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Der schmale Grat

Rätselhaft-surrealer, phänomenal besetzter Kriegsfilm von Visionär Terrence Malick.


Der schmale Grat

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Erhältlich seit:
12.08.2011

Originaltitel: The Thin Red Line

Kriegsfilm

USA 1998
Laufzeit: 170 Min.
FSK: ab 16

Sean Penn
Adrien Brody
James Caviezel

Regie: Terrence Malick
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Der schmale Grat

Südpazifik, 1942. US-Marines stürmen die von den Japanern besetzte Insel Guadalcanal. Kompanieführer Staros weigert sich jedoch seinen Auftrag - die Erstürmung des Hügels 210 - durchzuführen, da ihm das Risiko für seine Männer als zu groß erscheint. Als sein Vorgesetzter weiter insistiert, ergreift der ehrgeizige Captain John Gaff die Chance, sich durch dieses Himmelfahrtskommando zu profilieren: Trotz geringer Überlebenschancen attackiert er zusammen mit nur sieben Freiwilligen die japanischen Stellungen...

Nach einem Roman des Weltkriegs-Veteranen James Jones setzte Kult-Regisseur Terrence Malick ("In der Glut des Südens") ein kraftvolles, visionäres Epos über den unvereinbaren Gegensatz zwischen der Schönheit der Natur und der Häßlichkeit des Krieges in Szene. Unterstützt von einem hochkarätigen Ensemble - herausragend: Nick Nolte als cholerischer Scharfmacher sowie Jim Caviezel und Sean Penn als leidtragende Soldaten - steht dieses Musterbeispiel eines Kriegsfilms gleichrangig neben Genre-Klassikern wie "Apokalypse Now" und "Der Soldat James Ryan".

Der schmale Grat

Der mit am größten Spannung erwartete Hollywood-Film diesseits von "Eyes Wide Shut": 20 Jahre hatte der Zelluloid-Visionär Terrence Malick verstreichen lassen, um seinen Seventies-Kulthits "Badlands" und "In der Glut des Südens" eine weitere Regiearbeit folgen zu lassen. Tatsächlich wirkt Malicks Verfilmung von James Jones' 1962 erschienenen Roman "The Thin Red Line" über die Erlebnisse einer US-Kompanie beim blutigen Guadalcanal-Konflikt im Jahr 1943, als wäre sie in eben jener letzten großen Phase des amerikanischen Films entstanden, bevor die Blockbuster-Mentalität Kreativität und Innovation in den Hintergrund drängte. Trotz ausgedehnter, mit "Ryan"-Intensität realisierter Schlachtsequenzen poetisch und voll surrealer Schönheit, steht das bis in die letzte Nebenrolle namhaft besetzte Epos über den ewigen Konflikt des Menschen mit der Natur denn auch einem existentialistischen Schlachtengemälde wie "Apocalypse Now" näher als Steven Spielbergs unbedingtem Authentizitätsanspruch.

