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Der Soldat James Ryan

Kompromißloses Zweites-Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung. Würdiger Nachfolger von "Schindlers Liste".


Der Soldat James Ryan

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Erhältlich seit:
05.06.2003

Originaltitel: Saving Private Ryan

Kriegsfilm

USA 1998
Laufzeit: 163 Min.
FSK: ab 16

Tom Hanks
Edward Burns
Tom Sizemore

Regie: Steven Spielberg
Paramount Home Entertainment

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Kompromissloses Weltkriegs-Drama mit phänomenaler Besetzung.

Miller muss Ryan den Weg freischießen (Foto: UIP) Großansicht

Miller muss Ryan den Weg freischießen (Foto: UIP)

Am 6. Juni 1944 landet eine US-Einheit an der Küste der Normandie. Unter der Führung von Captain John Miller (Tom Hanks) begeben sich die jungen Soldaten ins Ungewisse, denn niemand konnte sie auf das vorbereiten, was sie an der Front erwarten würde. Vor allem kann keiner einschätzen, ob sie eine Chance haben, lebend zurückzukehren.

Einer der tapferen Männer ist James Ryan (Matt Damon), der schwer verletzt hinter den feindlichen Linien liegt.

Auf Anordnung des Kriegsministeriums sollen Millers Männer den letzten Überlebenden seiner Einheit retten und unversehrt zurück in die USA bringen.

Die nasse Landung ist erst der Anfang (Foto: UIP) Großansicht

Die nasse Landung ist erst der Anfang (Foto: UIP)

Gegen den Krieg

Mit fünf Oscars bedacht, darunter die für die beste Regie und für die beste Kameraarbeit (Janusz Kaminski), war Steven Spielbergs Anti-Kriegsfilm einer der großen Gewinner bei den Academy Awards 1998.

Atemraubende Bilder, eine makellose Montage, erschütternde Kampfszenen und das überaus überzeugende Spiel des Darstellerensembles um Tom Hanks lassen "Der Soldat James Ryan" zu einem Meilenstein des Genres werden, der den Vergleich zu Meisterwerken wie "Full Metal Jacket" oder "Der schmale Grat" nicht zu scheuen braucht.

Der Soldat James Ryan

Krieg ist die Hölle - das ist die Essenz von Steven Spielbergs würdigem "Schindlers Liste"-Nachfolger "Saving Private Ryan". Erneut in der Ära des Zweiten Weltkrieges angesiedelt, schildert das brutal-bewegende Kriegsdrama in schonungslos realistischem Detail den Schrecken und Horror der Alliierten-Invasion in der Normandie 1944. Als schauspielerische Speerspitze dient dem eindringlichen Antikriegs-Statement der All-American-Publikumsfavorit Tom Hanks in seiner ersten Hauptrolle seit "Apollo 13", der als Captain John Miller einen Trupp junger Soldaten auf der gefährlichen Suche nach dem Titelgefreiten hinter die Feindeslinien führt.

Der Prolog zeigt einen älteren Mann mit seiner Familie beim Besuch eines Soldatenfriedhofs in der Normandie. Mit einem Close-Up seiner von tiefer Trauer erfüllten Augen wird die Szenerie nach Omaha Beach zum legendären D-Day versetzt. Es folgt die 24minütige drastische Bebilderung eines gnadenlosen Gefechts, bei dem die gelandeteten Soldaten wie die Fliegen dem stakkato-artigen Maschinengewehrfeuer der deutschen Artillerie zum Opfer fallen. Es waltet ein unbeschreibliches Chaos von Angst, Terror und Konfusion, wobei es von zerfetzten Leichen und stöhnenden Verwundeten nur so wimmelt. Da werden kurze Blicke auf herausquellende Gedärme, abgerissene Gliedmaßen, brennende Körper, gräßliche Schußwunden, erbärmlich Ertrinkende und einen zum Torso reduzierten Kämpfer erfaßt. Das geschieht ohne Sensationslust, sondern wirkt durch die zum Großteil mit handgehaltener, verwackelter Kamera im Stile von authentischer Kriegsberichterstattung aufgenommen Bilder äußerst echt und damit umso verstörender. Der düster-deprimierende Effekt wird unterstrichen von subtil entfärbten Aufnahmen, bei denen schmutzig-verwaschenes Grau und Grün dominieren, die vom Rot des Blutes konstrastiert werden. Durchgehend tragen auch die brillanten Soundeffekte - zischende Kugeln treffen auf Metal und menschliches Fleisch, herannahende Panzer bringen dumpf-grollend die Erde zum Beben, subjektive Impressionen von Isolation und Verwirrtheit werden mit Geräuschverzerrungen untermalt - zur alldurchdringenden Atmosphäre der Unmenschlichkeit und Barbarei des Krieges bei. Inmitten dieser konstanten Anspannung und Angst finden sich bei diesem rudimentären Leben am Abgrund neben instinktivem Überlebenswillen auch Kameradschaft, Heroismus, Mut und ein wenig Humor.

