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Der Patriot

Epos über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem ein friedliebender Familienvater zum Held wird.


Der Patriot (Extended Version)

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Erhältlich seit:
07.03.2006

Originaltitel: The Patriot

Historienfilm/ Action

USA 2000
Laufzeit: 168 Min.
FSK: ab 16

Mel Gibson
Heath Ledger
Joely Richardson

Regie: Roland Emmerich
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Der Patriot (Extended Version)

South Carolina, 1776: Benjamin Martin, Held im Kampf gegen Franzosen und Indianer, will, inzwischen zum Pazifisten geworden, nichts weiter als das Glück im Kreise seiner vielköpfigen Familie genießen. Da überzieht wieder ein Krieg das Land, diesmal gegen die englischen Usurpatoren. Doch Martin weigert sich, die Seinen zu verlassen. Erst als einer seiner Söhne stirbt und sein Gut dem Erdboden gleich gemacht wird, greift er wieder zu den Waffen, um die Kolonialherren aus seiner Heimat zu vertreiben.

Bekannt für opulentes Effekte-Kino, stellt Roland Emmerich ("Independence Day") hier sein Gespür für leidenschaftliche Dramen unter Beweis. Mit "Mad Max"-Star Mel Gibson als Garant für glaubwürdig-spannende Action besetzte er zudem den idealen Titelhelden. Dass historische Fakten zugunsten der emotionalen Umsetzung etwas zurechtgebogen werden mussten, stört dabei ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Gründe des "Patrioten", in den Kampf zu ziehen, eher denen eines Rächers gleichen.

Der Patriot (Extended Version)

Erstmals bläst Roland Emmerich nicht in futuristischen Zusammenhängen zum gigantischen Hollywood-Halali. Sein Gespür für imposante Ausstattungen und Filmemotionen kommt dem Exil-Deutschen auch in seiner wuchtigen Verfilmung eines Drehbuchs von "Der Soldat James Ryan"-Autor Robert Rodat zu Gute, in dem Amerika wieder einmal den gerechten Krieg und Emmerich nach "ID4" erneut für die Unabhängigkeit kämpft. Keine Sorge, in der Berserker-Mär aus dem Revolutionskrieg findet kein öder Diskurs über den Wert der Freiheit statt. Denn politische oder ideologische Hintergründe spielen eine Statistenrolle, wenn Mel Gibson auf Mad-Max-Modus schaltet, um in den Kriegswirren den Tod eines seiner Söhne zu sühnen und en passant auch noch die Geburt einer Nation zu besiegeln.

Niemand dreht amerikanischere Filme als Roland Emmerich: Das mag daran liegen, dass seine Liebe von jeher dem Überwältigungskino Marke Spielberg gilt, das den Zuschauer allemal lieber staunen lassen will, als ihn intellektuell zu kitzeln. Emotionen wollen seine Bilder auslösen - und nichts anders. Wenn es denn einer heroisch geschwungenen Fahne bedarf oder der Tränen eines kleinen Mädchens, um das Publikum zu bewegen, dann wird Emmerich keine Sekunde zögern sie einzusetzen.

Das trifft auf seine Fantasy-Popcorn-Hits wie "Independence Day" (gelungen) oder "Godzilla" (weniger gelungen) ebenso zu wie auf seinen epischen Abstecher in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, mit dem er dem Vorbild Spielberg näher kommt als je zuvor. Hier wird nicht um Werte gekämpft, sondern um die Befriedigung der Rachegefühle eines Vaters. Das bedeutet, dass man so manche historische Ungenauigkeit und Simplifizierung hinnehmen muss: So dürfen schwarze Sklaven bei Benjamin Martin, dem Südstaaten-Helden von "Der Patriot", als Gleichberechtigte auf der Farm arbeiten. Die Bösen sind die Rotröcke, also die Truppen des Königs von England, die mit einer Ausnahme hassenswerte Bösewichte, arrogante Pinsel oder Kanonenfutter sind, während die amerikanischen Siedler trotz finsterer Gesichter fast ausschließlich zutiefst aufrichtige Kerle sind.

Es hilft, dass Emmerich mit "Der Patriot" seine filmemacherisch bislang ambitionierteste und gelungenste Arbeit vorlegt: Die logistisch kompliziert zu realisierenden Schlachtszenen mit ihren blutigen Details (vor allem Kanonenkugeln richten Dinge mit Körpern an, die bis vor wenigen Jahren ausschließlich dem Splatterfilm vorbehalten waren) meistert er ebenso souverän wie die Arbeit mit seiner riesigen Besetzung, mit der der Regisseur einen epischen Bogen schlägt. Von unschätzbarem Wert ist natürlich Mel Gibson als siebenfacher Familienvater (wie im realen Leben) und seit Jahren erklärter Pazifist Martin. Wenn er nach den frühen, harmonischen Momenten auf seiner Farm dazu gezwungen wird, seinen hart erkämpften inneren Frieden aufzugeben und den Guerillakrieg gegen die Briten aufzunehmen, nachdem einer seiner Söhne getötet und ein anderer verschleppt wurde, ist damit zu rechnen, dass das Publikum wie ein Mann auf seiner Seite steht, speziell wenn er beim Showdown mit erhobener Fahne gegen den Feind stürmt.

