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Der Pianist

Authentische Geschichte über einen polnischen Pianisten, der sich während des Zweiten Weltkrieges in Warschau versteckt hält und dem ein deutscher Offizier schließlich das Leben rettet.


Der Pianist (2 DVDs)

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Erhältlich seit:
03.06.2003

Originaltitel: Der Pianist

Drama

Frankreich/Deutschland/Polen 2002
Laufzeit: 143 Min.
FSK: ab 12

Adrien Brody
Thomas Kretschmann
Frank Finlay

Regie: Roman Polanski
Universum Film

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Roman Polanskis Oscar-gekröntes Drama über Leben und Leid im Warschauer Ghetto.

Dem Pianisten Wladyslaw Szpilman wird seine Religion zum Verhängnis (Foto: Universum Film) Großansicht

Dem Pianisten Wladyslaw Szpilman wird seine Religion zum Verhängnis (Foto: Universum Film)

Warschau, 1939. Die Besetzung Polens durch die Deutschen bedeutet für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) den Beginn eines langen Leidenswegs.

Durch einen Glücksfall entgeht er dem Transport ins KZ. Von nun an fristet er sein Dasein im Untergrund. Hungrig, krank und psychisch vor dem Zusammenbruch, wird er gegen Kriegsende schließlich von einem deutschen Offizier aufgespürt.

Doch anstatt ihn auszuliefern, bittet dieser ihn, Klavier zu spielen - Szpilmans Rettung.

Der Pianist wird abtransportiert (Foto: Universum Film) Großansicht

Der Pianist wird abtransportiert (Foto: Universum Film)

Oscar-Triumph

Roman Polanskis Drama feierte erst in Cannes und schließlich auch bei der Oscarverleihung Triumphe. Hauptakteur Adrien Brody legt seine Rolle mit erschütternder Passivität und bewegendem Optimismus an.

Besonderer Bonus auf der DVD: Roman Polanski gibt in einem Interview interessante Einblicke, wie er sich auf den Film vorbereitet hat. Außerdem gibt's jede Menge Hintergrundinformationen zu den Dreharbeiten. Ein absolutes Muss!

Der Pianist (2 DVDs)

Die diesjährige Goldene Palme von Cannes für Roman Polanskis beinahe dokumentarisch inszenierten Überlebenskampf des jüdischen Titelhelden im Warschauer Ghetto mag keine des Herzens sein, aber sie ist als Palme der optimistischen Humanität einer vernünftigen Entscheidung der Jury entsprungen. Polanski, der als Überlebender des Ghettos von Krakau eigentlich nie mehr auf diese schmerzhafte historische Epoche zurückkommen wollte, hat sich nach der Lektüre der Erinnerungen des wirklichen Wladylaw Szpilman dann doch vom Gegenteil überzeugen lassen. Das überaus ehrenwerte Ergebnis ist ein Film, der mit gelassener Haltung die Zeit der Shoah reflektiert.

Von Anfang an stellt Polanski den schüchternen, zurückhaltenden jüdisch-polnischen Radio-Pianisten Szpilman in den Mittelpunkt. Es gibt keine Szene, in der sein Darsteller Adrien Brody, famoser Punk aus Spike Lees "Summer of Sam" und energischer Gewerkschafter in Ken Loachs "Bread and Roses", nicht das Geschehen trägt. Polanski lässt Brody (, der mehr als es Jeremy Irons war einen guten gequälten Kafka abgeben würde) ohne mimische Kraftakte, vielmehr mit verführerischer Hilflosigkeit wie eine Alice im Horrorland der Ghettowirklichkeit durch die Zeit stolpern. Dramaturgisch als Episodendrama angelegt, ist Szpilmans Ghetto-Odyssee durch Hunger, Kälte, Entbehrung, Not, Demütigungen und Verzweiflung geprägt, wobei Hilfe und Solidarität anderer sein Überleben sichern, zuletzt durch eine kultivierten deutschen Wehmachtoffizier, dem Szpilman seinerseits nach dem Krieg helfen kann, weil er den Namen nicht kennt. Thomas Kretschmann kommt das Verdienst zu, den 1952 in einem sowjetischen Gefangenenlager gestorbene Wilm Hosenfeld durch coole Präsenz und Understatement in wenigen Szenen zu einem Charakter werden zu lassen, der in Erinnerung bleibt.

Polanski ist vorgeworfen worden, die Zweifel Szpilmans zu vernachlässigen. Das mag sein, trifft aber daneben. Es ist gerade Szpilmans in Brodys packender Passivität sichtbar werdender Optimismus, der irritiert und zum Denken anregt. Geradezu lakonisch inzeniert Polanski Erschießungen, Deportationen und die Auflösung des Ghettos, für eine 60-Millionen-Produktion beinahe undenkbar aber mit Sinn. Der liegt im Wesentlichen darin, die massenwirksame Dramatik, die durch Spielbergs "Schindlers Liste", und die märchenhafte Utopie, die durch Roberto Benignis "Das Leben ist schön" in den letzten Jahren die Auseinandersetzung mit dem Holocaust auf Fragen des Stils festlegte, auf die ertragbaren epischen Erzählformen über menschliches Leid zu reduzieren und sich wieder mehr dem Thema als der Umsetzung zu nähern, was ihn für Arthouse-Kinos zum idealen Film macht. In dieser Bescheidung liegt die Kraft von Polanskis Film, der dem "kleinen Polacken" (wie sein Freund Robert Evans in der Dokumentation "The Kid Stays in the Picture" Roman liebevoll nennt) Herzangelegenheit wurde. Die Goldene Palme ist, so gesehen, auch Würdigung des Lebenswerks des Meisterregisseurs, der nichts mehr beweisen muss. ger.

