DVD Leihvideo

Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

Höchst packende Verfilmung des Romans von Giles Foden über einen (fiktiven) jungen Briten, der zum Leibarzt des ugandischen Diktators Idi Amin wird.


Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.07.2007

Originaltitel: The Last King of Scotland

Drama

Großbritannien 2006
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 16

Forest Whitaker
James McAvoy
Kerry Washington

Regie: Kevin Macdonald
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ein donnernder Forest Whitaker als Uganda-Despot Idi Amin lehrt seinem weißen Leibarzt James McAvoy das Fürchten.

Idi Amin lässt sich und seine Mördertruppe gerne feiern (Foto: Fox) Großansicht

Idi Amin lässt sich und seine Mördertruppe gerne feiern (Foto: Fox)

Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) bricht in den 70er-Jahren auf, die Welt zu erkunden und landet in einem kleinen Missionskrankenhaus in Uganda. Bei einem Autounfall trifft er zufällig auf Idi Amin (Forest Whitaker), den Diktator, der von 1971 bis 1979 Uganda regierte. Amin, der in den Geschichtsbüchern als Schlächter Afrikas bezeichnet wird, mag den mutigen Weißen, der ihm keinen Honig ums Maul schmiert und engagiert ihn als persönlichen Leibarzt.

Garrigan lässt sich von diesem neuen Job überrumpeln und vom Charme des charismatischen Präsidenten umgarnen, bis er entsetzt mitkriegt, welche Gräuel der Diktator befiehlt. Nach einem missglückten Anschlag lässt der paranoide Herrscher Freund und Feind bestialisch hinmetzeln, schlimmste Folter und grausamer Tod sind Alltag. Als sich der Schotte in eine der zahlreichen Frauen Amins verliebt, bekommt das Paar den mörderischen Zorn des brutalen Monsters zu spüren.

Der junge Arzt weiß nicht, auf was er sich da einlässt (Foto: Fox) Großansicht

Der junge Arzt weiß nicht, auf was er sich da einlässt (Foto: Fox)

Kombinationen und Konstraste

Psycho-Thriller und Polit-Krimi - Kevin Macdonald entwirft ein packendes Porträt des Diktators und stellt ihm den sympathischen Doktor gegenüber, ein spannender Kontrast, wie auch die Kombination des massigen Forest Whitaker mit dem jungenhaften James McAvoy.

Das Herz des schwarzen Kontinents: In dieser wilden Mischung aus Wahn und Wirklichkeit schlägt es laut und bedrohlich.

Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

Vor Ort im Herzen Afrikas gedreht, legt der schottische Dokumentarfilmer Kevin Macdonald seinen packenden ersten Spielfilm vor; die Geschichte eines britischen Mediziners, der zum Leibarzt des ugandischen Diktators Idi Amin aufsteigt.

Ganz nah herangehen. Verstehen wollen. Das ist die primäre Motivation eines Dokumentaristen, und Kevin Macdonald, der 2000 für "Ein Tag im September", der Geschichte der Geiselnahme während der Olympischen Spiele in München, den Oscar gewann, hat vor "The Last King of Scotland" noch keinen fiktionalen Film gedreht. Mit seiner Umsetzung von Giles Fodens Romanvorlage begibt er sich auf eine Gratwanderung: Innenansichten aus der nächsten Umgebung des grausamen ugandischen Diktators Idi Amin wollen geliefert werden, ohne diese Figur zu denunzieren oder verniedlichen.

Der dramaturgische Kniff besteht in der Erfindung des jungen schottischen Arztes Nicholas Garrigan - James McAvoy, der Faun Mr. Tumnus aus "Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia", besitzt eine ähnliche dynamische Ausstrahlung wie sein schottischer Landsmann Ewan McGregor -, der Anfang der 70er Jahre aus der Enge seines bürgerlichen Elternhauses in die weite Welt flieht und sich für Uganda als Zielort entscheidet. Dort arbeitet er zunächst in einem kleinen Provinzkrankenhaus, bevor er durch einen Verkehrsunfall die Bekanntschaft des neuen Präsidenten Idi Amin (Forest Whitaker) macht. Der ist nicht nur von schottischer Geschichte und Kultur, sondern auch von Garrigan selbst so begeistert, dass er ihm die Stelle als persönlicher Leibarzt anbietet. Nach kurzem Zögern sagt der junge Mediziner zu und wird bald Zeuge willkürlicher Morde und anderer Gräueltaten im Auftrag Amins. Doch erst als er sich auf eine Affäre mit Kay (Kerry Washington), einer der Frauen des Präsidenten, einlässt, wird ihm die Bedrohung wirklich bewusst.

