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Der Love Guru

Erste Kinokomödie von und mit Mike Myers nach seinen "Austin Powers"-Erfolgen, in der er als indischer Guru Amerika erobern will.


Der Love Guru

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Erhältlich seit:
20.03.2009

Originaltitel: The Love Guru

Komödie

USA 2008
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12

Mike Myers
Jessica Alba
Justin Timberlake

Regie: Marco Schnabel
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Mike Meyers zeigt auch als halbindischer Liebes- und Lebensberater den Meister der Maske und der verrückten Komödie.

Der Liebes-Guru bringt indische Weisheiten nach Amerika (Foto: Kinowelt) Großansicht

Der Liebes-Guru bringt indische Weisheiten nach Amerika (Foto: Kinowelt)

Mit geheimer Missionarsstellung und Goldständern hatte Myers bereits als Austin Powers zu tun. Als Guru der Liebe, von einem schielenden Zen-Zauberer in Indien unterrichtet, berät er jetzt Menschen in Beziehungs- und Bettfragen. In Amerika soll ihn ein Eishockey-Star, der seine Frau an einen Puckrivalen und damit auch sein Selbstbewusstsein verlor, ganz nach oben bringen.

Mit kosmischen Weisheiten, merkwürdigen Methoden und seinem legendären Friedensgruß "Mariska Hargitay" löst Guru Pitka alle Probleme und wird selbst zu einem. Denn er begehrt die schöne Teamchefin Jane (Jessica Alba), doch Sex mit ihr ist ihm verwehrt. Mit Bart und Zottelhaaren setzt Meyers auch in neuer Rolle auf Vertrautes, das ihn zum Star machte: zweideutiges Verbalpingpong, Slapstick, schräge Gesangseinlagen und absurde Verrücktheiten.

Jacques lenkt die besondere Aufmerksamkeit des Gurus auf sich (Foto: Kinowelt) Großansicht

Jacques lenkt die besondere Aufmerksamkeit des Gurus auf sich (Foto: Kinowelt)

Widerstand zwecklos

Hier träumt der Guru im Bollywoodstyle, fliegen Zwerge ins Hockeytor, singt Justin Timberlake Songs von Celine Dion, gibt ein TV-Kommentator vor der Kamera einen Borg. Widerstand ist also zwecklos.

Der Love Guru

Nach fünf Jahren Abwesenheit von Liveaction-Filmen mimt "Austin Powers"-Komiker und "Shrek"-Stimme" Mike Myers in der vulgären Slapstick-Komödie einen schrägen Selbsthilfe-Guru.

Das Drehbuch, das an einen ausgedehnten "Saturday Night Live"-Sketch erinnert, schrieb Myers in Zusammenarbeit mit Newcomer Graham Gordy. Als Regisseur suchte sich der zudem produzierende Hauptdarsteller mit Marco Schnabel ein ebenfalls unbeschriebenes Blatt. Es handelt sich also um eine Mike-Myers-Show. Die Idee für Guru Pitka kam Myers bereits Mitte der Neunziger Jahre, seine spätere Freundschaft mit Selbsthilfe-Autor Deepak Chopra erwies sich als zusätzliche Inspirationsquelle. Äußerlich könnte Pitka als Love Child von Beatles-Guru Maharishi Mahesh Yogi und Charles Manson durchgehen. Er benimmt sich ähnlich ausfallend wie der "Spion in geheimer Missionarstellung", nur dass er diesmal in heiliger Liebesmission unterwegs ist. So soll Pitka auf Bitte von Jane Bullard (Jessica Alba), der Besitzerin des Eishockey-Teams der Toronto Maple Leafs, den Starspieler Darren Roanoke (Romany Malco, zuletzt Türhüter von Tina Feys "Baby Mama") mit seiner von ihm getrennten Frau Prudence wieder vereinen. Denn nur sofern Darren sein Mojo wieder findet, hat das Team eine Chance den Stanley Cup zu gewinnen. Erschwerend ist der Umstand, dass Prudence mit Jacques "Le Coq" Grande (Justin Timberlake selbstparodistisch als sexy Biest mit aufgeplusterten Genitalbereich) angebandelt hat. Doch Pitka ist mit allen spirituellen Weisheits-Wassern gewaschen. Gleichzeitig verliebt sich "Seine Heiligkeit" in die schöne Jane, was zwar durch seinen Keuschheitsgürtel kompliziert wird, gleichzeitig für alberne Erektions-Soundeffekte gut ist.

