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Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Spektakuläres Mittelstück der Tolkientrilogie, die mit neuen Figuren, Kreaturen und Schauplätzen die Schlacht um Mittelerde in alter Top-Qualität fortsetzt.


Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.08.2003

Originaltitel: The Lord of the Rings II: The Two Towers

Fantasy

USA/Neuseeland 2002
Laufzeit: 172 Min.
FSK: ab 12

Elijah Wood
Sir Ian McKellen
Liv Tyler

Regie: Peter Jackson
Warner Home Video Germany

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Die grandiose Fortsetzung von J.R.R. Tolkiens epischer Fantasysaga führt auch auf DVD den verzweifelten Kampf um Mittelerde weiter.

Verfolgt von den Schergen Saurons: Sam und Frodo tragen immer noch den Ring (Foto: Warner) Großansicht

Verfolgt von den Schergen Saurons: Sam und Frodo tragen immer noch den Ring (Foto: Warner)

Die Gemeinschaft des Rings ist zerbrochen, die Gefährten getrennt. Gandalf stürzte in die schwarzen Tiefen von Moria. Frodo und Sam irren allein mit dem Einen Ring durch Mordor.

Aragorn, Legolas und Gimli versuchen Pippin und Merry zu befreien, die sich in den Händen der menschfressenden Orks von Saruman befinden. Kurz: Die Lage ist verzweifelt.

Gibt es noch Hoffnung? Diese zentrale Frage stellt sich während der gesamten 172 Minuten des zweiten Teils von Peter Jacksons furioser Tolkien-Verfilmung.

Boromirs Bruder Faramir schlägt sich auch auf die Seite der Beschützer des Ringes (Foto: Warner) Großansicht

Boromirs Bruder Faramir schlägt sich auch auf die Seite der Beschützer des Ringes (Foto: Warner)

Dunkle Zeiten brechen an

Und da der Mittelteil einer Trilogie - ohne eigentlichen Anfang und Ende - immer der schwierigste ist, tut Jackson das einzig Richtige: Atemlos treibt er die parallel verlaufenden Handlungsstränge voran, schickt Rohans Reiter in gnadenlose Gefechte gegen die Orks, lässt uralte Waldwesen, die Ents, gen Isengard marschieren und Sarumans gigantische Ork-Heerscharen zum Sturm auf das menschliche Königreich Rohan aufpeitschen.

Zugleich müssen sich Frodo und Sam mit dem verschlagenen Gollum anfreunden, dem besten CGI-Charakter aller Zeiten, während die Macht des Rings immer größer wird. Der Höhepunkt ist jedoch zweifellos der Showdown in der Hornburg, wo sich in einer fulminanten Schlacht - vorläufig - das Schicksal von Rohan und ganz Mittelerde entscheidet.

Saruman bereitet den Sturm auf Rohan vor (Foto: Warner) Großansicht

Saruman bereitet den Sturm auf Rohan vor (Foto: Warner)

Das Finale naht

Ebenso kolossal wie das düstere Epos im Kino daherkam, weiß auch die DVD-Version zu überzeugen. Mit umfassendem Bonusmaterial wird dem Zuschauer Einblick hinter die Kulissen der Produktion in Neuseeland gegeben. Man findet unter anderem in zwei Dokumentationen ausführliches Hintergrundmaterial zur Entstehung des Films.

Als besonderes Bonbon ist noch der Kurzfilm "The Long and Short of It" samt Making of enthalten. Mit acht Dokumentationen über die Schauplätze und die Bewohner von Mittelerde taucht man noch weiter in das gigantische Universum von Tolkien ein.

Und für die, die es gar nicht mehr erwarten können, ist auch noch eine exklusive Preview auf Teil drei, "Die Rückkehr des Königs", mit dabei!