Dass dem getriebenen Mann auch zu diesem entscheidenden Zeitpunkt Blutrache weiterhin wichtiger ist als der Kampf um höhere Werte, er bis zum Schluss weniger "Der Patriot" ist als "Der Rächer", könnte auch denen unangenehm aufstoßen, die Gibson bislang ohne Murren durch Dick, Dünn und manch melodramatisches Pathos gefolgt sind. Selbstjustiz im Stil von "Ein Mann sieht rot" ist ein unwürdiges Ende für dieses opulente Abenteuerdrama, über dessen Inhalte sich wohl streiten lässt, der darüber hinaus kompetent und leidenschaftlich umgesetzt wurde. Nun bleibt abzuwarten, inwiefern das deutsche Publikum bereit ist, in den Hurra-Patriotismus des potenziellen Blockbusters einzustimmen. ts.

Der Patriot (Extended Version)

South Carolina, 1776. Als englische Soldaten während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges sein Heim und seine Kinder bedrohen, steigt der friedfertige Familienvater Benjamin Martin (Mel Gibson) widerwillig zum nationalen Helden auf. Obwohl er der festen Überzeugung ist, dass Gewalt keine Lösung ist, muss er sich bald eingestehen, dass er seine Familie nur beschützen kann, indem er für die Freiheit einer jungen Nation kämpft ...


Kurzbewertung:
Roland Emmerich (Godzilla, ID4) gelang mit "Mel Gibson - Der Patriot" ein emotional ergreifender, ebenso packender wie bildgewaltiger, spektakulär inszenierter Film mit Super-Star und Oscar-Preisträger Mel Gibson (Braveheart) sowie Shooting-Star Heath Ledger (10 Dinge, die ich an dir hasse).

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Mel Gibson   als Benjamin Martin
  Heath Ledger   als Gabriel Martin
  Joely Richardson   als Charlotte Selton
  Jason Isaacs   als Colonel William Tavington
  Chris Cooper   als Colonel Harry Burwell
  Tchéky Karyo   als Jean Villeneuve
  Rene Auberjonois   als Rev. Oliver
  Lisa Brenner   als Anne Howard
  Tom Wilkinson   als General Cornwallis
  Donal Logue   als Dan Scott
  Leon Rippy   als John Billings
  Adam Baldwin   als Kapitän Wilkins
  Gregory Smith   als Thomas Martin
  Mika Boorem   als Margaret Martin
  Skye McCole Bartusiak   als Susan Martin
  Trevor Morgan   als Nathan Martin
  Joey D. Vieira   als Peter Howard
  Jay Arlen Jones   als Occam
 
Regie:  Roland Emmerich  
Buch:  Robert Rodat  
Musik:  John Williams  
Kamera:  Caleb Deschanel  
Produzent:  Dean Devlin  
  Mark Gordon  
  Gary Levinsohn  

Foster und Gibson: Rein ins Leben

Star sein ist schon was verdammt langweiliges.

Keine Panik, Jodie Foster, ein Deal mit Starbucks ist schon in Sicht.

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Wer will denn schon in Hollywood Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin sein und sich Oscars ("Angeklagt", "Das Schweigen der Lämmer") abholen, wenn er statt dessen kellnern könnte? Jodie Foster ("Panic Room"), zweifache alleinerziehende Mama, die die Identität der Väter bzw. des Vaters ihrer Söhne geheim halten will, bis die beiden selbst damit rausrücken, ist gerade dabei, sich nach einem anderen Beruf umzusehen. In der engeren Auswahl stehen Postbotin und Serviererin. Der Ex-Kinderstar ("Taxi Driver") stellt es sich wahnsinnig interessant vor, oft an der frischen Luft zu sein und viele verschiedene Leute kennen zu lernen. Sehr angetan von den neuen Interessen der schönen 39jährigen zeigt sich nun die Kaffeehaus-Kette Starbucks. Die würde Jodie sofort und ohne Abgabe von Bewerbungsunterlagen einstellen. Sämtliche hart arbeitende Kellnerinnen werden die neuen Ambitionen der "Anna und der König"-Darstellerin bestimmt nachvollziehen können...

Kein Held mehr sein, das ist auch der größte Wunsch des Mannes, der weiß, "Was Frauen wollen". Mel Gibson("The Million Dollar Hotel") hat es gründlich satt, ständig bei Dreharbeiten zu sein, weit weg von Frau Robyn und der Familie. Sein neuester Film "Wir waren Helden", der in Amerika derzeit die Kinocharts anführt, könnte vielleicht sein letzter sein. Gibson sagte: "Jetzt, mit 46, ist es nicht mehr das selbe wie damals mit 20. Ich nutzte es aus, lange bei Außendrehs zu sein, jetzt will ich nicht mehr weit weg von zu Hause arbeiten." In Zukunft will sich "Der Patriot" eher aufs Produzieren konzentrieren. Er wolle nicht mehr der Star vor der Kamera sein, sagte er weiter. Außerdem habe er vor, sich mehr um seine sieben Kinder zu kümmern. Mel muss schließlich aufpassen, dass Hannah, Edward, Christian, William, Louis, Milo und Tommy keine verwöhnten Bälger werden, bei dem vielen Geld, das der Herr Papa besitzt. "Ich verschwende meine Millionen nicht an meine Kinder, aber ich lasse sie auch nicht verhungern", so der "Kopfgeld - Einer muß bezahlen"-Darsteller weiter. "Du musst sicher sein, dass deine Kinder gesund sind, und dass sie ein Dach über dem Kopf haben, das ist es." Na, dann trauern wir eben jetzt etwas um den möglichen Leinwandverlust und wünschen Mel Gibson ein schönes Rentner-Leben.

Foto: Columbia TriStar

 

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Mel Gibson

Internationaler Filmstar, Regisseur und Produzent. Geboren in Peekskill, New York (australische Staatsbürgerschaft). Familie: seit 1980 verheiratet...

 

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Der unter tragischen Umständen verstorbene Star aus "The Dark Knight", der darin als Joker schwer beeindruckend aufspielte. Als australische...