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Kaufvideo
Erhältlich seit:
11.01.2001
Originaltitel: The Craft
USA 1996
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16
Robin Tunney
Fairuza Balk
Neve Campbell
Regie: Andrew Fleming
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Auf der Suche nach einer neuen, zugkräftigen Kino-Formel für ein junges Publikum spinnt der Regisseur Andrew Fleming aus Highschool-Drama, Brat-Pack-Komödie und Horrorfilm ein äußerst unterhaltsames Garn zusammen, das mit einem guten Trailer und entsprechendem Marketing einen soliden Sommererfolg nach sich ziehen dürfte.
Tatsächlich schien sich Fleming schon allein von seiner Filmografie her als Regisseur für den als übernatürlichen Teenager-Thriller strukturierten "Hexenclub" anzubieten: Flemings Erstling war der Horrorfilm "Vision der Dunkelheit", sein zweiter Film die relativ erfolgreiche College-Beziehungskomödie "Einsam, zweisam, dreisam". Elemente aus beiden Produktionen finden sich nun in "Der Hexenclub", der die Geschichte von vier Mädchen erzählt, die aus verschiedenen Gründen keinen Anschluß in ihrer Schule finden und sich als Außenseiter-Kleeblatt zu einem Hexenzirkel zusammenschließen. Das fehlende Mitglied im Bunde finden die verbitterte Punkgöre Nancy (Fairuza Balk), die unter ihren Brandnarben leidende Bonnie (Neve Campbell) und die wegen ihrer Hautfarbe ausgegrenzte Schwarze Rochelle (Rachel True) in dem verschlossenen Neuankömmling Sarah (Robin Tunney). Auf der Suche nach eigenem Selbstbewußtsein experimentieren die vier mit schwarzer Magie und entdecken alsbald, daß der Zauber auch wirkt. Die Rache an einigen der verhaßten Klassenkameraden geht einher mit dem Aufblühen der Mädchen als nun plötzlich sehr begehrenswerte Frauen.
Die erste Hälfte des Films ist ganz dem Zelebrieren dieser Frauwerdung gewidmet. Fleming schweißt die vier Außenseiterinnen als Freunde zusammen und läßt ihnen mittels Zaubersprüchen aus dieser Freundschaft die nötigen Kräfte erwachsen, es mit ihrer feindseligen (weil bürgerlich-normalen) Umwelt aufzunehmen. Anleihen bei den John-Hughes-Filmen der frühen 80er Jahre sind in diesen Szenen unverkennbar und sehr gelungen. Offensichtlich hat sich auch das Hexen-Bild im Kino seit "Der Exorzist" deutlich gewandelt: Übernatürliche Kräfte sind hier nicht im katholischen Sinne Teufelswerk, sondern die Gabe einer (fiktiven) New-Age-Gottheit namens "Manon".
Was jedoch als erfrischendes, in Anbetracht des Genres beinahe schon subversives Wahrwerden von Teenager-Träumen beginnt, wandelt sich schnell zu repressiveren und gruseligeren Horrorszenarien, als die schwarze Magie auf die Junghexen zurückfällt. Geblendet von ihren neuen Fähigkeiten hören die drei anderen nicht auf Sarahs Warnungen und wenden sich feindselig gegen sie. Nach einem von alptraumhaften Zweikämpfen inmitten allerlei feuchten und krabbeligen Getiers begleiteten Finale besiegt Sarah, in deren Adern das Blut einer Mutterhexe fließt, schließlich ihre Gegnerinnen. Das wird, was Grusel und Spezialeffekte betrifft, zweifellos allen Erwartungen gerecht, wirkt aber auf den zweiten Blick als Botschaft reichlich konserativ: Das Streben der aus der Gesellschaft der Schönen und Erfolgreichen Ausgeschlossenen nach Anerkennung und Einfluß wird mit Entmachtung und Wahnsinn bestraft. Nicht, daß sich ein junges Publikum daran stören wird: "Der Hexenclub" bietet ganz sicher genügend Kurzweil und schmissige Popsongs, um seine Zuschauer aus den heißen Klassenzimmern ins kühle Kino zu locken. evo.
| Darsteller: | Robin Tunney | ||
|---|---|---|---|
| Fairuza Balk | |||
| Neve Campbell | |||
| Rachel True | |||
| Skeet Ulrich | |||
| Helen Shaver | |||
| Cliff De Young | |||
| Christine Taylor | |||
| Assumpta Serna | |||
| Regie: | Andrew Fleming | ||
| Buch: | Peter Filardi | ||
| Andrew Fleming | |||
| Musik: | Graeme Revell | ||
| Kamera: | Alexander Gruszynski | ||
| Produzent: | Douglas Wick | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindu, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Trailer, Filmdokumentation, Outtakes, Regiekommentar, Soundtrack, Filmografien Schauspieler und Regisseur
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