinem phänomenalen Comeback mit "Der verrückte Professor" segelte Eddie Murphy nach einem anhaltenden Karrieretief wieder obenauf. Doch die sich auch ernsthaft mit spirituellen Fragen beschäftigende Disneykomödie "Holy Man" bescherte ihm jetzt mit einem Wochenendeinspiel von lediglich 5,1 Mio. Dollar einen der bescheidensten Starts seiner Laufbahn. Zwar portraitiert Murphy den Titelcharakter, nimmt jedoch lediglich zweitrangige Rolle ein. Der Fokus ist auf Jeff Goldblum

("Jurassic Park") gerichtet, der sich durch Charakter-Yoga vom egoistisch-materialistischen Programmdirektor eines Home Shopping-Senders zum besseren Menschen entwickelt.

Die Inszenierung geht auf das Konto von Stephen Herek (" 101 Dalmatiner"), der mit einem Drehbuch vom "Der Club der toten Dichter"-Drehbuchautor Tom Schulman arbeitete. Schulman zeichnet zudem für das Drehbuch der gefloppten schwarzen Komödie "8 Heads In A Duffle Bag" verantwortlich, was ihm wie Herek einen Background von sowohl humor- als auch anspruchsvollerem Material verleiht. In "Holy Man" versuchen sie diese beiden Ambitionen unter einem Heiligenschein zu vereinen und das Ergebnis ist

filmisch weder Fisch noch Fleisch. Der Erzählton schwankt oftmals ein wenig unentschlossen zwischen Satire, Gesellschaftskritik, New-Age-Weisheiten und Love-Story, es bildet sich kein homogenes Ganzes. Der größten Fehltritt ist jedoch, Komikkanone Murphy die zweite Geige zuzuweisen. Glatzköpfig und mit schimmerndem Rehblick wandert er als der spirituelle Pilgrim G mitten auf einem dichtbefahrenen Highway Miamis in das Leben von TV-Direktor Ricky Hayman (Goldblum) und der Marketinganalystin Kate Newell (Kelly Prestons unvorteilhafte Kostüme fallen ins Auge). Hayman steht kurz davor, seinen Job zu verlieren, doch mit der Hilfe Gs, wendet sich alles lukrativ zum Guten. Denn G versteht die tieferen Bewußtsseinsschichten der Zuschauer anszusprechen, und obwohl er sich gegen Materialismus und für

Nächstenliebe ausspricht, steigen die Verkaufszahlen in göttliche Höhen. G macht den ganzen Konsumzirkus aus Freundschaft für Hayman mit und dieser versucht ihn mit einer Lüge vom weiterwandern abzuhalten. Damit verscherzt sich Hayman die Zuneigung der gewissenhaften Kate, und sein Leben steht am Scheidepunkt.

Die Szenen beim Shopping-Kanal liefern erwartungsgemäße Satirezielscheiben von doppeldeutig angepriesenen Waschmittel-Eiern hin zu Morgan Fairchild am elektrischen Facelift-Gerät. Murphy gibt einen erstaunlich glaubwürdigen Guru ab, der gekonnt kindlichen Schalk und salbungsvolles Gebaren kombiniert. Da der Prophet im eigenen Land bekannterweise nichts gilt, bleibt abzuwarten ob

der botschaftsgeladenen Komödie im Ausland mehr Erfolg beschert sein wird. ara.

Darsteller:  Eddie Murphy   als G.
  Jeff Goldblum   als Ricky Hayman
  Kelly Preston   als Kate Newell
  Robert Loggia   als John McBainbridge
  Jon Cryer   als Barry
  Eric McCormack   als Scott Hawkes
  Sam Kitchin   als Control Room Director
  Robert Small   als Assistant Director
  Marc Macaulay   als Brutus
  Morgan Fairchild  
  Nino Cerruti  
 
Regie:  Stephen Herek  
Buch:  Tom Schulman  
Musik:  Alan Silvestri  
Kamera:  Adrian Biddle  
Produzent:  Roger Birnbaum  
  Stephen Herek  
 

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