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Der Klang des Herzens

Ein romantisches und berührendes Märchen vor der Kulisse von New York.


Der Klang des Herzens

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.06.2008

Originaltitel: August Rush

Drama

USA 2007
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 6

Freddie Highmore
Keri Russell
Jonathan Rhys Meyers

Regie: Kirsten Sheridan
Universum Film

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Anrührend, romantisch und magisch: Vor faszinierender New York-Kulisse findet ein musikalisch begabter Waisenjunge durch die Kraft der Musik seine Eltern.

Lyla und Louis finden in einer magischen Nacht zueinander (Foto: Tobis) Großansicht

Lyla und Louis finden in einer magischen Nacht zueinander (Foto: Tobis)

Es funkt sofort zwischen Lyla (Keri Russell), der jungen Ausnahme-Cellistin, und dem irischen Rocksänger Louis (Jonathan Rhys-Meyers, der all seine Songs selbst performt!), als sie sich auf dem Dach eines Wolkenkratzers im Greenwich Village begegnen. Beide haben ein erfolgreiches Konzert gegeben und sind nun auf derselben Party gelandet. Eine einzige, magische Nacht, die für beide alles verändert.

Sie wollen sich wiedersehen, doch Lylas ehrgeiziger Vater hat nur die Karriere seiner Tochter im Auge und verhindert das Rendezvous. Für Louis bricht eine Welt zusammen, er glaubt, Lyla wolle nichts mehr von ihm wissen und hängt seine Musikerkarriere an den Nagel. Die Nacht ist auch sonst nicht ohne Folgen geblieben: Lyla ist schwanger, freut sich auf ihr Baby, aber als sie in einen Autounfall verwickelt wird, lässt ihr Vater sie in dem Glauben, sie habe eine Fehlgeburt erlitten ...

Wizard fördert das Talent der Straßenkinder (Foto: Tobis) Großansicht

Wizard fördert das Talent der Straßenkinder (Foto: Tobis)

Man muss nur dran glauben

Seit genau elf Jahren und 16 Tagen lebt der kleine Evan (herzerwärmend: Jungstar Freddie Highmore aus "Wenn Träume fliegen lernen") im Waisenhaus. Seine Kumpels hänseln ihn als Spinner, weil er unerschütterlich daran glaubt, dass seine Eltern irgendwo auf ihn warten, er muss sich nur bemerkbar machen. Und so folgt Evan der Stimme seines Herzens und reißt aus.

Er strandet allein im Big Apple. Am Washington Square trifft er einen etwa gleichaltrigen Straßenmusikanten. Er folgt ihm in ein altes Theater, wo "Direktor" Wizard (zwielichtig: Robin Williams) die Talente obdachloser Kids fördert - und für seine Zwecke nutzt.

Evan singt, um seine Eltern zu finden (Foto: Tobis) Großansicht

Evan singt, um seine Eltern zu finden (Foto: Tobis)

Talent entdeckt

Wizard erkennt sofort die musikalische Gabe des Neulings, und schon bald steht auch Evan in den Straßen New Yorks, um die Passanten mit seiner Musik zu verzaubern. Doch klingende Münzen in seinem Gitarrenkasten interessieren Evan nicht, er spielt, damit seine Eltern den Klang seiner Musik hören und zu ihm finden. Zur gleichen Zeit erfährt Lyla von ihrem sterbenskranken Vater, dass ihr Kind seinerzeit nicht gestorben ist. Sofort macht sie sich auf die Suche, die Spur führt nach New York.

Und auch Louis wird klar, dass er die Trennung von Lyla nie ganz verwunden hat und sie endlich wieder finden muss. So scheint es, als ob das Schicksal in New York für alle eine ganz besondere Überraschung bereit hält...

Vater und Sohn, durch die Musik vereint (Foto: Tobis) Großansicht

Vater und Sohn, durch die Musik vereint (Foto: Tobis)

Herzergreifend schön

Es geht um nichts weniger als Verlust, Hoffnung und die Suche nach Liebe in diesem berührenden Film, der verzaubert und an eine bessere Welt glauben lässt. Die Klänge und Rhythmen des begeisternden Soundtracks untermalen den Reiz dieses magischen Märchens.

