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Der Krieg des Charlie Wilson

Intelligente, auf Tatsachen basierende Satire über einen kleinen US-Kongressabgeordneten, der die große Rote Armee aus Afghanistan vertrieb.


Der Krieg des Charlie Wilson

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.06.2008

Originaltitel: Charlie Wilson's War

Satire/ Drama

USA 2007
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12

Tom Hanks
Amy Adams
Julia Roberts

Regie: Mike Nichols
Universal Pictures Germany

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Intelligente, auf Tatsachen basierende Satire über einen kleinen US-Kongressabgeordneten, der die große Rote Armee aus Afghanistan vertrieb.

Die beiden Herren schmieden einen Plan (Foto: Universal) Großansicht

Die beiden Herren schmieden einen Plan (Foto: Universal)

Charlie Wilson (Tom Hanks) ist eine Legende in Washington, weil er das Leben eines Abgeordneten und das eines Playboys in Einklang bringt. Doch seine größte Leistung bewirkt er im Verborgenen.

Mit Hilfe eines CIA-Agenten treibt er das kleine Geheimdienstbudget zur Unterstützung der Mudschahedin im Kampf gegen die Sowjets in gewaltige Höhen. Doch damit sät er die Saat, aus der in Afghanistan Amerikas erbittertste Feinde keimen werden.

Wie schon in "Mit aller Macht - Primary Colors" gelingt Mike Nichols mit einer Adaption eines Sachbuchbestsellers eine Satire, die unterhaltsam die Mechanismen und Fallstricke der Politik zeigt.

Charlie Wilson lässt sich von Joanne inspirieren (Foto: Universal) Großansicht

Charlie Wilson lässt sich von Joanne inspirieren (Foto: Universal)

Qualität ohne Heroisierung

Vor und hinter der Kamera mit Qualität besetzt, kann sich der Regisseur auf Aaron Sorkins witziges, intelligentes Drehbuch sowie auf Tom Hanks als Sympathieträger stützen, während Philip Seymour Hoffmans zynisch-kritische Stimme Heroisierung verhindert.

Der Krieg des Charlie Wilson

Mit Tom Hanks und Julia Roberts als Attraktionen enthüllt Mike Nichols' Politsatire die wahren Gründe für die sowjetische Niederlage in Afghanistan.

So unglaublich auch die große Rolle ist, die ein kleiner Kongressabgeordneter in der Weltpolitik spielte, ist sie doch nachvollziehbar. Man versteht diese Figur, ihre Naivität, die politischen Mechanismen, derer sie sich bedient. Und die Paarung von Satire und Elend funktioniert - ein problematischer Mix, wie schon "The Hunting Party", ebenfalls eine auf Tatsachen beruhende Geschichte, offenbarte. Aaron Sorkin, Mastermind der Politserie "The West Wing" und Spezialist für Dialoge, die thematischen Biss und Witz haben, adaptierte George Criles Bestseller über einen Mann, dessen Leben wie für das Kino geschrieben scheint. Ein Mudschahed, der unter dem Sternenhimmel betet und dann die Panzerfaust in Richtung Zuschauer abfeuert, eröffnet den Film und nimmt vorweg, was Wilsons War langfristig anrichtete. Es folgen Sequenzen, die zeigen, wie schön das Politikerleben sein kann, wenn man Charlie Wilson heißt, aber Hugh Hefner imitiert. Wilsons kokst und poolt mit Stripperinnen, als er Erstkontakt mit Afghanistan macht - via einer Reportage, die über den Fernseher seiner Suite in Vegas flimmert. Zurück im Büro in Washington, umringt und bewundert von seiner eigenen Girl-Group, die sich mit Assistenzdiensten tarnt, beschäftigt er sich mit den Niederungen lokaler Politik. Doch Wilson (Tom Hanks) sitzt in einem Kommitee, das als Schnittstelle zwischen Außenminsterium, Pentagon und CIA großen Einfluss hat. Das mickrige CIA-Budget für die geheime Unterstützung der Mudschahedin im Krieg gegen die Rote Armee auf 10 Millionen Dollar zu verdoppeln, ist für ihn nur Vorspiel. Seine intimen Beziehungen zu einer der reichsten Frauen in Texas eröffnen ihm eine viel größere Plattform. Die überzeugte Antikommunistin (Julia Roberts in einer Nebenrolle) bringt Wilson nach Pakistan, ins Büro des Präsidenten und in die Flüchtlingslager, die Stephen Goldblatts elegante Kamera, unterstützt von CGI, in einem gewaltigen Panorama des Elends einfängt. Im zynischen FBI-Agenten Avrakotos (Philip Seymour Hoffman) findet Wilson einen Verbündeten. Er verrät ihm, wie man unter dem Radar bleiben und eine eigentlich inkompatible Koalition von Feinden und Freunden gründen kann, um Afghanistans Freiheitskämpfer mit modernen russischen Waffen auszurüsten. Wenn Bauern schließlich sowjetische Kampfhubschrauber abschießen und die finanzielle Unterstützung sich auf 500 Millionen Dollar hochschraubt, ist die Saat ausgebracht, aus der schließlich der Terror der Taliban keimt.