Die Faszination des charismatischen, listigen Potentaten, die langsam erwachenden Zweifel in Garrigan und seine eigenen Verstrickungen in Amins Verbrechen, all das ist intelligent konstruiert und wird hautnah dargestellt. Kein Zweifel, Macdonalds Film funktioniert, manchmal gar ein wenig zu gut. Der großartige Kameramann Anthony Dod Mantle, der unter anderem "Das Fest" und "Mifune" unter den Vorgaben des "Dogma 95" fotografiert hat, gibt dem Drama eine raue, jeglichen Herrscherposen widerstrebende Ästhetik. So sehr er aber auch die Körper im Bild fragmentiert und mit kurzen Reißschwenks einen Hauch von Unordnung hineinbringt: Der schieren Präsenz des monumentalen Forest Whitaker, der Amin als unberechenbares Kindmonster gibt, kann er sich nicht entziehen. Dafür gibt's ein Happy End ohne Erlösung, die Erinnerung, dass trotz sorgfältiger Recherche das meiste doch nur Fiktion ist und die Hoffnung, niemand wird meinen, dass hiermit das letzte Wort über die Person Amins und die Geschichte Ugandas gesprochen worden wäre. Dafür könnte Macdonalds verdienstvoller Film jedoch freilich nichts. geh.

Darsteller:  Forest Whitaker   als Idi Amin
  James McAvoy   als Nicholas Garrigan
  Kerry Washington   als Kay Amin
  Gillian Anderson   als Sara Merrit
  Simon McBurney   als Stone
  David Oyelowo   als Dr. Junju
  Abby Mikiibi Nkaaga   als Masanga
  Adam Kotz   als Dr. Merrit
 
Regie:  Kevin Macdonald  
Buch:  Peter Morgan  
  Jeremy Brock  
Musik:  Alex Heffes  
Kamera:  Anthony Dodd Mantle  
Produzent:  Andrea Calderwood  
  Lisa Bryer  
  Charles Steel  

Bond 23 nimmt Formen an

Erfolgsautor Peter Morgan unterstützt Neal Purvis und Robert Wade beim Schreiben des neuen Bond-Drehbuchs.

Bond 23 ist bereits in Arbeit! Angeblich besitzt Daniel Craig wieder die Lizenz zum Töten (Foto: Twentieth Century Fox) Großansicht

Bond 23 ist bereits in Arbeit! Angeblich besitzt Daniel Craig wieder die Lizenz zum Töten (Foto: Twentieth Century Fox)

Die Wogen des letzten Bond-Abenteuers "James Bond 007: Ein Quantum Trost" sind noch nicht ganz geglättet, da steht schon das Autorenteam für den nächsten Spionstreich fest. Neben dem bewährten Gespann Neal Purvis und Robert Wade, die bereits an den letzten vier Teilen mitwirkten, konnten die Produzenten nun Peter Morgan für die Geheimsache begeistern. Der 46-Jährige machte sich einen Namen durch die Drehbücher von "Die Queen", "Frost/Nixon" und "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht". Als Lohn seiner Kreativität konnte der Schreiber bereits eine Oscar-Nominierung einfahren.

Die Filmemacher dürfen zufrieden sein, haben sie doch mit der Verpflichtung des illustren Autorenteams einen wichtigen Schritt in Richtung Dreh getan. Derweil wird über die Beteiligten viel spekuliert. Daniel Craig wird zum dritten Mal den smarten Superagenten spielen. Als Regisseur wurde bereits Oscar-Abräumer Danny Boyle gehandelt. Auch dessen "Slumdog"-Hauptdarstellerin Freida Pinto sowie Jennifer Aniston und Angelina Jolie sind im Gespräch. Bis die genaue Besetzungsliste steht, dürften noch einige Tage ins Land ziehen. Der Filmstart ist nämlich erst für 2011 angesetzt.

 

Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Forest Whitaker

In der Rolle des Be-Bop-Jazz-Saxophonisten Charlie Parker fand Forest Whitaker in Clint Eastwoods "Bird" die triumphale und in Cannes mit...

 

Star

James McAvoy

In nur sieben Jahren schaffte der Schotte den Sprung vom Nobody zum Filmstar. Gut aussehend, mit leicht spöttischem Blick, impulsiver...