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Der letzte Bulle - Die komplette erste Staffel

Krimiserie um einen Polizisten, der nach 20 Jahren aus dem Koma erwacht und erstmal einen Kulturschock erlebt.


Der letzte Bulle - Die komplette erste Staffel (3 Discs)

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Erhältlich seit:
23.07.2010

Originaltitel: Der letzte Bulle (01. Staffel, 13 Folgen)

Kriminalfilm

Deutschland 2009
Laufzeit: 570 Min.
FSK: ab 12

Henning Baum
Maximilian Grill
Floriane Daniel

Regie: Michael Wenning, ...
Sony Music Entertainment & New Business Division

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Seine Ermittlungsmethoden sind von gestern, aber erfolgreich. Seine Sprüche sind politisch unkorrekt, aber treffsicher: Mick Brisgau ist "Der letzte Bulle", ein Macho, für den die Zeit irgendwann in den 80ern stehen geblieben zu sein scheint. Kein Wunder: Er lag 20 Jahre im Koma. Doch jetzt ist er zurück ...

Ende der 80er Jahre wird der junge Straßencop Mick Brisgau (Henning Baum) bei einem Einsatz schwer verletzt und landet im Dauerkoma. 20 Jahre später wacht er völlig überraschend wieder auf - in einer anderen Welt. Das 21. Jahrhundert ist für den coolen Macho ein Kulturschock: Von DNA-Analyse und Internet hat er noch nie gehört, die Frauen sind abgebrühter als der Kaffee, den sie früher kochten, und die Männer haben sich alle in Weicheier verwandelt. Für einen wie Mick scheint in dieser Welt kein Platz mehr zu sein.

Auch privat ist alles anders: Seine Frau hat längst einen Neuen, und für seine Tochter ist er ein Fremder. Immerhin: Als Liebling der Medien ist Mick praktisch unkündbar und kann so in seinen Job zurückkehren. Dort sollen ihm sein neuer Partner, ein überkorrekter, karrierebewusster Jungspund, und eine Polizeipsychologin auf dem Weg ins neue Leben helfen. Nur: Mick hält nichts von den neuen Methoden, er vertraut auf seine eigenen Regeln. Wie es scheint, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Mick ändert sich oder seine Umwelt.

Der letzte Bulle - Die komplette erste Staffel (3 Discs)

Sat.1 hat bereits bei diversen Fernsehfilmen großes Geschick darin bewiesen, erfolgreiche Kinovorbilder in entscheidenden Aspekten zu verändern und auf diese Weise neu zu erfinden. Nun ist im Auftrag des Senders erstmals eine TV-Serie variiert worden: In der britischen Produktion "Life on Mars" hat ein Detective einen Unfall; als er wieder zu sich kommt, befindet er sich aus nicht weiter geklärten Gründen in den Siebzigern. "Der letzte Bulle" funktioniert genauso, nur in die andere Richtung und viel plausibler.

Ende der Achtziger ist ein Essener Polizist nach einem Kopfschuss ins Koma gefallen. Zwanzig Jahre später wacht er wieder auf und findet sich in einer Ära wieder, in der die liebgewonnenen Verhältnisse auf den Kopf gestellt sind: Männer sind zu Frauenverstehern geworden, Frauen haben Führungspositionen erobert, Cowboy-Stiefel sind out. Von einem gewissen Fremdeln gegenüber technischen Errungenschaften wie mobilen Telefonen, Internet und dem DNA-Test ganz zu schweigen.

Im Grunde kann es für die Rolle des kernigen Titelhelden, gegen dessen Macho-Charme die Damen bei Weitem nicht so immun sind, wie sie glauben, nur einen geben: Henning Baum, der offenkundig viel Zeit in körperliche Fitness investiert, bringt die nötige Physis für seine Macho-Sprüche mit, bleibt aber trotzdem stets Sympathieträger. Außerdem ist er gebürtiger Essener. Für Sat.1 war Baum schon in der Serie "Mit Herz und Handschellen" erfolgreich. Damals verkörperte er einen schwulen Ermittler. Mick Brisgau hingegen darf sich voll auf die emanzipierte Damenwelt konzentrieren. Vor allem Polizeipsychologin Haffner (Proschat Madani) ist hin und hergerissen zwischen Empörung und Erregung.

Mag sein, dass der Handlungsentwurf etwas schlicht klingt, aber er entspricht damit perfekt Brisgaus Weltbild, das allerdings immer wieder ins Wanken gerät. Dass Queen-Sänger Freddy Mercury an Aids gestorben ist, weil er schwul war, passt da beispielsweise gar nicht hinein. Dass Kaffeemaschinen alles Mögliche produzieren, bloß keine simplen Kaffee, findet Mick auch eher lästig. Und weil ihm die Dienstkarosse extrem wenig zusagt, treibt er tatsächlich seinen alten Opel-Diplomat wieder auf.

Streng genommen ist Baum (Jahrgang 1972) etwas zu jung für die Rolle, und dass Mick kurz nach dem Koma-Ende bereits wieder jede Menge Muskelpakete aufweist, ist auch eher unrealistisch. Angesichts des puren Anachronismus, den dieser Typ im 21. Jahrhundert darstellt, macht das aber gar nichts, zumal Mick in seinem jungen Partner Kringge (Maximilian Grill) einen wunderbar zeitgemäßen Gegenentwurf hat. Der Harte und der Zarte sind ein prima Gespann; auch wenn die Kriminalfälle, die die beiden zu lösen haben, ein bisschen schwach sind. Zum Ausgleich gibt es ganz viel Musik aus den Achtzigern. tpg.

Darsteller:  Henning Baum   als Mick Brisgau
  Maximilian Grill   als Andreas Kringge
  Floriane Daniel   als Lisa Brisgau
  Proschat Madani   als Tanja Haffner
  Helmfried von Lüttichau   als Martin Ferchert
  Robert Lohr   als Roland Meisner
  Luise Risch   als Isabelle Brisgau
 
Regie:  Michael Wenning  
  Sebastian Vigg  
  Dennis Satin  
Buch:  Stefan Scheich  
  Robert Dannenberg  
  Anna Dokoupilova  
  Katja Töner  
  Michael Illner  
  Arne Nolting  
  Jan Martin Scharf  
Musik:  Thomas Klemm  
Kamera:  Anton Klima  
  Jörg Lawerentz  
Produzent:  Jan Kromschröder  
  Philipp Steffens  
 

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Features

 

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