Wie auf einer Wolke aus Fantasie und Gefühl schweben die hochkarätigen Schauspieler durch die romantische Geschichte. Das ist herzergreifend schön. Ein echtes Weihnachtsmärchen.

Der Klang des Herzens

Ein modernes Märchen vor der Kulisse des vibrierenden New York für alle, die sich den Glauben an Wunder bewahrt haben.

Was macht den Reiz von Groschenromanen und Trivialliteratur aus? Die kleinen Fluchten aus der Alltagswelt, die absolute Gewissheit, alles wird gut trotz Tränen und Tragik. Dieses einfache Konzept funktioniert, wie Kirsten Sheridans mit leichter Hand beweist.

Seit elf Jahren und 16 Tagen lebt Evan im Waisenhaus in Neu-England. Der zarte und aufgeweckte Junge leidet unter den Hänseleien der anderen, die ihn für einen Spinner halten, behauptet er doch, seine Eltern hören zu können und wartet darauf, dass sie ihn endlich abholen. Das rührt einen New Yorker Sozialarbeiter, der ihm bei einem Besuch ganz spontan seine Telefonnummer gibt, falls er mal jemanden zum Reden braucht. Als Evan ausbüchst, verliert er in Manhattan den rettenden Zettel und ist auf sich allein gestellt. Mit großen Augen streift er durch die Straßenschluchten und trifft auf einen jungen Straßenmusikanten, der ihn mit nimmt in ein altes Theater, wo zahlreiche obdachlose Kinder und Jugendliche hausen unter der "Obhut" eines cleveren Wirrkopfes (Robin Williams), der die Kids musikalisch fördert, mit ihren Instrumenten auf die Straße schickt oder für Konzerte vermietet und dabei kräftig abkassiert. Der Neuzugang entpuppt sich als Wunderknabe, spielt Gitarre und Orgel wie ein junger Gott, verzaubert durch sein Naturtalent. Unter dem Namen "August Rush" sorgt er für Furore, tritt sogar mit den Philharmonikern im Central Park auf. Nicht ganz wie im richtigen Leben finden sich dort auch seine nach einer Liebesnacht mit Folgen getrennte Eltern wieder, eine Cellistin und ein Rockmusiker, die bis dato nichts von Vater- oder Mutterglück ahnten (der Papa log seiner Tochter an, sie habe nach einem Unfall eine Fehlgeburt erlitten).

New York ist hier kein "Hexenkessel" oder eine von 9/11 zerrissene Stadt, sondern eine liebens- und lebenswerte Metropole. Am Washington Square wird im Sonnenschein fröhlich geklimpert, die Menschen plaudern friedlich miteinander, im Central Park gibt es keine Kriminellen sondern Kulturbegeisterte. Natürlich kann und soll man das nicht alles für bare Münze nehmen, dennoch strahlt dieses Märchen eine seltsame Faszination aus und unterhält mit einer romantischen Love-Story inklusive Happy End. Trotz zuckersüßem Kitsch verdirbt dieses mit viel Gefühl, Heile-Welt-Sehnsucht und einer großen Portion Illusion angedickte Film-Menu nicht den Magen. Vielleicht weil Freddie Highmore in der Titelrolle so unbeschwert spielt, dass auch Realisten ganz logikfrei dem "Klang des Herzens" erliegen. mk.

Darsteller:  Freddie Highmore   als Evan "August Rush" Taylor
  Keri Russell   als Lyla Novacek
  Jonathan Rhys Meyers   als Louis Rush
  Terrence Howard   als Richard Jeffries
  Robin Williams   als Wizard
  William Sadler   als Thomas Novacek
  Marian Seldes   als Dekan
  Mykelti Williamson   als Reverend James
  Aaron Staton   als Nick
  Alex O'Loughlin   als Marshall
 
Regie:  Kirsten Sheridan  
Buch:  Nick Castle  
  Jim Hart  
Musik:  Mark Mancina  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Richard B. Lewis  
 

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