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Leihvideo
Erhältlich seit:
29.05.2009
Originaltitel: The Curious Case of Benjamin Button
USA 2008
Laufzeit: 160 Min.
FSK: ab 12
Cate Blanchett
Brad Pitt
Taraji P. Henson
Regie: David Fincher
Warner Home Video Germany

Ein wunderschönes Märchen für Erwachsene erzählt mit Liebe fürs Detail ausgerechnet der für seine düsteren Thriller bekannte David Fincher. Die von F. Scott Fitzgerald inspirierte Geschichte ist eine verschlungene Romanze, bei der sich nicht nur Brad Pitt und Cate Blanchett für den Oscar empfehlen.
Mag die Wahl des Stoffes für den "Sieben"-Macher auf den ersten Blick ungewöhnlich anmuten, kommt doch Finchers zuletzt in "Zodiac" demonstrierter Perfektionismus bis in die feinen Nuancen von Story, Figurenzeichnung und Ausstattung auch hier zum Tragen, was nicht zuletzt erneut in eine Laufzeit von weit über zwei Stunden resultiert. Der seltsame Fall des Benjamin Button, der nicht altert, sondern als Greis geboren und immer jünger wird, und seiner Liebe zur Kindheitsfreundin Daisy bietet dank seiner Erzählzeit eines ganzen Lebensalters, die durch die Rahmenhandlung noch erweitert wird, nicht nur eine Spielwiese für die hervorragenden Maskenbildner und das Special Effects-Team, die Brad Pitt ein unglaublich realistisches Mini-Greisen-Gesicht und -Körper verpassen, sondern auch für das Ausstattungs-Team, das die 20er Jahre, den Zweiten Weltkrieg, die 60er und die Gegenwart darzustellen hat. Das tut es verspielt mit einem Hang zur nostalgischen Verklärung bzw. märchenhafter Überzeichnung, die vor allem in den wie gemalt wirkenden Hintergründen offenbar wird.
Das soll nicht heißen, dass es sich bei "Der seltsame Fall" um eine reine Ausstattungs-Extravaganz handelt, es ist ein Film, der Herz hat und das am rechten Fleck. Herzstück ist schließlich die Liebesgeschichte, auch wenn das gemeinsame Glück nur kurz währt. Skripter Eric Roth, der bereits in "Forrest Gump" ein Leben und ein Stück Geschichte höchst unterhaltsam verwob, findet auch hier - unterstützt von Koautorin Robin Swicord - den richtigen, zwischen Komik und Tragik balancierenden, märchenhaften Ton und fügt die bezeichnenden skurrilen Episoden und Begegnungen geschickt aneinander. Eine perfekte Szene, in der Komik und Tragik Hand in Hand gehen, ist etwa, als Benjamin bei einem Wunder-Prediger erstmals aus dem Rollstuhl aufsteht und zu gehen beginnt, während der Prediger vom Schlag getroffen wird. Dass das Publikum mit seinem Protagonisten mitlacht und -fiebert und auch nach zweieinhalb Stunden nicht müde wird, wie ein Kind auch nie eine Gute-Nacht-Geschichte satt hat, liegt neben der originellen Story am starken Ensemble, das sich in seinen Performances regelrecht gegenseitig übertrifft und die Figuren mit prallem Leben füllt. Das gilt nicht nur für Pitt und Blanchett, sondern auch und gerade für die Nebenfiguren. Eine Entdeckung etwa ist Taraji B. Henson, die ungemein liebenswert und vital die Adoptivmutter von Benjamin spielt. Den wohl besten Auftritt hat Jared Harris als knorriger, ewig betrunkener Captain, unter dessen Fittichen der Greisen-Junge zum Mann wird. Bei der Erwachsenwerdung hilft außerdem Tilda Swinton in einem neuerlichen Bravourstückchen als erste Geliebte Benjamins.
So empfehlen sich bei diesem ebenso seltsamen wie wunderbaren Fall fürs Kino, der von der US-Kritik hoch gelobt wurde, Ausstattung, Buch, Ensemble und Regie für die höchsten Ehren. Mit 80 Mio. Dollar Einspiel am US-Boxoffice in zehn Tagen, ist er darüber hinaus auch kommerziell ein Glücksfall. hai.
"Ich wurde unter ungewöhnlichen Umständen geboren." So beginnt "Der seltsame Fall des Benjamin Button", die Filmfassung einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald aus den 1920er-Jahren: Ein Mann kommt als über 80-jähriger Greis auf die Welt und wird immer jünger - ein Mann wie du und ich, der die Zeit nicht anhalten kann. In New Orleans werden wir Zeugen seiner Lebensgeschichte, vom Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bis ins 21. Jahrhundert... einer Lebensgeschichte, wie sie ungewöhnlicher gar nicht sein könnte. Unter David Finchers Regie spielen Brad Pitt und Cate Blanchett die Hauptrollen, mit dabei sind Taraji P. Henson, Tilda Swinton, Jason Flemyng, Elias Koteas und Julia Ormond. "Benjamin Button" ist das groß angelegte Schicksal eines wahrlich bemerkenswerten Mannes und der Menschen, denen er in seinem Leben begegnet: Er findet die Liebe und verliert sie wieder, er erfährt Lebensfreude und Todestrauer - vor allem aber lernt er, was von zeitloser Bedeutung ist.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Cate Blanchett | als Daisy | |
|---|---|---|---|
| Brad Pitt | als Benjamin Button | ||
| Taraji P. Henson | als Queenie | ||
| Julia Ormond | als Caroline | ||
| Jason Flemyng | als Thomas Button | ||
| Elias Koteas | als Monsieur Gateau | ||
| Tilda Swinton | als Elizabeth Abbott | ||
| Jared Harris | als Kapitän Mike | ||
| Elle Fanning | als Daisy als Sechsjährige | ||
| Mahershalalhashbaz Ali | als Tizzy | ||
| Regie: | David Fincher | ||
| Buch: | Eric Roth | ||
| Robin Swicord | |||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Kamera: | Claudio Miranda | ||
| Produzent: | Kathleen Kennedy | ||
| Frank Marshall | |||
| Cean Chaffin | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Portugiesisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Featurettes, Trailer, Bildergalerie
Zusammen mit Nicole Kidman ist sie der bedeutendste weibliche Hollywood-Export Australiens. Cate Blanchett glänzt in Charakterrollen...

