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Der Hals der Giraffe

Die 9-jährige Mathilde will mit Hilfe ihres Opas ihre seit langem verschollene Oma finden.


Der Hals der Giraffe

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.02.2008

Originaltitel: Le cou de la girafe

Drama

Frankreich/Belgien 2003
Laufzeit: 83 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sandrine Bonnaire
Louisa Pili
Claude Rich

Regie: Safy Nebbou
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Die neunjährige Mathilde will mithilfe ihres Opas ihre seit langem verschollene Oma finden.

Mathilde hat sich in den Kopf gesetzt, ihre Oma zu finden (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Mathilde hat sich in den Kopf gesetzt, ihre Oma zu finden (Foto: Schwarz-Weiss)

Mathilde (Louisa Pili) lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter (Sandrine Bonnaire) zusammen und entdeckt eines Tages einen Packen Briefe von ihrer Großmutter an den Großvater (Claude Rich), die der aus verletztem Stolz nie geöffnet hat, weil seine Frau mit seinem Freund durchgebrannt war. 30 Jahre ist das nun her, und die Kleine will wissen, was wirklich passiert ist.

Nachts marschiert sie heimlich los und holt den betagten Mann aus dem Altersheim, um sich mit ihm auf die Suche nach der Großmutter zu machen. Gemeinsam spüren sie der Vergangenheit nach und werden bald von Mathildes besorgter Mutter eingeholt, die ihrem Vater das jahrzehntelange Schweigen nicht verzeihen kann.

Hélène hat mit ihrem Vater noch ein paar Fragen offen (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Hélène hat mit ihrem Vater noch ein paar Fragen offen (Foto: Schwarz-Weiss)

Kleine Reise zurück

Safy Nebbous Reise in die Vergangenheit besticht durch die leichte Erzählweise und den schwebenden Rhythmus, was im Verbund mit betörenden Landschaftsaufnahmen und der Musik Pascal Caignes an die Filme von Eric Rohmer erinnert. Vor allem aber lebt Nebbous Debüt von seinen Figuren und den hervorragenden Schauspielern, allen voran Sandrine Bonnaire.

Der Hals der Giraffe

Ein "Familiengeheimnis" führt Großvater, Tochter und Enkelin auf eine Reise der Erinnerung von Paris bis in die spanischen Pyrenäen.

Die einfachen und komplizierten Dinge des Lebens werden hier durch den Blickwinkel einer Neunjährigen betrachtet - die Lügen der Erwachsenen, die Schmerzen der Erinnerung, das Verdrängen von Gefühlen. Mathilde lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen und entdeckt eines Tages einen Packen Briefe von ihrer Großmutter an den Großvater, die der aus verletztem Stolz nie geöffnet hat, weil seine Frau mit seinem Freund durchgebrannt war. 30 Jahre ist das her und die Kleine will wissen, was wirklich passierte. Nachts marschiert sie heimlich los und holt den betagten Mann aus dem Altersheim, um sich mit ihm auf die Suche nach der Großmutter zu machen. Gemeinsam spüren sie der Vergangenheit nach und werden bald von Mathildes besorgter Mutter eingeholt, die ihrem Vater das jahrzehntelange Schweigen nicht verzeihen kann und sich allein mit dem Töchterchen auf die verschlungenen Wege zur Verschollenen macht, an deren Ende ein Wiedersehen steht, aber ganz anders als erwartet.

Das Regiedebut von Safy Nebbou, der sich auf das Verhältnis unterschiedlicher Generationen und Patchwork-Identitäten fokussiert, ist ein Film von großer Zärtlichkeit. Behutsam nähert sich Nebbou der Einsamkeit und der Unschuld eines Kindes, der Zerrissenheit einer Familie, der Verhärtung der Seele. Es ist Tragödie eines Mannes, der aus falsch verstandenem Stolz seiner Tochter die Mutter vorenthielt, der Enkelin die Großmutter und zu spät lernt, sich der Trauer um eine verlorene Liebe zu stellen. Erst durch die Begegnung mit dem früheren Liebhaber seiner Frau, der sich kaum noch an die Affäre erinnert, wird ihm sein kindisches Verhalten klar, welches nicht nur sein Leben zerstörte, sondern die vertraute Gemeinsamkeit einer Familie. Ein Glücksgriff ist die Besetzung: Sandrine Bonnaire als Mutter, die in allen Situationen funktionieren will und sich keine Pause gibt, bis sie vor ihren Emotionen kapituliert, Claude Rich, der als Großvater seine Ängste überwindet und "à la recherche du temps perdu" spät zu sich selbst findet und Louisa Phil als neugieriges Mädchen, das die Geschichte vorantreibt. mk.

Darsteller:  Sandrine Bonnaire   als Hélène
  Louisa Pili   als Mathilde
  Claude Rich   als Paul
  Darry Cowl   als Léo
  Philippe Leroy   als Maxime
  Maurice Chevit   als Maurice
  Monique Melinand   als Madeleine
  Marie Mergey   als Émelie
  Geneviève Rey-Penchenant   als Marguerite
  Paul Pavel   als M. Achraf
  Françoise Jamet   als Lucie
 
Regie:  Safy Nebbou  
Buch:  Safy Nebbou  
  Danièle Thompson  
Musik:  Pascal Gaigne  
Kamera:  Romain Winding  
Produzent:  Charles Gassot  
 

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