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Der Rote Kakadu

Dramatische Liebesgeschichte, die vom Aufbegehren der Jugend in der DDR zur Zeit des Berliner Mauerbaus handelt.


Der Rote Kakadu

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Erhältlich seit:
18.08.2006

Originaltitel: Der rote Kakadu

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12

Max Riemelt
Jessica Schwarz
Ronald Zehrfeld

Regie: Dominik Graf
Warner Home Video Germany

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Rebellion und Liebe: Jessica Schwarz und ihre Freunde kämpfen für ihren Traum von Freiheit.

Siggi verliebt sich in die falsche Frau (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Siggi verliebt sich in die falsche Frau (Foto: X Verleih (Warner))

Es ist Sommer 1961, kurz vor dem Mauerbau. Im "Roten Kakadu" geht die Post ab. Künstler, Halbstarke und Studenten scheren sich einen Dreck um organisierte Politik, schlagen lustvoll über die Stränge, wollen alles. Hier und jetzt. Unter den wachsamen Augen der Stasi tanzen sie Rock 'n' Roll, saufen, was das Zeug hält, und machen sich über die Staatsautorität lustig.

Mittendrin: die idealistische Luise (Jessica Schwarz), die "dekadente" Gedichte schreibt, Siggi (Max Riemelt), der sich in sie verliebt und ihre Poesie illegal drucken lässt, und nicht zu vergessen ihr Ehemann Wolle (Ronald Zehrfeld), der es mit der Treue nicht so genau nimmt. Zwei Männer und eine Frau, da sprühen die Funken. Die Unbeschwertheit dauert nicht lange, die Partei ist überall. Und das Aufwachen aus dem Traum von Freiheit tut weh.

Im "Roten Kakadu" geht noch der Rock 'n' Roll ab (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Im "Roten Kakadu" geht noch der Rock 'n' Roll ab (Foto: X Verleih (Warner))

Rebellische Jugend

Die dramatische Liebesgeschichte, von Michael Klier und Karin Aström geschrieben und von Dominik Graf inszeniert, handelt vom Aufbegehren der Jugend in der DDR zur Zeit des Berliner Mauerbaus. Die weibliche Hauptrolle, die lose an die Dichterin Brigitte Reimann angelehnt ist, übernahm Jessica Schwarz, die schon in "München - Geheimnisse einer Stadt" und in "Die Freunde der Freunde" mit Graf zusammengearbeitet hat.

Der Rote Kakadu

Dominik Grafs "Sonnenallee"-Variante: Nach dem rundum stimmigen Drehbuch von Michael Klier und Karin Aström erzählt der deutsche Ausnahmeregisseur von jugendlicher Rebellion und Liebe in den Monaten vor dem Mauerbau in Dresden.

Der Film beginnt mit einem Vorspann von so unbeschwerter Leichtigkeit, dass man kaum glauben möchte, dass es sich im Folgenden um einen Film von Dominik Graf handelt, von dem man eher eine emotionale Tour de Force erwart. Die Kompromisslosigkeit und die nüchterne Distanz, für die Graf bekannt ist, swingen jedoch schon bei den Anfangsklängen mit, wenn Max Riemelts Siggi die Erzählung übernimmt: Als verträumter Tagedieb voller künstlerischer Ideale und Lebenshunger kommt dieser im Frühjahr des Jahres 1961 kurz vor dem Mauerbau nach Dresden und freundet sich mit den "jungen wilden" Stammgästen der Tanzbar "Der rote Kakadu" an.

Grafs Tonfall, der ironisch-zynische Humor der hinreißenden Dialoge erinnert an "Sonnenallee"; aber im Gegensatz zu den Schlaghosenträgern aus Leander Haußmanns Komödie nehmen Grafs Figuren ihre Alltagsrebellion Ernst. Es bleibt nicht nur bei popkulturellen Spielereien - auch wenn die Einblicke in den "Roten Kakadu" (der tatsächlich existiert hat) viel über Rock'n'Roll und russisch beeinflusste Tanzmusik der 60er erzählen und sogar eine Szene aus "Sonnenallee" zitiert wird: Wenn die Vopos auf den Schelllackplatten und damit dem jugendlichen Sturm und Drang herumtrampeln. Graf lässt die Anzeichen des beginnenden Überwachungsstaats und des Mauerbaus immer wieder in den kleinsten Details deutlich werden und zieht sie als roten Faden durch den Film, bis sie für niemanden mehr zu ignorieren sind.

