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Der Knochenmann

Dritte kongeniale Adaption eines Kultkrimis von Wolf Haas, in dem Ausnahmekabarettist Josef Hader als Privatdetektiv Brenner in einer Hühnerbraterei in der Provinz ermittelt.


Der Knochenmann

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.09.2009

Originaltitel: Der Knochenmann

Thriller/ Komödie

Österreich 2009
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 16

Josef Hader
Birgit Minichmayr
Josef Bierbichler

Regie: Wolfgang Murnberger
Majestic Filmverleih

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Josef Hader ermittelt zum dritten Mal als Privatdetektiv Brenner, diesmal in einer Hendl-Braterei.

Brenner ermittelt wieder (Foto: Majestic (Fox)) Großansicht

Brenner ermittelt wieder (Foto: Majestic (Fox))

Die Last der Welt drückt ihn, die Geldsorgen ohnehin, so arbeitet Brenner (Josef Hader) als Repoman für Kumpel Berti (Simon Schwarz). In seinem Auftrag macht er sich auf die Suche nach einem gewissen Horvath. In der Hendl-Gaststätte "Löschenkohl" kann oder will ihm aber niemand Auskunft über den Verbleib des Herrn geben.

Dafür verdreht ihm die fesche Küchenchefin den Kopf und ehe er sich's versieht arbeitet er für deren Mann, dem Junior der Wirtschaft, der rausfinden will, wo das viele Geld vom Senior abgeblieben ist.

Dritte kongeniale Adaption eines Kultkrimis von Wolf Haas um den gebeutelten Privatdetektiv Brenner vom bewährten Team Wolfgang Murnberger (Regie), Dor Film (Produktion) und Ausnahmekabarettist Josef Hader (Hauptrolle).

Gitti verdreht Brenner ganz schön den Kopf (Foto: Majestic (Fox)) Großansicht

Gitti verdreht Brenner ganz schön den Kopf (Foto: Majestic (Fox))

Land und Leute

Murnberger hat das Ösi-"Fargo" souverän in Szene gesetzt, mit sicherem Blick für Land und Leute, mit dem richtigen Ohr für den Dialekt und dem exakten Gespür fürs rabenschwarze Comedy-Timing. Über allem steht aber Ausnahmekabarettist Hader, der spielerisch auch gegen den mächtigen Josef Bierbichler besteht.

Der Knochenmann

Dritte kongeniale Adaption eines Kultkrimis von Wolf Haas, in dem Ausnahmekabarettist Josef Hader als ewig gebeutelter Privatdetektiv Brenner unter der Regie von Wolfgang Murnberger erneut zu Höchstform aufläuft.

"Jetzt is' scho wieder was passiert..." Das heißt, Eingeweihte wissen es, der Brenner ist erneut unterwegs. Der vom Salzburger Kultkrimiautor Wolf Haas ersonnene Ex-Polizist, jetzt Privatdetektiv, der von Regisseur Wolfgang Murnberger und den Erfolgsproduzenten Danny Krausz und Kurt Stocker bereits in "Komm, süsser Tod" und "Silentium" im Kino auf Täterfang geschickt wurde. Den "Knochenmann" jagt er diesmal, der Brenner, den Star-Kabarettist Josef Hader so unnachahmlich lakonisch zum Leben zu erwecken versteht. Die Last der Welt drückt ihn, die pekuniären Sorgen ohnehin, da schafft ab und zu nur ein kleiner Joint Erleichterung und fürs Bier-Geld ist sein alter Kumpel Berti (Simon Schwarz) zuständig, der den Brenner als Repoman einsetzt. Das heißt, der Brenner holt Leasingwägen von Leuten zurück, die mit ihren Raten im Rückstand sind. So kommt es, dass sich der Großstadtmensch plötzlich in der tiefsten österreichischen Provinz wiederfindet.

Einen gewissen Horvath soll er dort ausfindig machen, letzte bekannte Adresse der "Löschenkohl", eine Backhendlstation von legendärem Ruf. Oben in der neo-rustikalen Wirtsstube werden die knusprigen Hendl zu Hunderten mit reichlich Bier runtergespült, unten im Keller recycelt der namensgebende Wirt (Josef Bierbichler) mittels Knochenmehlmaschine die Hühnerreste zu Futtermehl - Fressen und Gefressenwerden. Darum geht's hier, das merkt er bald, der Brenner. Ein Blick auf den Wagen vom Horvath hat er noch erhaschen können, dann war er weg. Wie der Horvath selbst, über den niemand Auskunft geben will oder kann. Die ewig grantige Bedienung Alexandra (Pia Herzegger) nicht, der Wirt nicht und die fesche Küchenchefin, die Gitti (Birgit Minichmayr), auch nicht, die dem Brenner den Kopf verdreht: "I küss di aber ned", sagt sie beim gemeinsamen Schlittschuhlauf, was den Brenner nur noch verliebter macht. Da arbeitet er schon für den Sohn vom Wirt, den Ehemann von der Gitti, den Junior, den keiner ernst nimmt. Nicht einmal der Brenner, der keine Privatdetektivlizenz hat, dafür einen Staplerführerschein. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Und so macht er sich dran rauszufinden, wo das viele Geld vom Senior bleibt, das der Junior so gerne haben möchte. Er stößt in diesem Ösi-"Fargo" wieder mal auf die Liebe und auf (kleinen) "Grenzverkehr", der durchaus wortwörtlich zu nehmen ist. Dann tauchen auch noch Menschenknochen unter denen der Hühner auf, während oben im "Löschenkohl" das Gschnas tobt, der Berti stinksauer aus Wien angerast kommt und der Brenner und der Senior ein Männergespräch führen. Souverän ist das alles in Szene gesetzt, mit sicherem Blick für Land und Leute, mit dem richtigen Ohr für den Dialekt, dem exakten Gespür fürs raben-schwarze Comedy-Timing. Über allem steht Josef Hader, der spielerisch gegen den mächtigen Bierbichler besteht. Und natürlich löst er, unbestechlich und unbeirrbar, den Fall und weiß: "Pass auf, was ich dir sage, denn es wär' ohnehin nichts passiert ohne die Liebe." geh.

Darsteller:  Josef Hader   als Brenner
  Birgit Minichmayr   als Birgit
  Josef Bierbichler   als Löschenkohl
  Christoph Luser   als Pauli
  Simon Schwarz   als Berti
  Dorka Gryllus   als Valeria
  Pia Hierzegger   als Alexandra Horvath
  Stipe Erceg   als Ivgeniew
  Ivan Shvedoff   als Igor
  Edita Malovcic   als Anna
 
Regie:  Wolfgang Murnberger  
Buch:  Wolfgang Murnberger  
  Josef Hader  
  Wolf Haas  
Musik:  Sofa Surfers  
Kamera:  Peter von Haller  
Produzent:  Danny Krausz  
  Dr. Kurt Stocker  
 

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