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Der Rote Baron

Matthias Schweighöfer lernt als junger Kampfpilot die Schrecken des Krieges kennen und trifft eine folgenschwere Entscheidung.


Der Rote Baron

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Erhältlich seit:
22.08.2008

Originaltitel: Der Rote Baron

Historienfilm/ Abenteuer

Deutschland 2007
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12

Matthias Schweighöfer
Lena Headey
Til Schweiger

Regie: Nikolai Müllerschön
Warner Home Video Germany

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Mit der Verfilmung der legendären Lebensgeschichte des Manfred von Richthofen setzen Regisseur Nikolai Müllerschön und sein Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer dem Flieger-Ass des Ersten Weltkriegs ein pompöses Denkmal.

In der Luft ist von Richthofen ein absoluter Star (Foto: Warner) Großansicht

In der Luft ist von Richthofen ein absoluter Star (Foto: Warner)

Er war ein Volksheld, ein Superstar, ein Jugendidol und - der tollkühnste Flieger aller Zeiten: Manfred von Richthofen. Der passionierte Pilot brachte es im Ersten Weltkrieg auf unglaubliche 80 Luftkampf-Siege, bevor er am 21. April 1918 kurz vor seinem 26. Geburtstag sein Leben ließ. Diesem legendären Talent der Lüfte hat nun der in den USA lebende und wirkende Autor und Regisseur Nikolai Müllerschön ein großartiges und zeitgemäßes Denkmal gesetzt.

"Der rote Baron" nennt er sein tricktechnisch enorm aufwändiges und sensationell hochkarätig besetztes Werk, nach dem Spitznamen des über die Grenzen hinaus bekannten fliegenden Freiherrn, dessen Markenzeichen eine puterrote Fokker DR-I Dreidecker war. Einen besonderen Coup konnte Müllerschön mit der Besetzung der Titelrolle landen. Denn Matthias Schweighöfer gehört nach bemerkenswerten Auftritten in Kinofilmen wie "Soloalbum" und "Das wilde Leben" nicht nur zu den talentiertesten Nachwuchsschauspielern Deutschlands, er ist von Richthofen auch wie aus dem Gesicht geschnitten.

Selbst der Feind empfindet Bewunderung (Foto: Warner) Großansicht

Selbst der Feind empfindet Bewunderung (Foto: Warner)

Respekt vom Gegner

Der Film beginnt im Jahre 1916. Freiherr Manfred von Richthofen, gerade einmal 24 Jahre alt, ist auf der Höhe seines Ruhms. Sein einzigartiges Können flößt sogar den Kriegsgegnern Respekt ein - wie etwa dem kanadischen Piloten der Alliierten Captain Roy Brown (Joseph Fiennes), der vom roten Baron abgeschossen wird. Doch für von Richthofen und seine Kameraden Voss (Til Schweiger), Sternberg (Maxim Mehmet) und Lehmann (Hanno Koffler) sind diese waghalsigen Manöver über den Wolken lediglich eine Art sportlicher Wettkampf, vom Grauen des Krieges, der sich vornehmlich unten am Boden abspielt, bekommen sie kaum etwas mit.

Das ändert sich, als von Richthofen die Krankenschwester Käte (Lena Headey aus "300") kennen und lieben lernt. Diese führt ihm vor Augen, welch furchtbare Dinge der Krieg mit den Menschen anstellt. Doch noch ehe dem roten Baron dies so richtig bewusst wird, haben ihn Politik und Militär längst für ihre Propaganda-Zwecke missbraucht...

Zwischen Schwester Käte und dem roten Baron bahnt sich eine zarte Romanze an (Foto: Warner) Großansicht

Zwischen Schwester Käte und dem roten Baron bahnt sich eine zarte Romanze an (Foto: Warner)

Liebe zum Detail

Neben einer ans Herz gehenden Liebesgeschichte zwischen dem wackeren Piloten und der kessen Sanitäterin verblüfft "Der rote Baron" durch seine akribische Detailversessenheit - so wurden allein 1100 historische Uniformen genäht und der Berliner Potsdamer Platz von 1916 rekonstruiert.

Geradezu sensationell aber sind seine großartigen Luftkampfsequenzen mit Nachbildungen vom berühmten "Fliegenden Zirkus", der dank perfekter CGI-Technik täuschend echt über die Leinwand donnert. Selten war deutsches Kino so mitreißend, dramatisch und spektakulär.

