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Der kalte Himmel

Historischer TV-Zweiteiler um den Kampf einer Mutter um ihr autistisches Kind in den Sechzigerjahren.


Der kalte Himmel

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Erhältlich seit:
24.02.2012

Originaltitel: Der kalte Himmel

Drama

Deutschland 2010
Laufzeit: 178 Min.
FSK: ab 6

Christine Neubauer
Eric Hermann
Marc Hermann

Regie: Johannes Fabrick
polyband Medien GmbH

Bild 1 von 38

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Der kalte Himmel

Detailverliebt porträtiert Regisseur Johannes Fabrick in diesem Familiendrama mit Christine Neubauer und Tim Bergmann das gespaltene Deutschland der sechziger Jahre.

Hallertau, 1967: Die Bäuerin Marie (Christine Neubauer) führt mit ihrer Familie ein einfaches und von harter Arbeit geprägtes Leben. Nur die ehrgeizigen Pläne ihres Mannes Paul (Marcus Mittermeier) und das seltsame Verhalten ihres Sohnes Felix (gespielt von den Zwillingen Marc und Eric Hermann) machen ihr Sorgen. Felix lebt in seiner eigenen Welt, hat aber ein ausgezeichnetes Gedächtnis und eine Vorliebe für Zahlen. Als er eingeschult werden soll, kommt es zum Eklat: Felix kommt mit anderen nicht klar, scheitert an den einfachsten Anforderungen der Schule. Der Rektor will ihn auf die Hilfsschule schicken, doch Marie begehrt dagegen auf. Sie weiß, dass ihr Sohn kein Dummkopf ist. Eine Odyssee beginnt, in deren Verlauf ihr Sohn einer Teufelsaustreibung unterzogen und von Psychologen gequält wird, bis sie endlich in Berlin in der emanzipierten Alex (Natascha Paulick) und dem engagierten Arzt Niklas (Tim Bergmann) Unterstützung erfährt.

"Der kalte Himmel" ist eine Mischung aus Familiendrama und detailgenau ausgestattetem Sittenporträt. Im Mittelpunkt steht die bewegende Geschichte Maries und ihres autistischen, aber hochbegabten Sohns Felix, zugleich wird ein Deutschland im Umbruch gezeigt: während die Bäuerin fast noch wie im Mittelalter lebt, verändert sich in den Großstädten durch die Studentenunruhen und die Hippie-Bewegung die Gesellschaft massiv. Dass die Drehbuchautorin Andrea Stoll und der Regisseur Johannes Fabrick eine glaubwürdige Entwicklung zeigen, ist eine Stärke des Zweiteilers. Staunend und von Toleranz geprägt, nimmt Marie die Veränderungen wahr und macht eine persönliche Emanzipation durch, ohne gleich zur Emanze zu mutieren. Immer steht das Wohl ihres Kindes für sie im Vordergrund. Die Besetzung der Rolle des Felix mit den Zwillingen Eric und Marc Hermann ist ein Glücksfall, Christine Neubauer und Tim Bergmann überzeugen, beeindruckend sind auch Marcus Mittermeier und Natascha Paulick. sw.

Der kalte Himmel

Die Hallertau in den späten 1960er-Jahren: Der sechsjährige Felix lebt als introvertierter Einzelgänger in seiner eigenen Welt, lauscht den Klängen aus dem Radio und kennt alle Wetterberichte des vergangenen Jahres auswendig. Kaum jemand ahnt, dass der Sonderling auf seine Weise hochintelligent ist. Felix hat eine große Vorliebe für Zahlen und kann blitzschnell Kopfrechnen, obwohl es ihm niemand beibrachte. Bei seiner Einschulung scheitert er jedoch an den einfachsten Aufgaben. Er kann nicht still sitzen und versteht nicht, was die Lehrerin von ihm will. In den Augen anderer Eltern ist er schlecht erzogen, der Rektor will ihn auf die Hilfsschule schicken, und die abergläubische Großmutter organisiert mit dem Dorfpfarrer gar eine Teufelsaustreibung. Nur seine Mutter Marie (Christine Neubauer) stemmt sich gegen diese Wand der Ablehnung, denn sie ahnt, dass ihr Felix weder besessen noch schwachsinnig ist. Von einem Münchener Spezialisten lässt sie ihren Sohn untersuchen. Doch der rückständige Psychiater präsentiert Felix seinen Studenten als Paradebeispiel für "frühkindliche Schizophrenie". Maries letzte Hoffnung ist der junge Kinder- und Jugendpsychiater Niklas Cromer (Tim Bergmann). Trotz großer Bedenken ihres Mannes reist Marie mit Felix nach Berlin, wo der idealistische Facharzt das rätselhafte Verhalten des Jungen genauer untersuchen will ...Johannes Fabricks einfühlsames Drama ist nicht nur ein Film über Autismus, sondern zugleich ein sehenswertes Sitten- und Zeitgemälde, das 2011 mit der Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" gewürdigt wurde.

Quelle: polyband

Darsteller:  Christine Neubauer   als Marie Moosbacher
  Eric Hermann   als Felix Moosbacher
  Marc Hermann   als Felix Moosbacher
  Marcus Mittermeier   als Paul Moosbacher
  Tim Bergmann   als Dr. Niklas Cromer
  Natascha Paulick   als Alex Brunner
  Monika Baumgartner   als Elisabeth Moosbacher
  Wolfgang Hübsch   als Xaver Moosbacher
  Leopold Nüßl   als Max Moosbacher
  Joelle Rose Kleber   als Lena Moosbacher
  Alexander Held   als Franzl Schenkhofer
  Johanna Christine Gehlen   als Luisa
  Heinz-Josef Braun   als Dorfpfarrer
  Dietrich Hollinderbäumer   als Psychiater
  Joachim Nimtz   als Amtsarzt
 
Regie:  Johannes Fabrick  
Buch:  Dr. Andrea Stoll  
Musik:  Dieter Schleip  
Kamera:  Stefan Unterberger  
Produzent:  Ariane Krampe  
  Prof. Nico Hofmann  
 

Fassungen

 

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Features

 

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