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Massen stauen sich, in wogende Reihen gedrängt, bis zum Horizont. Füße stampfen rhythmisch in Ungeduld und fordern Einlass. Ungebändigte Erwartung sammelt sich, formiert sich zu infernalischem Getöse, das an die Mauern brandet. Noch sind das Szenen aus dem Kino, vermutlich aber auch bald davor, wenn die Fans des Herrn der Ringe zum Sturm auf das zweite Abenteuer der Tolkien-Trilogie blasen. Es wird eine friedliche Besetzung sein, denn enttäuschte Gesichter kann es bei der Schlacht um den größten Kinohit des Jahres nicht geben. Kongenial in seiner visuellen und erzählerischen Kraft setzt der Nachfolger den Vorgänger fort, stellt neue Figuren, Kreaturen und Schauplätze vor und kommt nach knapp drei Stunden Überwältigungskino zu einem Ende, das für viele wieder zum Anfang wird - um diese Tour durch Mittelerde erneut zu wagen, denn die zwei Türme sind nah, die Wiederkehr des Königs aber noch ein Jahr entfernt.

Wer sich so lange mit Erinnerungen bescheiden musste, aufgefrischt von luxuriösen DVD-Gedächtnishilfen, hat Erwartungen in alpiner Höhe. Dessen ist sich Regisseur Peter Jackson bewusst, der schon in den ersten Bildern den Zuschauer packt, ihn zu Gandalf mitnimmt in den endlosen Schlund, um den Kampf mit dem Balrog fortzusetzen und die Saat für das Comeback des Zauberers zu säen. Von diesem Punkt an zersplittert Tolkiens chronologische Dramaturgie in drei parallele Handlungsstränge. Im ersten folgen wir den Hobbits Frodo und Sam auf dem Weg nach Mordor und im Kampf gegen die Versuchung des Rings. Im zweiten sehen wir das Auenland-Duo Merry und Pippin, die sich aus der Gefangenschaft der Uruk-hais befreien und mächtige Baumhirten kontaktieren, die für die Befreiung Mittelerdes motiviert werden müssen. Schließlich beobachten wir das Streicher-Trio um Aragorn, Gimli und Legolas, das den König von Rohan vom Einfluss Sarumans befreit und sich mit seinem Volk in der Felsenfestung von Helms Klamm vor einer riesigen Meute von Uruk-hais verschanzt. Neue Figuren werden vorgestellt, wie Faramir von Gondor, der wie sein Bruder Boromir vom Ring geprüft wird, wie Eomer, der Königsneffe von Rohan, oder seine Schwester Eowyn (Miranda Otto), die mit Aragorn gern um die Häuser streichen möchte, aber noch eine Konkurrentin im Reich der Elben hat. Die Auftritte von Liv Tyler und Cate Blanchett sind Miniaturen nur in diesem atemlosen Abenteuer, das von Schauplatz zu Schauplatz zappt, in den Szenen selbst aber hektische Montage meidet. Trotz der opulenten Laufzeit spürt man die Fesseln, an die Jackson gebunden ist. Szenen, mit denen sich andere Filme brüsten würden, wie Eomers Angriff auf die Uruk-hais oder Faramirs Attacke auf Saurons Olifantentruppe, sind hier gekürzte Randereignisse. Bildschöne Tableaus, wie etwa das Lager der Uruk-hais im Bann des Abendnebels, stehen nur Sekunden, wie auch die Schönheiten Neuseelands, die sich allerdings in größerer Vielfalt als im Vorgänger zeigen dürfen. Nie lässt sich Jackson von der Macht der Bilder überwältigen, auch wenn man sich das manchmal vielleicht wünschen würde. Die Geschichte und Entwicklung der Charaktere bleiben im Vordergrund. In den einzelnen Gruppen verändert sich die Hierarchie, wird Aragorn zum unbestrittenen Führer und Sam zum Gewissen Frodos. Die Stars des Films aber kommen aus dem Computer. Baumbart zum Beispiel, der Baumhirte, der reich ist an Zeit und Jahresringen, vor allem aber Gollum, dessen Animation und Interaktion mit den Realfiguren tricktechnisch konkurrenzlos ist. Jackson weiß, dass in dieser Figur das Ringen zwischen Gut und Böse komprimiert ist, macht ihre Persönlichkeitsspaltung zu einem Hauptthema und Gollum zu einer Kreatur, die man fürchten und bedauern kann. Wie ein Uhrwerk marschiert der Film auf seinen Höhepunkt zu, lässt Ringgeister auf Flugdrachen patrouillieren und Orks auf Wargen, monströsen Raubtiermutanten, die Gefährten attackieren. Nach etwa 130 Minuten gibt die Regie das Signal für die Schlacht in Helms Klamm, die das antike Kräfteverhältnis zwischen Spartanern und Persern an den Thermopylen spiegelt. Will man Jackson einen Vorwurf machen, dann den der Zersplitterung dieser unglaublichen Sequenz durch die Montage. Im Unterschied zum Buch setzt er sie ans Ende, wechselt aber in einer Art cineastischen Konferenzschaltung zu anderen Schauplätzen. Das schmälert zwar die Wucht des Finales, aber nicht den Gesamteindruck des Films, der den gewaltigen Erfolgsdruck nicht fürchten muss. Die Massen werden kommen und niemand wird hungern müssen. kob.