Darsteller:  Adrien Brody   als Wladyslaw Szpilman
  Thomas Kretschmann   als Der deutsche Offizier
  Frank Finlay   als Der Vater
  Maureen Lipman   als Die Mutter
  Ed Stoppard   als Henryk
  Julia Rayner   als Regina
  Jessica Kate Meyer   als Halina
  Emilia Fox   als Dorota
  Ruth Platt   als Janina
  Michal Zebrovski   als Jurek
  Wanja Mues   als SS-Offizier
  Richard Ridings   als Herr Lipa
  Roy Smiles   als Itzak Heller
  Paul Bradley   als Yehuda
  Thomas Lawinky   als Schutzpolizist
  Joachim Paul Assböck   als Schutzpolizist
  Daniel Caltagirone   als Majorek
  Andrzej Blumenfeld   als Benek
  Detlev von Wangenheim   als SS-Offizier
  Popeck   als Rubinstein
  Udo Kroschwald   als Schultz
  John Bennett   als Dr. Ehrlich
  Torsten Flach   als Zig Zag
  Ronan Vibert   als Janinas Ehemann
  Krzysztof Pieczynski   als Gebeczynski
  Katarzyna Figura   als Nachbarin
  Valentine Pelka   als Dorotas Ehemann
  Andrew Tiernan   als Szalas
  Tom Strauss   als Dr. Luczak
  Cezary Kosinski   als Lednicki
  Cyril Shaps   als Herr Grün
  Zbigniew Zamachowski  
 
Regie:  Roman Polanski  
Buch:  Ronald Harwood  
Musik:  Wojciech Kilar  
Kamera:  Pawel Edelman  
Produzent:  Roman Polanski  
  Robert Benmussa  
  Alain Sarde  

Predator mit neuen Feinden

Dass Robert Rodriguez sein Remake nicht gerade stromlinienförmig besetzen würde, war klar. Der eigentliche Cast überrascht dann aber doch.

Predator-Gegner im Wandel der Zeit: Bald Adrien Brody, damals Arnold Schwarzenegger (Foto: Kurt Krieger/Fox) Großansicht

Predator-Gegner im Wandel der Zeit: Bald Adrien Brody, damals Arnold Schwarzenegger (Foto: Kurt Krieger/Fox)

Das erste Auftreten des außeririschen Predators in der Filmgeschichte gipfelte in einen äußerst archaischen Showdown: Keine Waffen, keine Hightech - nur die (damals noch) steirische Eiche Arnold Schwarzenegger vs. den außeririschen Kopfjäger. Ringkampf der Maschinen, kollidierende Muskelberge, rohe Kräfte in Minuten destruktiver Verschlingung.

Der Cast für das von Robert Rodriguez geplante Remake lässt vermuten, dass hünenhafter Nahkampf diesmal nicht im Zentrum steht. Taffer Gegenspieler des außeririschen Trophäensammlers wird diesmal: Adrien Brody. Richtig, der Adrien Brody, der sich als "Pianist" den Oscar erspielte und der immer eine gute Wahl ist, wenn zarte Sensibilität auf die Leinwand gebracht werden soll. Spitzen-Schauspieler, Garant für mimische Qualität - abgesehen davon, dass er insgesamt soviel Muskelmasse besitz, wie Arnies Oberschenkel.

Den Predator besiegt auch Brody nicht allein

Naja, er muss den Predator ja nicht alleine in den Griff bekommmen. Zu dem Trüppchen, das offenbar zu Jagdzwecken auf den Heimatplaneten des Alien verschleppt wird, gehören: Topher Grace, der Venom aus Spider-Man 3 als mordender Buchhalter, Alice Braga aus "I Am Legend" als Killerin - dazu kommen Mahershalalhashbaz Ali aus "4400 - Die Rückkehrer" und die schauspielende Handkante Oleg Taktarov. Alle, inklusive der Dame, in punkto Statur weit beeindruckender als Adrien Brody.

Wer den Predator selbst spielt, ist bisher nicht bekannt. Allzu groß dürfte der Run auf die Rolle wohl nicht werden: Dank Fußringen und Netzhemd zart tuntig, dazu Rasta-Tentakel plus miserables Gebiss - fällt einem nur Johnny "Jack Sparrow" Depp ein. Pardon: Captain Jack Sparrow, natürlich. Allerdings müsste der vorher eine Steorid-Crashkur machen, um als ausgewachsener Predator durchzugehen. Aber als versierter Method-Actor nimmt man ja vieles in Kauf. Sogar Muskelberge - wenn's denn die Rolle verlangt.

 

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