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Der letzte schöne Herbsttag

Heiter-melancholische Betrachtung über Beziehungsleid und Beziehungslust - mit perfekter Besetzung und perfekten Pointen.


Der letzte schöne Herbsttag

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.05.2011

Originaltitel: Der letzte schöne Herbsttag

Drama/ Komödie

Deutschland 2010
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Julia Koschitz
Felix Hellmann
Katharina Marie Schubert

Regie: Ralf Westhoff
Warner Home Video Germany

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Der letzte schöne Herbsttag

Claire fühlt sich von Krankheiten bedroht, Leo nimmt alles leicht und futtert sogar rohes Hühnerfleisch. Sie schreibt endlose SMS, er sagt kurz und knapp, was Sache ist, sie hat ständig Lust auf Sex, er wandert ebenso gern mit dem Kumpel in die Berge, sie repariert selbst das Fahrrad, ihm ist die Zeit dafür zu schade. Trotzdem sind die beiden ein Paar, fragen sich aber sehr oft warum, streiten, versöhnen und trennen sich.

Nach "Shoppen" legt Ralf Westhoff eine heiter-melancholische Betrachtung über Beziehungsleid und Beziehungslust vor, in der die Pointen sitzen und die Besetzung einfach perfekt ist. Sein hinreißendes Porträt einer Generation zwischen (Selbst-)Zweifel und Zärtlichkeit, in dem sich das Publikum wiederfinden kann, lebt von den starken Dialogen, Monologen und seinen Darstellern, allen voran Julia Koschitz und Felix Hellmann, die eine preiswürdige Performance abliefern.

Der letzte schöne Herbsttag

Was bewegt die urbanen Endzwanziger? Die Antwort gibt Ralf Westhoff in einer heiter-melancholischen Betrachtung über Beziehungsleid und Beziehungslust.

Claire fühlt sich von Krankheiten bedroht, Leo nimmt alles leicht und futtert sogar rohes Hühnerfleisch. Sie schreibt endlose SMSen, er sagt kurz und knapp, was Sache ist, sie hat ständig Lust auf Sex, er wandert ebenso gerne mit dem Kumpel in die Berge, sie träumt von einer Beziehung, er weiß noch nicht so recht, auch wenn "Der letzte schöne Herbsttag" für beide eine tolle Erinnerung ist.

Nach seinem erfolgreichen Speed-Dating-Film "Shoppen" leiden Ralf Westhoffs Helden erneut unter Beziehungsstress, hören nicht auf ihr Bauchgefühl, sondern diskutieren - und das nicht zu knapp. Ihren Frust sprechen Julia Koschitz und Felix Hellmann direkt und fast Hilfe suchend in die Kamera. Eine Glanzleistung, für die sie den Förderpreis Deutscher Film verdient hätten. Da der aber nur pro Film in einer Kategorie vergeben werden darf, gingen sie leer aus. Dafür durfte sich Autor, Regisseur und Produzent Ralf Westhoff über den verdienten Regiepreis freuen.

Auf den ersten Blick passt das Paar nicht zusammen. Immer wieder müssen sie die Gefühlsbaustelle räumen, kaum glauben sie den Weg zur harmonischen Zweisamkeit frei, kommt das nächste Hindernis. Nicht mehr das unverbindliche Ausprobieren steht im Vordergrund, sondern die "Arbeit" daran, wie Mann und Frau den Übergang von Verliebtheit zur längerfristigen Beziehung schaffen, ein Gegenentwurf zu "Shoppen". Manchmal gibt es Rollentausch, sie repariert das Fahrrad und er werkelt am Herd, aber der tolle Rausch bleibt aus. Der Zuschauer lernt die gefährlichen Beziehungsklippen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven kennen, wenn beide unabhängig voneinander ihre Version wie im Theater in Richtung Publikum erzählen, von weiblicher Seite offen und Verletzungen zugebend, von männlicher Seite eher cool und skeptisch. Bei den Dialogen und Monologen sitzen die Pointen, trifft jedes Wort ins Schwarze, kommt die Situationskomik im geschlechtertechnisch komplizierten Alltag auf den Punkt. Das hinreißende Porträt einer Generation zwischen (Selbst)Zweifel und Zärtlichkeit, die sich nicht in die emotionale Hängematte legt, sondern es wissen will. Ganz genau. mk.

Der letzte schöne Herbsttag

Claire liebt Leo. Und Leo liebt Claire. Seit zwei Jahren sind sie ein Paar und glücklich - meistens jedenfalls. Denn eigentlich passen sie gar nicht zusammen: Claire schreibt gerne romantische Endlos- SMS und will alles ausdiskutieren, Leo hasst SMS, statt über ihre Beziehung zu reden, genießt er lieber unbeschwert den letzten schönen Herbsttag. Sie hat Angst vor Krankheiten, er weniger, sie repariert ihr Fahrrad selbst, er sieht das gar nicht ein und geht lieber wandern. Claire hat das Gefühl, Leo ist nicht richtig bei ihr, er sieht durch sie hindurch, vergisst sie, sobald sie ihm aus dem Blickwinkel gerät. Leo hingegen ist überfordert, er hätte gerne eine Claire-Gebrauchsanweisung. Wie geht das eigentlich, zusammen glücklich sein? Im Erzählen über sich und den anderen, über hohe Ideale, eigene Sehnsüchte, kleine Schwächen und Alltagsschlamassel, über Streit und Versöhnung versuchen sie herauszufinden, ob ihre Liebe eine Zukunft hat.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Julia Koschitz   als Claire
  Felix Hellmann   als Leo
  Katharina Marie Schubert   als Ivonne
  Leopold Hornung   als Tobias
  Maik Solbach   als junger Mann in Club und Wohnung
  Ingrid Cannonier   als Mutter von Claire
  André Jung   als Vater von Claire
  Walter Hess   als Barkeeper
  Mark Alexander Solf   als junger Mann im Café
  Tom O'Malley   als Barmann
 
Regie:  Ralf Westhoff  
Buch:  Ralf Westhoff  
Musik:  Michael Heilrath  
Kamera:  Helmfried Kober  
Produzent:  Ralf Westhoff  
 

Der letzte schöne Herbsttag in der Fotoshow

 

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Julia Koschitz

Österreichische Schauspielerin. Vielseitige Verwandlungskünstlerin mit Freude am präzisen Spiel, lernte Julia Koschitz ihr Handwerk auf der...