Krude Sexscherze sind die Eckpfeiler dieser mit Bad-Taste-Gags (wie eine Wischmop-Attacke mit Urin) angereicherten New-Age-Parodie. Zweideutige Anagramme sind noch das brave Vorspiel, der Höhepunkt wird mit laut trötender Elefanten-Erotik im Eisstadium eingeläutet. Beim obligatorischen Fäkalhumor wird unter anderem mit Elefantendung geklotzt, während MiniMe Verne Troyer griesgrämig als Coach Cherkof als Punchingball für Zwergenwitze herhalten muss. Myers verzichtet auf sein patentiertes "Powers"-Rezept mehrere Figuren zu spielen, stattdessen verkörpert er Guru Pitka als Teenager (sein Kopf CGI-montiert auf einem Kinderkörper), jungen Mann und taucht in einem Cameo als sich selbst auf. In weiteren Gastauftritten marschieren Deepak Chopra, Val Kilmer und Jessica Simpson auf, ohne den Lachquotienten zu beeinflussen. "Gandhi" Ben Kingsley als schielender Guru Tugginmypudda schneidet besser ab. Heiterkeit kommt zudem auf, wenn Pitka sich seine Sitar zur Brust nimmt und Songs von Dolly Parton ("9 to 5"), Extreme ("More Than Words") und der Steve Miller Band ("Joker") anstimmt. Richtig ausgelassen wird die Komödie mit dem - laut Myers - Anliegen, erbauliche Botschaften von Liebe, Freude und Selbstakzeptanz zu verbreiten, allerdings erst zum over-the-top Bollywood-gestylten Gesangs- und Tanzfinale. ara.

Der Love Guru

Trotz gigantischem Karma und unendlicher Weisheit rangiert Guru Pitka im internationalen Erleuchtungs-Geschäft nur auf Rang zwei, was erheblich an seinem heiligen Ego nagt. Um endlich die Nummer eins zu werden, nimmt er den prestigeträchtigen Auftrag der attraktiven Jane an. Deren Eishockey Team droht den Pokal zu verlieren, weil Topspieler Darren keinen Schlittschuh mehr vor den anderen kriegt, seit seine Frau ihn für Jacques "Le Coq" Grande verlassen hat. Jetzt muss Guru Pitka beweisen, wie viel er von Liebe, Wahrheit und menschlichen Beziehungen versteht ...

Quelle: Studiocanal

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Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Mike Myers   als Guru Pitka
  Jessica Alba   als Jane Bullard
  Justin Timberlake   als Jacques "Le Coq" Grande
  Romany Malco   als Darren Roanoke
  Meagan Good   als Prudence
  Sir Ben Kingsley   als Guru Tugginmypudha
  Omid Djalili   als Guru Satchabigknoba
  Deepak Chopra   als Deepak Chopra
 
Regie:  Marco Schnabel  
Buch:  Graham Gordy  
  Mike Myers  
Musik:  George S. Clinton  
Kamera:  Peter Deming  
Produzent:  Mike Myers  
  Michael De Luca  

"Love Guru" stellt Negativ-Rekord auf

Keiner will sie haben, und doch wird sie verliehen: die Goldene Himbeere.

Mike Myers hat als "Love Guru" beste Chancen auf eine Himbeere (Foto: Kinowelt) Großansicht

Mike Myers hat als "Love Guru" beste Chancen auf eine Himbeere (Foto: Kinowelt)

Wie jedes Jahr wetteifern die schlechtesten Schauspieler und Filme wieder um den Razzie Award - oder hoffen eher, dass der Kelch an ihnen vorübergehen möge. Zu den absoluten Top-Favoriten als Schlechtester unter den Schlechten zählt die überdrehte Mike Myers-Komödie "Der Love Guru", die in fast jeder Kategorie um den Preis fürchten muss.

Außerdem unter den potenziellen Verlierern: "The Happening" von M. Night Shyamalan, mit dem sich Mark Wahlberg neben "Max Payne" als schlechtester Schauspieler qualifiziert hat. In der Damen-Kategorie hat es sogar das komplette Ensemble um Meg Ryan und Eva Mendes in "The Women" auf die Liste geschafft. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" könnte die schlechteste Fortsetzung des Jahres werden. Und Games-Verfilmer Uwe Boll ist ebenfalls mehrfach nominiert und erhält wohl eine Himbeere für das schlechteste Lebenswerk.

 

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