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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.11.2011
Originaltitel: Mies vailla menneisyyttä
Finnland/Deutschland/Frankreich 2002
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12
Markku Peltola
Kati Outinen
Juhani Niemelä
Regie: Aki Kaurismäki
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

Wer den großen Klaren aus dem Norden nach dem stummen und schwarz-weißen "Juha" in einer Sackgasse sah, findet sich glücklicherweise mit Aki Kaurismäkis in Cannes mit dem Großen Preis der Jury und dem Darstellerpreis für Kati Outinen ausgezeichneten Meisterwerk mit einem Meilenstein konfrontiert. Der eigentliche Sieger von Cannes, für das Aki auf den Treppen zum Festivalpalais zwei Minuten vollendeten Rock 'n Roll hinlegte und bei der Verleihung mit "Zuerst danke ich mir. Dann der Jury." bewusst stolz und knapp die Ehrung entgegen nahm, ist ein Wunder an poetischer Imagination, ein Märchen von vollendeter Schönheit, ein Film des Anmuts und der Würde, eine Ballade über Solidarität unter den Erniedrigten und Beleidigten und in seinen glänzend leuchtenden Primärfarben ein Muster opulenter Farbdramaturgie (wie "I Hired a Contract Killer").
I seiner ersten Filmhauptrolle spiel Markku Pistola den bei der Ankunft in Helsinki zu Tode geprügelten Namenlosen, der im Hospital aus dem Koma erwacht und sich selbst erschafft. Unter der Arbeitslosen, Alkoholikern, Außenseitern und Ausgestoßenen in der Hafengegend ein Kerl mit ungeahnter Energie, möbelt der Mann ohne Erinnerung die kleine Siedlung ebenso auf wie die Heilsarmee, bei der er die Frau seines Lebens (Outinen) finden wird. Was Kaurismäki lakonisch "ein episches Drama und den Traum einsamer Herzen mit leeren Taschen" nennt, ist nicht mehr und nicht weniger als des Finnen im Grunde hoffnungsvolles Bekenntnis zu einer utopischen Urgemeinde. In all den Jahren seit "Ariel", wo das Herz seiner Gestrandeten noch auf der Müllkippe begraben werden musste, ist er seinem Weltbild der ohne große Worte praktizierten Solidarität ohne Gewerkschaften oder Glauben treu geblieben. Dass ausgerechnet die Heilsarmee ("schon wieder eine Seele vom Alkohol gerettet, schon wieder eine Seele vom Alkohol befreit") eine wesentliche Rolle spielt, ist so ironisch wie spielerisch, wenn die Jungs von der Jesus-Band endlich guten alten Rock 'n' Roll lernen.
Kaurismäki inszeniert ohne jedes überflüssige Bild, erweist Gottes begnadetstem Trinker, dem gestorbenen Matti Pellonpää, der Hauptrollen in seinen früheren Filmen ("La vie de bohème") spielte, seine Reverenz mit einem Porträtfoto über einer Bar, spielt mit herrlichen Details, so einer Jukebox im Container am Hafen, einer Hündin namens Hannibal und leuchtet die herbe Kati Outinen ("Das Mädchen aus der Streichholzfabrik") mit goldenem Licht aus, dass sie wirklich schön und anmutig. Sie bedankte sich Aki und über Finnland und schloss mit "All is Mercy - Alles aus Gnade"). Begnadet ist auf jeden Fall des Finnen Kunst der konzentrierten Verknappung. Und die Preise in Cannes kommen genau zum richtigen Zeitpunkt in Akis Karriere, der mit "The Man Without a Past" vielleicht aus dem Ghetto der Programmkinos ausbrechen kann. ger.
