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Der Solist

Eine wahre Begebenheit aufgreifendes Qualitätsdrama über die Freundschaft zwischen einem obdachlosen musikalischen Genie und einem engagierten Journalisten.


Der Solist

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.04.2010

Originaltitel: The Soloist

Drama/ Biographie

Großbritannien/USA 2009
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12

Jamie Foxx
Robert Downey Jr.
Catherine Keener

Regie: Joe Wright
Universal Pictures Germany

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Der Solist

Kolumnist Steve Lopez ist immer auf der Suche nach einer guten Story. In Nathaniel Ayers findet er sie. Das auf den Straßen von Los Angeles lebende musikalische Genie leidet an Schizophrenie, die seiner möglichen Karriere als Cellist früh ein Ende setzte. Behutsam versucht Lopez den sanften, verwirrten Mann über die Musik wieder in sein altes Leben zurückzuführen. Ayers ist dankbar, nimmt schrittweise die Hilfe an, reagiert aber aggressiv, als Lopez seine eigenen Wünsche für Ayers' Leben über die seines neuen Freundes stellt.

Nach "Stolz und Vorurteil" und "Abbitte" wendet sich Joe Wright vom Kostüm- und Liebesfilm ab und inszeniert erstmals ein Gegenwartsdrama. Obwohl er die Schattenseiten des Lebens und großer Metropolen wie Los Angeles abbildet, obwohl er an Humanität appelliert und gescheiterten Existenzen ein Forum bietet, ist Wrights Film weder rührselig noch missionarisch, sondern blickt berührend auf eine ungewöhnliche Freundschaft, die Jamie Foxx und Robert Downey Jr. mit Ernsthaftigkeit, aber auch Humor glaubwürdig auf die Leinwand bringen.

Der Solist

Joe Wrights dritte Inszenierung ist erstmals weder Kostüm- noch Liebesfilm, sondern ein berührender Blick auf eine ungewöhnliche Freundschaft und eine Welt im Abseits.

"Cinemascope ist nur gut für Beerdigungen und Schlangen", lästerte Fritz Lang einst in Godards "Die Verachtung". Nichts davon gibt es in Susannah Grants Adaption von Steve Lopez' Buch über seine Beziehung zu einem schizophrenen Obdachlosen, die beider Leben veränderte. Trotzdem setzt Regisseur Wright auf das große Format, stellt es in den Dienst einer intimen Geschichte über einen Mann, der seine vertraute Nische verlassen soll, um zurückzufinden in die Welt des Erfolgs und der übermächtigen Erwartungen. Ihr Chronist ist Steve Lopez (Robert Downey Jr.), Kolumnist der Los Angeles Times, der seine Erfolge im Beruf im Privatleben nicht fortsetzen konnte und die Ehe mit Chefredakteurin Mary (Catherine Keener) in den Sand setzte. Wie ein Trüffelschwein immer einer großen Story auf der Spur, findet er sie schließlich zufällig im Niemandsland von L.A., unter dem Labyrinth der Freeway-Brücken, in den Vierteln der Metropole, in denen sich Armut, Drogensucht und Verzweiflung ballen. Im obdachlosen Nathaniel Ayers (Jamie Foxx) entdeckt er einen verwirrten Musiker, der einst vor einer großen Karriere als Cellist stand, bis er Stimmen zu hören und unter dem Druck des eigenen Anspruchs und des attackierten Verstandes aggressiv und unberechenbar zu werden begann. Schließlich stieg das musikalische Genie aus, zog sich zurück auf die Straße, in die Welt einer paranoiden Schizophrenie, aus der ihn nun Lopez zu befreien versucht.

"Der Solist" erzählt von der behutsamen Annäherung dieser beiden Männer, von einer fragilen Freundschaft, die Ayers Schritt für Schritt aus seinem Schneckenhaus lockt, bis er wieder Cello spielt und seine Liebe zu Beethoven auch mit Fremden teilt. Was wie ein konventionelles Hollywood-Märchen klingt, ist eine wahre Geschichte, die es zwar in die Sonne zieht, letztlich aber vom Leben im Schatten berichtet. Von gescheiterten Existenzen, von der Hölle in der Stadt der Engel, von vielen Menschen, die wegsehen, und einigen wenigen, die selbstlos helfen. Ohne Rührseligkeit schaut "Der Solist" auf eine offene Wunde, appelliert an Humanität, ist aber auch sehr humorvoll, vertraut seiner Story und den engagierten, doch nie für die Galerie spielenden Stars. Nach der starken Ouvertüre "Stolz und Vorurteil" und der Perfektion von "Abbitte" gelingt Wright hier ein weiterer Treffer. Mit einem heiklen Sujet, mit aktuellem Zeitbezug, zurückhaltender in den filmischen Mitteln, aber immer bemüht, Bilder fürs Kino und bei aller Ernsthaftigkeit auch Entertainment zu bieten. kob.

Darsteller:  Jamie Foxx   als Nathaniel Anthony Ayers
  Robert Downey Jr.   als Steve Lopez
  Catherine Keener   als Mary Weston
  Tom Hollander   als Graham Claydon
  Lisa Gay Hamilton   als Jennifer Ayers-Moore
  Rachael Harris   als Leslie
  Charlie Weirauch   als Atheist
  Stephen Root   als Curt
  David Jean Thomas   als Jim Trotter
 
Regie:  Joe Wright  
Buch:  Susannah Grant  
Musik:  Dario Marianelli  
Kamera:  Seamus McGarvey  
Produzent:  Gary Foster  
  Russ Krasnoff  
  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
 

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