Doch damit seine Jugendlichen aus dem "Roten Kakadu" auf diese Anzeichen mit entsprechendem Hass reagieren und ihren Idealismus und die Sehnsucht nach einem besseren, sozialistischen Staat aufgeben, müssen erst Herzen gebrochen werden. In diesem Fall die von Jessica Schwarzs Luise, die mit dem kampfeslustigen Rowdy Wolle (Ronald Zehrfeld) verheiratet ist, und Riemelts Siggi. Allen drei jungen Schauspielern in ihren Rollen zuzusehen, ist eine Freude. Dass gerade Jessica Schwarz unter Grafs Regie mit ihrer melancholischen und ungeschminkten Natürlichkeit wahre Wunder vollbringt, ist ja schon seit "Die Freunde der Freunde" und "Kalter Frühling" bewiesen. Ihre Authentizität und Ernsthaftigkeit ergänzen sich auch hier perfekt mit Grafs Inszenierung. "Der rote Kakadu" verdankt seine Qualitäten jedoch nicht nur dem Talent seiner Schauspieler, sondern auch der Tatsache, dass sich hier ein westdeutscher Regisseur des Themas angenommen hat und frei von Verklärung und schwelgerischer Ostalgie tatsächlich noch ein neues Kapitel in der filmischen Aufarbeitung der DDR aufzuschlagen vermag. Letztlich ist "Der rote Kakadu" eine Geschichte, die ohne weiteres die Größe von "Good Bye, Lenin!" hat - und eine berührende und sanfte Geschichte über gesellschaftliche Umbrüche, die so sehr zum Scheitern verurteilt sind, wie die Liebe zwischen Siggi und Luise. deg.

Der Rote Kakadu

Im Frühjahr des Jahres 1961 kommt Siggi (Max Riemelt) nach Dresden. Hals über Kopf verliebt er sich in die junge Dichterin Luise (Jessica Schwarz). Über sie lernt er nicht nur das berüchtigte Tanzlokal "Roter Kakadu" kennen, sondern auch den lebenslustigen Wolle (Ronald Zehrfeld), ihren Ehemann. Siggi schließt Freundschaft mit Wolle und taucht ein in eine neue, faszinierende Welt. Doch die unbeschwerten Abende im "Roten Kakadu" sind gezählt: Wolle wird verhaftet und plötzlich muss Siggi um Luise und seine Zukunft kämpfen... DER ROTE KAKADU von Dominik Graf erzählt eine Liebesgeschichte im Sommer 1961, dem Jahr des Berliner Mauerbaus. Lebenshunger, Liebe, Rock 'n' Roll - und nicht zuletzt die legendäre Dresdner "Kakadu-Bar" stehen im Mittelpunkt des Films, der authentisch und voller Leidenschaft vom Lebensgefühl der Jugend in der damaligen DDR erzählt.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Max Riemelt   als Siggi
  Jessica Schwarz   als Luise
  Ronald Zehrfeld   als Wolle
  Tanja Schleiff   als Rena
  Ingeborg Westphal   als Tante Hedy
  Peter Schneider   als Bassist
  Kathrin Angerer   als Frau Männchen
  Devid Striesow   als Hurwitz
  Heiko Senst   als Arne
  Klaus Manchen   als Großer Lewerenz
 
Regie:  Dominik Graf  
Buch:  Karin Aström  
  Michael Klier  
  Günter Schütter  
Musik:  Dieter Schleip  
Kamera:  Benedict Neuenfels  
Produzent:  Manuela Stehr  
 

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Max Riemelt

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