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Der Pornograph

Rigoroses Drama über einen Pornoregisseur, der feststellen muss, dass sich seine Einstellung zur Branche längst überholt hat.


Der Pornograph

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Erhältlich seit:
20.03.2009

Originaltitel: Le pornographe

Drama

Frankreich 2001
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16

Jean-Pierre Léaud
Jérémie Renier
Dominique Blanc

Regie: Bertrand Bonello
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Filmbewertung


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Die Ausstattung

Die Technik



 
Der Pornograph

Pornographie zeigt alles, doch alles sehen kann man nicht. Sinnliche Spannung etwa, oder Emotionen als Bonus zu Positionen. Und Akteure, die nicht nur Automaten sind. "Der Pornograph" ist ein Regisseur, der vor diesen Defiziten nicht kapitulieren will und an der Harmonisierung von Körper, Kommerz und Kunst arbeitet. Nach 15 Jahren Pause wagt er ein Comeback und beginnt dabei, seine Beziehung zu Familie und sich selbst zu überdenken. Intimes französisches Kino, das mit Titel und Milieu einen Köder auswirft, der neugierig macht. Doch befriedigt werden nur Erwartungen an Anspruch, nicht an Erregung.

Spekulativ ist nichts an diesem Film, auch wenn er in zwei Szenen Hardcore bietet. Gestöhnt wird schon zu Beginn im Off. Beim Essen bespricht man Penetration wie die Garzeit von Erbsen, und die Nahaufnahme, das Stilmittel des Pornos, ist gegenüber totalen Einstellungen bedeutungslos. Autor-Regisseur Bonello interessiert sich wenig für das Treiben vor der Kamera. Im Fokus steht der Mann dahinter, der mit seinem Anspruch noch in den Siebzigern lebt, mit mehreren Kameras und auf Film dreht, mit Darstellern intensiv Rollen bespricht, aber Leidenschaft nicht mehr wirklich fühlt. Wie in "Boogie Nights" blüht der Mythos der goldenen Pornoära auch hier, trauert man einem Gestern nach, in dem der Akt noch politisch war. Im Soundtrack hört man Vivaldi, auf den Truffaut etwa bei "Der Wolfsjunge" zurückgriff. Truffauts Lieblingsdarsteller Jean-Pierre-Leaud spielt auch die Titelfigur, der das Leben schwer in den Gesichtszügen hängt. Aber "Eine amerikanische Nacht" will der Film nicht sein, obwohl das Ineinanderfließen von beruflich und privat in diesem Milieu spannenden Stoff geboten hätte. "Der Pornograph" mäandert in der Beobachtung seines Protagonisten, ist manchmal so zerstreut wie er, zeigt ihn bei der Arbeit, vor allem aber beim Versuch, seinem Leben wieder Sinn zu geben. Dazu gehört die Annäherung an seinen Sohn, die Auszeit von einer langjährigen Beziehung und der Aufbruch, markiert durch den Bau eines Hauses, in das er sich einbringen kann. Trotz Längen zeigt der Film glaubwürdig die Sackgasse, die seine Hauptfigur zur Umkehr zwingt. Und beweist bei den Dreharbeiten zum Film im Film einen Sinn für trockene Komik, die für die Produkte der Befriedigungsbranche kaum charakteristisch ist. kob.

Der Pornograph

In den 70er Jahren war Jacques Laurent ein junger, innovativer Porno-Regisseur. Finanzielle Gründe zwingen ihn 25
Jahre später wieder Pornos zu drehen. Einige Jahre zuvor hatte sich sein Sohn Joseph von ihm abgewendet, nachdem er
herausgefunden hatte, worin die wahre Profession seines Vaters bestand. Doch nun ist Joseph 17 Jahre alt. Vater und
Sohn begegnen sich wieder zu einem Zeitpunkt, an dem Jacques einen Weg sucht, mit seinem Leben abzuschließen und
Joseph einen, dem seinen einen Sinn zu geben.

Quelle: AL!VE

- Kurzfilm "Die Abenteuer von James und David" (Regie: Bertrand
Bonello)
- Trailer

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Jean-Pierre Léaud   als Jacques
  Jérémie Renier   als Joseph
  Dominique Blanc   als Jeanne
  Thibault de Montalembert   als Richard
  André Marcon   als Louis
  Alice Houri   als Monika
  Ovidie   als Jenny
  Catherine Mouchet   als Olivia Riochet
  Laurent Lucas   als Carles
  Titoff  
 
Regie:  Bertrand Bonello  
Buch:  Bertrand Bonello  
Musik:  Laurie Markovitch  
Kamera:  Josée Deshaies  
Produzent:  Carole Scotta  
 

Fassungen

 

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Features

 

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