Halb zu Tode geprügelt erwacht ein Mann (Markku Peltola) in einem Hospital. Nicht mal an seinen Namen kann er sich erinnern. Überfallen und ausgeraubt nach einer Zugfahrt und von den Ärzten für tot erklärt, findet er sich plötzlich erinnerungslos in einem zweiten Leben wieder. Er siedelt sich in einem Schrottcontainer am Flussufer an, mit Kleidern versorgt von der Heilsarmee und bald auch mit der scheuen Liebe einer Heilsarmistin (Kati Outinen). Mit Zähigkeit, Phantasie und Überlebenswillen kehrt er ins Leben zurück. Bis er, versehentlich eines Banküberfalls verdächtigt, identifiziert wird. Muss er nun zurück in seine frühere Welt, an die er sich immer noch nicht erinnern kann?
Mit Der Mann ohne Vergangenheit ist dem finnischen Regisseur Aki Kaurismäki ein kleines Meisterwerk gelungen, das sowohl inhaltlich durch seinen einfühlsam humanistischen Grundton, Situationskomik und Lakonie, als auch formal durch satte, warme Farben und eine wunderbare Musik besticht. Der Mann ohne Vergangenheit wurde auf den Filmfestspielen in Cannes 2002 mit dem Großen Preis der Jury und dem Preis für die beste Darstellerin (Kati Outinen) ausgezeichnet.
Quelle: Pandora
- Trailer
Quelle: Pandora
| Darsteller: | Markku Peltola | als M | |
|---|---|---|---|
| Kati Outinen | als Irma | ||
| Juhani Niemelä | als Nieminen | ||
| Kaija Pakarinen | als Kaisa Nieminen | ||
| Sakari Kuosmanen | als Anttila | ||
| Annikki Tähti | als Flohmarkt-Leiterin | ||
| Anneli Sauli | als Barbesitzerin | ||
| Elina Salo | als Werftarbeiterin | ||
| Outi Mäenpää | als Bankangestellte | ||
| Esko Nikkari | als Bankräuber | ||
| Pertti Sveholm | als Untersuchungsbeamter | ||
| Matti Wuori | als Anwalt | ||
| Aino Seppo | als Ex-Frau | ||
| Janne Hyytiäinen | als Ovaskainen | ||
| Antti Reini | als Elektriker | ||
| Marko Haavisto | als Heilsarmeeband | ||
| Jouni Saario | als Heilsarmeeband | ||
| Jukka Teerisaari | als Heilsarmeeband | ||
| Jyrki Telilä | als Heilsarmeeband | ||
| Risto Korhonen | als Straßenräuber | ||
| Panu Vauhkonen | als Straßenräuber | ||
| Tom Wahlroos | als Straßenräuber | ||
| Vesa Mäkelä | als Wache bei Gent's | ||
| Aarre Karén | als Arzt | ||
| Eeva-Liisa Haimelin | als Krankenschwester | ||
| Kalevi Heinämaa | als Stiefeldieb | ||
| Joona Karastie | als Nieminen-Sohn | ||
| Anton Peltola | als Nieminen-Sohn | ||
| Jouni Marjaranta | als Akkordeonspieler | ||
| Tuire Tuomisto | als Heilsarmee-Mädchen | ||
| Vappu Lysti | als Heilsarmeechor | ||
| Ritva Harteva | als Heilsarmeechor | ||
| Raija Lahteinen | als Heilsarmeechor | ||
| Eeva Penttinen | als Heilsarmeechor | ||
| Olli Varja | als Betrunkener | ||
| Peter von Bagh | als Heilsarmeeoffizier | ||
| Matti Oinonen | als Heilsarmeeoffizier | ||
| Aarno Kuussalo | als Heilsarmeeoffizier | ||
| Aarre Ritola | als Heilsarmeeoffizier | ||
| Sulevi Peltola | als Direktor des Arbeitsamtes | ||
| Erkki Lahti | als Lindström | ||
| Markku Pätilä | als Jokinen | ||
| Silu Seppälä | als Unruhestifter | ||
| Regie: | Aki Kaurismäki | ||
| Buch: | Aki Kaurismäki | ||
| Kamera: | Timo Salminen | ||
| Produzent: | Aki Kaurismäki | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Finnisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Extras: Trailer
- Trailer
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