Der von Hanks kommandierte Trupp, bestehend aus Ed Burns, Tom Sizemore, Giovanni Ribisi, Jeremy Davies, Vin Diesel, Barry Pepper und Adam Goldberg, muß die von der Mehrzahl in Frage gestellte Mission übernehmen, den Fallschirmjäger James Ryan (Matt Damon) zu finden. Er soll das Recht erhalten, nach Hause zurückzukehren, da seine drei Brüder bereits gefallen sind. Als sie ihn nach langen Mühen schließlich auftreiben, ist seine Reaktion anders als erwartet.

Der deutsche Feind bleibt bis auf einen opportunistischen Nazi, den Captain Miller mit fataler Konsequenz laufen läßt, gesichtslos - so wie es in vielen Gefechten tatsächlich der Fall war. Damit bleibt die thematische Stellungnahme zwar einseitig, und eine starke patriotische Einfärbung (die erste und letzte Einstellung zeigt das Sternenbanner) ist nicht zu übersehen, dennoch gelang Spielberg ein offensiv schonungsloses Kriegsporträt, daß das vielschichtige Grauen perfekt inszeniert und schon jetzt einen verdienten Oscar-Buzz generiert. ara.

Darsteller:  Tom Hanks   als Captain John Miller
  Edward Burns   als Private Reiben
  Tom Sizemore   als Sergeant Horvath
  Jeremy Davies   als Corporal Upham
  Vin Diesel   als Private Caparzo
  Adam Goldberg   als Private Mellish
  Barry Pepper   als Private Jackson
  Giovanni Ribisi   als Wade
  Matt Damon   als Private James Ryan
  Dennis Farina   als Leutnant Colonel Anderson
  Ted Danson   als Captain Hamill
  Harve Presnell   als General George Marshall
  Dale Dye   als Colonel im Kriegsministerium
  Bryan Cranston   als Colonel im Kriegsministerium
  David Wohl   als Captain im Kriegsministerium
  Paul Giamatti   als Sergeant Hill
  Ryan Hurst   als Fallschirmjäger Michaelson
  Harrison Young   als Ryan als alter Mann
  Daniel Cerqueira   als Pvt. Steve Weller
  Erich Redman   als Deutscher # 1
  Tilo Keiner   als Deutscher # 2
  Stephen Grothgar   als Deutscher # 3
 
Regie:  Steven Spielberg  
Buch:  Robert Rodat  
Musik:  John Williams  
Kamera:  Janusz Kaminski  
Produzent:  Steven Spielberg  
  Ian Bryce  
  Mark Gordon  
  Gary Levinsohn  

Tom Hanks lässt sich im März im Flughafen nieder

"Terminal", der neueste Film von Steven Spielberg, erscheint am 17. März als Doppel-DVD.

Tom Hanks in "Terminal" Großansicht

Tom Hanks in "Terminal"

Nach "Der Soldat James Ryan" und "Catch Me If You Can" markiert "Terminal" die dritte Zusammenarbeit von den beiden Oscarpreisträgern Steven Spielberg und Tom Hanks. Für das Drehbuch von "Terminal" stand das Schicksal eines iranischen Immigranten Pate, der seit 1988 im Pariser Charles De Gaulle-Flughafen lebt. Spielberg verlegt die Geschichte an den New Yorker Flughafen, wo der osteuropäische Emigrant Viktor Navorski, dargestellt von Tom Hanks, mangels gültiger Papiere festsitzt, sich aber nicht zuletzt aus romantischen Beweggründen an sein neues Zuhause gewöhnt.

Die DVD zum Film kommt als 2-Disc-Set und wird ab dem 17. März zu kaufen sein. Die Bonusdisc enthält die Features "Flugbuchung", "Wartehalle: Der Bau des Terminal", "Boarding: Die Menschen im Terminal", "Flughafengeschichten" und "Viktors Welt". Darüber hinaus gibt es ein Making Of, ein Special zur Filmmusik und eine Fotogalerie.

 

Der Soldat James Ryan in der Fotoshow

 

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