Der Rote Baron

In Nikolai Müllerschöns aufwändigem Fliegerepos betrachtet der populäre deutsche Kampfpilot Manfred von Richthofen Krieg als sportliche Angelegenheit.

Jetzt fliegt er wieder, "Der Rote Baron", bürgerlich Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen, ein deutscher Kriegsheld, im Ausland fast noch bekannter als in seiner Heimat. In Howard Hughes legendärem "Hell's Angels" tauchte das Flieger-Ass 1930 erstmals auf der Leinwand auf, Roger Corman ließ ihn 1970 in "Von Richthofen and Brown" im Dreifachdecker gen Himmel steigen. Jetzt folgt die erste deutsche Produktion zur Legende, rund 20 Millionen Euro teuer. Viereinhalb Jahre hat Regisseur und Autor Nikolai Müllerschön an seiner Version des "roten Baron" gearbeitet, führte zunächst Gespräche mit US-Produzenten, bis die Deutschen Dan Maag ("Open Water 2") und Thomas Reisser einstiegen. Gedreht wurde wegen besserer internationaler Verwertbarkeit in englischer Sprache, aus Kostengründen in und um Prag sowie in den renommierten Barrandov Studios, in denen zeitgleich "Casino Royale" entstand.

Stoffgerecht eröffnet das Weltkriegs-Abenteuer mit einer spektakulären Flugnummer. Von Richthofen und drei seiner Kameraden fliegen im Jahre 1916 zur Beerdigung eines englischen Kollegen und werfen über dessen Grab zielgenau einen Kranz ab. Friend and enemy, Freund und Feind, steht auf der Schärpe zu lesen. Man hat gemeinsam die Universität besucht, geht miteinander um wie Gentlemen dies tun. Überhaupt - und das macht den adligen Richthofen aus - wird hier auf Fairness Wert gelegt: Abschießen ja, Töten möglichst nein, ein Paradox im Krieg. Nicht so für den Familienmenschen Richthofen, der die kriegerische Auseinandersetzung eher als sportliches (Groß-)Ereignis betrachtet, wie einst schon die todgeweihten australischen Soldaten in Peter Weirs "Gallipoli". Und dann trifft der Freiherr mit dem furchteinflößenden roten Doppeldecker bei einer Absturzstelle, er hat gerade seinen liebsten Erzrivalen Captain Roy Brown abgeschossen, auf die belgische Krankenschwester Käte. Ein Blick genügt... "Sein größter Sieg war ihre Liebe" heißt das Werk denn auch im Untertitel und postwendend landet Richthofen mit Kopfschuss als "deutscher Patient" im Lazarett der Pazifistin.

Sie will ihn am Boden halten, er sucht zum (durchaus passenden) Pompös-Score von Dirk Reichardt und Stefan Hansen die Freiheit über den Wolken. Das kann nicht gut gehen. Ganz im Gegensatz zu den formidabel gestalteten Luftkämpfen, die ausschließlich vor Green Screen und im CGI-Verfahren entstanden. 400 Computer Generated Images wurden von den Experten der VHF-Firma Pixomondo in den Film eingebaut und mit den 23 speziell gebauten Flugzeugmodellen kombiniert. Was diesen (Anti-)Kriegsfilm zu einem optischen Erlebnis werden lässt, einer aufwändigen Berlin-Sequenz inklusive, die die deutsche Hauptstadt als pulsierende Metropole zeigt. 300 Komparsen bevölkern diesen Set, Oldtimer fahren durchs Bild, den Hintergrund bildet ein wunderschönes Matte-Painting. Richthofen wird da von General von Hoeppner zum Kaiser gefahren, diesem vorgestellt. Die witzigste Szene der Arbeit, exakt getimt und mit dem nötigen Understatement gespielt.

