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Der Junge im gestreiften Pyjama

Sensible Bestsellerverfilmung über den jungen Sohn eines KZ-Kommandanten, der mit einem jüdischen Jungen Freundschaft schließt.


Der Junge im gestreiften Pyjama

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Erhältlich seit:
06.10.2011

Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas

Drama

USA/Großbritannien 2008
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Asa Butterfield
Jack Scanlon
Amber Beattie

Regie: Mark Herman
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Der Junge im gestreiften Pyjama

Als Bruno Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, einem Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt. Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft.

Weil jede Figur modellhaft etwas repräsentiert - Ideologien, Verhaltensmuster, Charaktertypen - wirkt die Verfilmung von John Boynes Bestseller mitunter etwas plakativ und didaktisch. Aber um Lernen geht es auch, um einen Zugang, den gerade junge Zuschauer zu einem Thema finden sollen, das eine kontinuierliche Auseinandersetzung erfordert. Und diesen macht Mark Hermans sechster Film mit einer ungewöhnlichen Perspektive möglich, die von außen und aus Kinderaugen einen Blick auf das Grauen des systematischen Massenmords wirft.

Der Junge im gestreiften Pyjama

Sensibles, allegorisches Drama über zwei Jungen, die über den Zaun eines Konzentrationslagers hinweg Freundschaft schließen.

Am Anfang glaubt man sich in John Boormans "Hope & Glory", wenn Kinder mit ausgestreckten Armen durch die Straßen Berlins schwärmen, als wären sie Reichsflieger und die Dramen des Kriegs nur ein Spiel. Hier, Anfang der Vierzigerjahre, berühren sich die Welten der Täter und Opfer kaum, denn es ist Alltag, wenn Lastwagen Juden aufsammeln und verschwinden lassen. Dass es für immer ist, weiß ein parteitreuer Nazioffizier (David Thewlis). Denn er soll auf dem Land ein Lager leiten, das den Tod systematisch und grausam organisiert. Während die Frau des Kommandanten (Vera Farmiga) glaubt oder sich einredet, dass hier gearbeitet und nicht gestorben wird, hält ihr achtjähriger Sohn Bruno das umzäunte Areal für einen Bauernhof, auf dem die Arbeiter eigenartigerweise "Schlafanzüge" tragen. Weil ihm Freunde fehlen und Verbote für Kinder Verführung bedeuten, bricht Bruno das Tabu und erforscht den von einem Waldstück getrennten Komplex jenseits des Hauses. Hinter Stacheldraht findet er den gleichaltrigen jüdischen Jungen Shmuel, der nicht versteht, warum er hier ist, aber doch weiß, dass Brunos Einschätzung, hier sei alles ein großes Abenteuer, nicht seiner Realität entspricht. Zwischen den Kindern entwickelt sich eine Freundschaft, deren Unschuld die Hoffnung repräsentiert, weil die Lügen des Kriegs und des instrumentalisierten Hasses bei ihnen keinen fruchtbaren Boden finden. Im Unterschied zu Brunos Schwester, die bereits von Hitler und einem jungen Leutnant träumt, der für den Modellnazi steht wie Brunos Vater für Mensch und Monstrum und Brunos Mutter für die Frage, ob Wahrheit verdrängt oder nicht erfahren wurde. Etwas plakativ und didaktisch wirken die Rollenzuweisungen, weshalb auch der Lehrer Brunos ein zynischer Antisemit und der Gehilfe aus dem Lager ein gütiger Arzt ist. Fraglich ist auch, ob ein tragisches Finale wie dieses ein Begleitgewitter wirklich nötig hat. Trotzdem verfehlt Mark Hermans Verfilmung von John Boynes Bestseller ihre Wirkung nicht. Denn die Perspektive von außen und aus Kinderaugen auf das Grauen ist ungewöhnlich und gerade für junge Zuschauer als Köder wichtig, sich mit einer Vergangenheit auseinanderzusetzen, in der auch Naivität und Nichtwissen den gewaltsamen Tod von Millionen überhaupt erst möglich machte. kob.

Der Junge im gestreiften Pyjama

Bruno ist der achtjährige Sohn eines Offiziers aus dem Dritten Reich. Als der Vater als Aufseher eines Vernichtungslagers aufs Land versetzt wird, muss ihm die gesamte Familie folgen. Bruno fühlt sich einsam. Auf seinen verbotenen Streifzügen durch die Wälder gelangt er an den Zaun des Arbeitslagers. Dort lernt er den gleichaltrigen Shmuel kennen und zwischen den ungleichen Jungen entsteht eine enge, aber auch gefährliche Freundschaft.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von Regisseur Mark Herman und Autor John Boyne; Featurette "Freundschaft, die Zäune überwindet"; Zusätzliche Szenen; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Asa Butterfield   als Bruno
  Jack Scanlon   als Schmuel
  Amber Beattie   als Gretel
  Vera Farmiga   als Mutter
  David Thewlis   als Vater
  Sheila Hancock   als Großmutter
  Richard Johnson   als Großvater
  Rupert Friend   als Lt Kotler
  Jim Norton   als Herr Liszt
  David Heyman   als Pavel
  Cara Horgan   als Maria
 
Regie:  Mark Herman  
Buch:  Mark Herman  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Benoît Delhomme  
Produzent:  David Heyman  
 

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