Vor und hinter der Kamera mit Qualität besetzt, zeigt Nichols' intelligenter, amüsanter Film, wie Politik gemacht wird, wie Dogmatismus trotz guter Absichten katastrophale Konsequenzen haben kann. Hanks ist das Herz, ein gutgläubiger Patriot und cleverer Manipulator, der von gewaltigen Ereignissen überrollt wird. Nichols' Sympathien für seine charismatische Hauptfigur sind offensichtlich, aber blinde Heldenpflege betreibt er dank Hoffmans Rolle als kritischer Kommentator nicht. kob.

Darsteller:  Tom Hanks   als Charlie Wilson
  Amy Adams   als Bonnie Bach
  Julia Roberts   als Joanne Herring
  Philip Seymour Hoffman   als Gust Avrakotos
  Rachel Nichols   als Suzanne
  Erick Avari   als Avi Perlman
  Mayte Garcia   als Carol Shannon
  Cyia Batten   als Stacy
  Om Puri   als General Zia-Ul-Haq
  Spencer Garrett   als Kongressmitglied Davis
  Maulik Pancholy   als Hassan
 
Regie:  Mike Nichols  
Buch:  Aaron Sorkin  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Stephen Goldblatt  
Produzent:  Gary Goetzman  
  Tom Hanks  

Tom Hanks will wieder Robert Langdon sein

"Wenn das Buch verfilmt würde, wäre ich gern dabei."

Nochmal Robert Langdon sein - Tom Hanks hätte Lust dazu (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Nochmal Robert Langdon sein - Tom Hanks hätte Lust dazu (Foto: Sony Pictures)

Zweimal gab Tom Hanks den Robert Langdon auf der Leinwand: In "The Da Vinci Code" und "Illuminati". Nun bezeugt der Star aus "Big" und "Der Krieg des Charlie Wilson" Interesse an einer möglichen Verfilmung des neuen Dan-Brown Romans "Das verlorene Symbol":

"Wenn das Buch verfilmt werden sollte, wäre ich gern dabei und ich hoffe, dass man mich fragt", so Tom Hanks.

Er sei total begeistert von dem Schmöker und schwärmt: "Es ist wirklich spannend. Brown weiß wirklich, wie man eine gute Geschichte erzählt und das Ganze hat mich bis zum Schluss gefesselt".

Neue Geheimbundhatz mit Tom Hanks?

In "Das verlorene Symbol" begibt sich Kunsthistorik-Professor Robert Langdon auf Schnitzeljagd nach Washington D.C. Dort sollte er eigentlich einen Vortrag über die Freimaurer halten - doch dann macht er gleich selbst gefährliche Bekanntschaft mit dem Geheimbund... Auch diesmal gibt es, wie bei Brown gewohnt, einen entstellten Bösewicht, jede Menge Rätsel - und eine schöne Frau auf der Seite der Guten. Vielleicht hat ja diesmal Meg Ryan Zeit...

 

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