Überhaupt schlagen sich die Schauspieler in dieser Effekte-Schlacht recht gut. Matthias Schweighöfer brilliert als jugendlicher Heißsporn, der sich gerne mit Charme und Charisma über Befehle hinwegsetzt, "Tatort"-Kommissar Axel Prahl stellt als preußischer Offizier seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis und Lena Headey ("300") macht als Herzdame auch in schlichter Schwesterntracht eine gute Figur. Wenig Raum zur Entfaltung bekommt hingegen Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") als Brown, während Minimal-Mime Til Schweiger als Richthofens treuer Kumpel Voss, gewohnt nuschelnd und lässig, die Sympathien des Publikums ohnehin auf seiner Seite weiß. Jetzt muss der Film nur noch ebenso durchstarten wie seine Helden, die sich wagemutig mit der Sonne im Rücken auf den Feind stürzen. geh.

Der Rote Baron

Europa 1916: Freiherr Manfred von Richthofen (MATTHIAS SCHWEIGHÖFER)
ist im Alter von nur 24 Jahren das größte Fliegertalent des preußischen Korps - bereits zu Lebzeiten ein Held und selbst bei seinen Gegnern,wie dem kanadischen Piloten der Alliierten, Captain Roy Brown (JOSEPH FIENNES), ebenso gefürchtet wie respektiert.
Für ihn und seine Kameraden, die Leutnants Voss (TIL SCHWEIGER), Sternberg (MAXIM MEHMET) und Lehmann (HANNO KOFFLER), sind die Luftduelle eine sportliche und technische Herausforderung, die sie die Schrecken der Schlachtfelder unter ihnen zunächst ignorieren lässt. Sein zunehmender Erfolg missbraucht die Oberste Heeresleitung immer stärker zu Propagandazwecken. Als von Richthofen sich in die attraktive und resolute Krankenschwester Käte (LENA HEADEY) verliebt, öffnet sie ihm die Augen dafür, dass Krieg alles andere als ein Spiel ist...

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Matthias Schweighöfer   als Manfred von Richthofen
  Lena Headey   als Käte
  Til Schweiger   als Voss
  Joseph Fiennes   als Roy Brown
  Volker Bruch   als Lothar von Richthofen
  Steffen Schroeder   als Bodenschatz
  Axel Prahl   als General von Hoeppner
  Maxim Mehmet   als Sternberg
  Hanno Koffler   als Lehmann
  Tino Mewes   als Wolff
  Ralph Misske   als Menzke
  Ladislav Frej jr.   als Kaiser Wilhelm
  Jan Vlasák   als Major von Richthofen
  Julie Engelbrecht   als Ilse
  Gitta Schweighöfer   als Kunigunde von Richthofen
 
Regie:  Nikolai Müllerschön  
Buch:  Nikolai Müllerschön  
Musik:  Dirk Reichardt  
  Stefan Hansen  
Kamera:  Klaus Merkel  
Produzent:  Dan Maag  
  Thomas Reisser  
  Nikolai Müllerschön  

Schweighöfer wird Literaturpapst

Derzeit noch "Roter Baron", bald Literaturkritiker: Matthias Schweighöfer (Foto: Warner) Großansicht

Derzeit noch "Roter Baron", bald Literaturkritiker: Matthias Schweighöfer (Foto: Warner)

Bis vor Kurzem war er noch Teenie-Schwarm. Nun mausert sich Matthias Schweighöfer in Lichtgeschwindigkeit zum Charakterstar.

Brillierte er schon als Friedrich Schiller, Rainer Langhans und - aktuell - als Manfred von Richthofen in "Der Rote Baron" wird er nun "Literaturpapst": Schweighöfer hat für die Bestsellerverfilmung "Mein Leben" von Marcel Reich-Ranicki zugesagt. Er wird den späteren Publizisten im Alter von 20 bis 40 Jahren darstellen und freut sich schon auf "schwarze Haare und Glatze".

Zeitzeuge und Medienliebling

Der in Polen geborene Reich-Ranicki gilt als einflussreichster Literaturkritiker Deutschlands und umstrittener Medienstar. Vielen wurde er durch die Sendung "Das Literarische Quartett" bekannt, in der er mit seiner typisch aufbrausenden Stimme, dem gerolltem "R" und gelispeltem "S" schon so manchem Autor den Garaus machte - oder ihn zu Ruhm und Ehren führte.

Ranicki gilt zugleich als wichtigster Zeitzeuge Deutschlands: In seiner Autobiografie "Mein Leben" handelt der Holocaust-Überlebende nicht nur seine eigene Geschichte ab, sondern auch die des Landes, in dem er aufwuchs sowie dessen literarische Entwicklung.

 

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