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Der König tanzt

Period Piece, das in die Welt des Tanzes, der Musik und der Intrigen am Hof Ludwig XIV entführt.


Der König tanzt

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Erhältlich seit:
10.05.2011

Originaltitel: Le roi danse

Historienfilm/ Drama

Frankreich/Deutschland/Belgien 2000
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Benoît Magimel
Boris Terral
Tchéky Karyo

Regie: Gérard Corbiau
Ascot Elite Home Entertainment

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Der König tanzt

Paris im 17. Jahrhundert: Komponist und Tanzlehrer Jean-Baptiste Lully wünscht sich nichts sehnlicher als die Zuneigung Ludwigs XIV., den er abgöttisch verehrt. So setzt er alles daran, eine Staatsmusik zu kreieren, die den König als strahlenden Herrscher und Tänzer in Szene setzt. Doch anstatt ihm seine Freundschaft zu schenken, nutzt der nach Ruhm strebende Monarch den Musiker nur aus, genauso wie den Dramatiker und Lully-Freund Molière. Bald beherrschen die beiden Künstler Frankreichs Kulturleben, doch das ist Lully zu wenig...

In seinem vierten Film zeigt der belgische Regisseur Gérard Corbiau eine noch unbekannte Facette Ludwigs XIV.: Der "Sonnenkönig" als Tänzer und Förderer der Künste. Wie schon in seinem Oscar-nominierten Porträt "Farinelli" rückt er dabei die Musik ins Zentrum und erhebt die Beziehung von Macht und Kunst zum eigentlichen Kernthema. So versteht es die opulent fotografierte Mischung aus Tragödie, Liebesdrama und Historienfilm, ihr Arthouse-Publikum neben fulminanten Bildern auch mit leidenschaftlichen, barocken Klängen zu faszinieren.

Der König tanzt

Mit "Farinelli", Golden-Globe-Gewinner als Bester ausländischer Film 1995 und Oscar-Kandidat, begeisterte Gérard Corbiau die Freunde exquisiter Kinokunst. "Der König tanzt", ein typisch französisches Period Piece, entführt nun in die Welt des Tanzes und der Musik am Hof Ludwig XIV, in ein Netz voller politischer Intrigen und privater Eifersüchteleien.

Wenig bekannt ist die Neigung des Sonnenkönigs zum Ballett, während seiner Regentschaft tanzte man in Europa "à la francaise". Im zarten Alter von 14 Jahren wusste Ludwig XIV, dass er eines Tages regieren würde, aber auch, dass das Kartell der alten Höflinge alles tun würde, um dies herauszuzögern oder gar zu verhindern. Der junge König, der sich erst sehr spät von der Bevormundung durch seine Mutter trennte, machte Versailles zum Mittelpunkt des künstlerischen Lebens. Hinter den Kulissen tobte jedoch ein Kampf um politischen Einfluss. Ludwig XIV ist nicht nur König, sondern versteht sich auch als Repräsentant Gottes auf Erden. Dennoch hat der junge, schüchterne Mann Angst vor der Macht, die er sich erst von den Altvorderen zurückerobern muss. Nur im Tanz fühlt er sich frei, kann er sein Selbst ausdrücken. In Jean-Baptiste Lully, dem Künstler und Politiker italienischer Herkunft, findet er einen Freund und Meister, der in seinem Auftrag die "Académie Royale de Musique" gründet und zum unumschränkten Herrscher des Musiklebens in Paris aufsteigt. Molière mit seinen Theaterstücken komplettiert das künstlerische Triangle, am Hof blüht das kulturelle Leben. Aber die Feinde stehen in Habachtstellung: Molières "Tartuffe" wird verboten, Lully fällt in Ungnade, das politische Klima vereist, Moral und Religion siegen über die Leichtigkeit des Seins.

In opulenten Bildern gibt Corbiau Einblick in höfisches Treiben, in eine Epoche neuer Ideen, die sich allerdings auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts beschränkt (obwohl man vom "Grand Siècle" spricht). Dabei konzentriert er sich auf die Psychologie der drei Hauptfiguren, die im Korsett rigider Regeln gefangen sind, enthüllt ganz neue Facetten im Charakter des Sonnenkönigs, schildert dessen musikalische Karriere wie auch die seines bevorzugten Komponisten Lully. Ob bei uns die Mischung aus Tragödie, Liebesdrama und Period Piece auf Resonanz stößt, ist fraglich: Die Kombination Historie und Hang zum Kostümfilm hat es an der Kinokasse nicht gerade leicht. Anhänger französischer Kultur sollten sich jedoch nicht nur an der grandiosen visuellen Umsetzung, sondern auch an der beeindruckenden Musik delektieren. mk.

Der König tanzt

Louis XIV ist 14 Jahre alt, als er den französischen Thron besteigt. Obwohl er jung und unerfahren ist, erkennt er, dass er sich erst gegen die alten Seilschaften am Hof durchsetzen muss, wenn er ein wirklicher Regent werden will.

Seine Angst vor der Macht bekämpft er mit seiner großen Leidenschaft, dem Tanz und Ballett. Er macht Versailles zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens, unterstützt von seinem Lehrer und Mentor Jean-Baptiste Lully und dem Theaterautor Moliére erlebt Frankreich eine künstlerische Blütezeit.

Doch die Anfeindungen lassen nicht lange auf sich warten. Die Gegner Louis' leisten erbitterten Widerstand ...

Quelle: Ascot Elite

Darsteller:  Benoît Magimel   als Louis XIV.
  Boris Terral   als Jean-Baptiste Lully
  Tchéky Karyo   als Molière
  Colette Emmanuelle   als Anne d'Autriche
  Cécile Bois   als Madeleine
  Claire Keim   als Julie
  Johan Leysen   als Cambert
  Idwig Stephane   als Prince de Conti
  Emil Tarding   als der junge Louis XIV.
  Jacques François   als Cambefort
  Caroline Veyt   als Armande Béjart
  Ingrid Rouif   als Mme de Montespan
  Veronique Maille  
 
Regie:  Gérard Corbiau  
Buch:  Éve de Castro  
  Andree Corbiau  
  Gérard Corbiau  
  Didier Decoin  
Musik:  Jean-Baptiste Lully  
Kamera:  Gérard Simon  
Produzent:  Dominique Janne  
 

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