Tatsächlich könnten zwei Filme über den Zweiten Weltkrieg kaum unterschiedlicher sein. Während Spielberg den Zuschauer nach der hohen Kunst des Überwältigungskinos mit Bildern von erschreckender Echtheit emotional überrollt, sieht sich Malick von jeher als Maler unvergeßlicher Bilder. Ihn interessieren weder die politischen und historischen Zusammenhänge, noch die militärischen Strategien, die einen Großteil von Jones' Buch ausmachen. Wenn bei Spielberg die Landungsschiffe am Strand anlegen, explodiert die Leinwand in einem Bildersturm der Gewalt. Bei Malick gibt es eine beinahe identische Szene, aber bei ihm fällt nach der Agonie vor dem bevorstehenden Gemetzel kein Schuß. Und doch ist der Moment ebenso faszinierend, weil die trügerische Stille nicht weniger unheimlich und beängstigend ist als Schlachtenlärm. "Der schmale Grat" (zwischen Gesundheit und Wahnsinn, so der Roman) ist ein Meisterwerk der Desorientierung: Wenn die C-for-Charlie-Kompanie zum Marsch in den Dschungel von Guadalcanal aufbricht, dann weiß keiner, was ihn erwartet, wo er sich befindet, was an der nächsten Wegbiegung passieren wird. Je länger der Trip durch die unberührte Natur andauert, ohne daß etwas passiert, desto mehr entfalten die minutenlangen, träumerischen Bilder wehender Wiesen eine beklemmend-irritierende Sogwirkung. Aus dem Off räsonniert ein Arsenal von stetig wechselnden Protagonisten mit andächtiger Stimme, mal banal, mal poignant, über die Natur des Krieges, das Leben und den Tod. Langsam erwächst aus dem Mosaik von Momentaufnahmen und Impressionen das komplette Bild einer Kompanie als Organismus, in dem das Individuum eine untergeordnete Rolle spielt. Nicht von ungefähr sieht sich eine Reihe von Akteuren (Newcomer Jim Caviezel, Ben Chaplin, John Cusack, Elias Koteas) zumindest aus der Entfernung zum Verwechseln ähnlich: "Der schmale Grat" ist einer der seltenen Fälle eines Hollywood-Filmes, der mit voller Absicht eine Identifikationsfigur verweigert: Die Hauptrolle spielt die Natur - und Malick hält sie mit Hilfe seines Kameramannes John Toll absolut atemberaubend fest. Wenn man dann schon nicht mehr damit rechnet, bricht die Hölle doch noch los: Zunächst wirkt es, als würden die Amerikaner in diesen elektrisierenden Szenen von der Natur beschossen. Erst nach schier endlosen Kämpfen kann man die ersten Japaner und schließlich eine Ordnung in der Schlacht erkennen. Die Direktiven mögen deutlicher werden, doch Malick verweigert eine dramaturgische Stringenz. Konflikte werden angedacht und wieder fallen gelassen, vermeintlich wichtige Figuren verschwinden unvermittelt aus dem Film, nur um später wieder aufzutauchen, so daß selbst Weltklasseschauspieler wie Sean Penn oder Nick Nolte einen schweren Stand haben (John Travolta und George Clooney sind jeweils gar nur wenige Minuten zu sehen). Und doch ist dieser Kriegsfilm, für den der Krieg nur Mittel zum Zweck ist, über die Lust an Zerstörung und die Vergewaltigung der Natur nachzdenken, ein Werk aus einem Guß, das aufwühlt, weil es konsequent gegen den Strich filmischer Konventionen gebürstet ist, ein Arthouse-Movie für ein 50-Mio.-Dollar-Budget, das sich einzig der persönlichen und ungewöhnlichen Vision seines Machers Terrence Malick verpflichtet fühlt: Wenn er die Realität der Verwüstung in seinem Anti-"Ryan" auf die Surrealität seiner Ideen prallen läßt, dann ist das Ergebnis einzigartig: Wichtiger und dauerhafter als "Der Soldat James Ryan", aber auch weniger greifbar und damit, so ehrlich muß man sein, womöglich weniger kommerziell für ein Massenpublikum. ts.

Der schmale Grat

Als die US-Schützenkompanie 'C-FOR-CHARLY' 1942 widerstandslos auf der von Japanern besetzten Südsee-Insel Guadalcanal landet, ahnt niemand, welche Kriegshölle in diesem Paradies auf sie wartet. Unter dem Kommando des skrupellosen Colonel Tall bekommen die Männer schnell zu spüren, daß das Leben des Einzelnen wertlos ist und nur der Sieg zählt. Blutige Gefechte und gefährliche Patrouillen durch den unwegsamen Regenwald fordern gnadenlos ihre Opfer. Die Grausamkeiten sind unbeschreiblich, so daß jeder seine Ängste vor dem Feind anders bewältigt. Ein schmaler Grat zwischen Patriotismus und Kriegswahnsinn ...

Quelle: Fox

Original Kinotrailer
Audiokommentare
"Der schmale Grat" aus Sicht der Darsteller
Der Schnitt von "Der schmale Grat"
Komponist Hans Zimmer über "Der schmale Grat"
Entfallene Szenen
Guadalkanal in den Nachrichten

Quelle: Fox

Darsteller:  Sean Penn   als First Sgt. Edward Welsh
  Adrien Brody   als Corporal Fife
  James Caviezel   als Private Witt
  Ben Chaplin   als Private Bell
  George Clooney   als Captain Charles Bosche
  John Cusack   als Captain John Gaff
  Woody Harrelson   als Sergeant Keck
  Elias Koteas   als Capt. James "Bugger" Staros
  Jared Leto   als Second Lieutenant Whyte
  Dash Mihok   als Doll
  Nick Nolte   als Lt. Col. Gordon Tall
  John Travolta   als Brig. Gen. Quintard
  John C. Reilly   als Sgt. Storm
  Larry Romano   als Pvt. Mazzi
  John Savage   als Sgt. McCron
  Arie Verveen   als Pfc. Dale
  David Harrod   als Cpl. Queen
  Thomas Jane   als Private Ash
  Polyn Leona   als Frau mit Kind
  Miranda Otto   als Marty Bell
 
Regie:  Terrence Malick  
Buch:  Terrence Malick  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  John Toll  
Produzent:  Robert Michael Geisler  
  Grant Hill  
  John Roberdeau  

Arquette kommt nun auch unter die Haube

Hat Heiratspläne: Patricia Arquette

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