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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.04.2009
Originaltitel: Der Pianist
Frankreich/Deutschland/Polen 2002
Laufzeit: 143 Min.
FSK: ab 12
Adrien Brody
Thomas Kretschmann
Frank Finlay
Regie: Roman Polanski
Universum Film

Die diesjährige Goldene Palme von Cannes für Roman Polanskis beinahe dokumentarisch inszenierten Überlebenskampf des jüdischen Titelhelden im Warschauer Ghetto mag keine des Herzens sein, aber sie ist als Palme der optimistischen Humanität einer vernünftigen Entscheidung der Jury entsprungen. Polanski, der als Überlebender des Ghettos von Krakau eigentlich nie mehr auf diese schmerzhafte historische Epoche zurückkommen wollte, hat sich nach der Lektüre der Erinnerungen des wirklichen Wladylaw Szpilman dann doch vom Gegenteil überzeugen lassen. Das überaus ehrenwerte Ergebnis ist ein Film, der mit gelassener Haltung die Zeit der Shoah reflektiert.
Von Anfang an stellt Polanski den schüchternen, zurückhaltenden jüdisch-polnischen Radio-Pianisten Szpilman in den Mittelpunkt. Es gibt keine Szene, in der sein Darsteller Adrien Brody, famoser Punk aus Spike Lees "Summer of Sam" und energischer Gewerkschafter in Ken Loachs "Bread and Roses", nicht das Geschehen trägt. Polanski lässt Brody (, der mehr als es Jeremy Irons war einen guten gequälten Kafka abgeben würde) ohne mimische Kraftakte, vielmehr mit verführerischer Hilflosigkeit wie eine Alice im Horrorland der Ghettowirklichkeit durch die Zeit stolpern. Dramaturgisch als Episodendrama angelegt, ist Szpilmans Ghetto-Odyssee durch Hunger, Kälte, Entbehrung, Not, Demütigungen und Verzweiflung geprägt, wobei Hilfe und Solidarität anderer sein Überleben sichern, zuletzt durch eine kultivierten deutschen Wehmachtoffizier, dem Szpilman seinerseits nach dem Krieg helfen kann, weil er den Namen nicht kennt. Thomas Kretschmann kommt das Verdienst zu, den 1952 in einem sowjetischen Gefangenenlager gestorbene Wilm Hosenfeld durch coole Präsenz und Understatement in wenigen Szenen zu einem Charakter werden zu lassen, der in Erinnerung bleibt.
Polanski ist vorgeworfen worden, die Zweifel Szpilmans zu vernachlässigen. Das mag sein, trifft aber daneben. Es ist gerade Szpilmans in Brodys packender Passivität sichtbar werdender Optimismus, der irritiert und zum Denken anregt. Geradezu lakonisch inzeniert Polanski Erschießungen, Deportationen und die Auflösung des Ghettos, für eine 60-Millionen-Produktion beinahe undenkbar aber mit Sinn. Der liegt im Wesentlichen darin, die massenwirksame Dramatik, die durch Spielbergs "Schindlers Liste", und die märchenhafte Utopie, die durch Roberto Benignis "Das Leben ist schön" in den letzten Jahren die Auseinandersetzung mit dem Holocaust auf Fragen des Stils festlegte, auf die ertragbaren epischen Erzählformen über menschliches Leid zu reduzieren und sich wieder mehr dem Thema als der Umsetzung zu nähern, was ihn für Arthouse-Kinos zum idealen Film macht. In dieser Bescheidung liegt die Kraft von Polanskis Film, der dem "kleinen Polacken" (wie sein Freund Robert Evans in der Dokumentation "The Kid Stays in the Picture" Roman liebevoll nennt) Herzangelegenheit wurde. Die Goldene Palme ist, so gesehen, auch Würdigung des Lebenswerks des Meisterregisseurs, der nichts mehr beweisen muss. ger.
Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit des Leids. Tagtäglich wird er Zeuge unerträglicher Demütigung und Brutalität. Nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds konnte er der Todesfalle des Warschauer Ghettos entkommen. Voller Angst irrt er allein durch die Stadt, die sich inzwischen in eine leblose, erschütternde Ruinenlandschaft verwandelt hat. Eines Tages entdeckt ihn ein Offizier der deutschen Wehrmacht, der sein Schicksal verändern wird.
Quelle: Universum Film
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Booklet, Trailer
Hochgewachsen, mit flinken, listigen und ständig lachenden Augen sowie kaum zu bändigenden schwarzen Locken und einem betont schlaksig lässigen...
Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...