Darsteller:  Elijah Wood   als Frodo Beutlin
  Sir Ian McKellen   als Gandalf
  Liv Tyler   als Arwen
  Viggo Mortensen   als Aragorn
  Sean Astin   als Sam
  Cate Blanchett   als Galadriel
  John Rhys-Davies   als Gimli
  Bernard Hill   als König Theoden von Rohan
  Christopher Lee   als Saruman
  Billy Boyd   als Pippin
  Dominic Monaghan   als Merry
  Orlando Bloom   als Legolas
  Hugo Weaving   als Elrond
  Miranda Otto   als Eowyn aus Rohan
  David Wenham   als Faramir
  Brad Dourif   als Grima Schlangenzunge
  Andy Serkis   als Gollum/Smeagol
  Karl Urban   als Eomer
  Bruce Hopkins   als Gamling
  Nathaniel Lees   als Uglúk
 
Regie:  Peter Jackson  
Buch:  Fran Walsh  
  Philippa Boyens  
  Stephen Sinclair  
  Peter Jackson  
Musik:  Howard Shore  
Kamera:  Andrew Lesnie  
Produzent:  Peter Jackson  
  Barrie M. Osborne  
  Fran Walsh  

"Der kleine Hobbit" schon im Januar?

Sir Ian McKellen prophezeit mal wieder einen Drehtermin für "The Hobbit". Und Martin Freeman, eben noch als Bilbo Beutlin raus gewesen, scheint wieder im Rennen.

Noch müssen wir auf Gollum in "The Hobbit" warten. (Foto: Warner) Großansicht

Noch müssen wir auf Gollum in "The Hobbit" warten. (Foto: Warner)

Das Wirrwarr um die "Der Herr der Ringe"-Vorgeschichte "The Hobbit" nimmt vielleicht doch bald ein Ende: Wie Gandalf-Darsteller Sir Ian McKellen jetzt gegenüber "The Bolton News" andeutete auf, könnte die erste Klappe für "Der kleine Hobbit" im Januar 2011 fallen. Weiterhin sieht es nun ganz so aus, als ob vielleicht doch ein Hauptdarsteller gefunden wäre.

Vor einigen Tagen erst wurde vermeldet, dass Martin Freeman, der als Bilbo Beutlin vorgesehen war, nicht mitspielen kann: Der Drehplan hätte sich mit einem bereits zugesagten Projekt von Freeman gekreuzt. Nun heißt es, dass Freeman sehr wohl noch im Rennen sei. Das Studio habe ihm ein Angebot mit verändertem Drehplan gemacht, damit er beide Sachen gleichzeitig erfüllen könnte.

"Der kleine Hobbit" kommt - nur keiner weiß, wann

Was das nun für "The Hobbit" bedeutet, werden wir sehen. Immerhin überschlagen sich die Meldungen seit Bekanntwerden der Verfilmung und jedes Mal hatten die Fans die Hoffnung, dass nun alles geklärt sei. Bisher vergebens. Erst schmiss Regisseur Guillermo Del Toro hin, dann kam Peter Jackson als Nachfolger ins Gespräch, schließlich reichte das Geld nicht mehr und das Thema Drehbeginn wurde ein Fass ganz und gar ohne Boden. Es bleibt also eine Überraschung, wann und wie J.R. Tolkiens Abenteuer vom Kleinen Hobbit samt seiner legendären Zwergen- und Zauberwelt auf die Leinwand kommen.

 

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