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Kaufvideo
Erhältlich seit:
31.03.2002
Originaltitel: Enemy of the State
USA 1998
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12
Will Smith
Gene Hackman
Jon Voight
Regie: Tony Scott
Walt Disney Studios Home Entertainment

In den siebziger Jahren schürten brisante politische Thriller wie "Die drei Tage des Condor" und "Zeuge einer Verschwörung" nach dem Watergate-Skandal eindringlich die allgemeine Volksparanoia vor dem "Big Brother". In unseren Tagen von Monicagate, in denen selbst der US-Präsident empfindlichste Eingriffe in seine Intimsphäre hinnehmen muß, gemahnt der hyperenergetische Hochglanz-Hightech-Politthriller "Der Staatsfeind Nr. 1" aus der Blockbuster-Schmiede von Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Tony Scott ("Top Gun", "Crimson Tide - In tiefster Gefahr") Vorsicht gegen den Mißbrauch von hochtechnisierten Überwachungsmethoden. In der für ihn ungewohnt ernsten Titelrolle macht Shootingstar Will Smith ("Men In Black") eine derart überzeugende Figur, daß er selbst neben dem respektgebietenden Oscar-Preisträger Gene Hackman mühelos bestehen kann.
Die heile Welt des erfolgreichen Anwalts Robert Clayton Dean (Smith) bricht unvermittelt zusammen, als er unwissentlich in den Besitz belastenden Beweismaterials in Form einer Diskette gelangt. Darauf befindet sich ein Video mit dem Mord an einem Kongreßabgeordneten, der sich gegen einen Gesetzesentwurf zur Lockerung von Überwachungsmaßregeln ausgesprochen hatte. Seine Killer sind Agenten der National Security Agency unter der Leitung des politisch ambitionierten Brian Reynolds (ein "Anaconda"-giftiger Jon Voight). Im Hand(y)umdrehen hat die Computerfreak-Brigade Dean mit Hilfe von minutiöser Satellitentechnik als ihre Zielscheibe ausgemacht und per Datenbank-Zugriff sämtliche Informationen über ihn ermittelt. Wie bereits Sandra Bullock in "Das Netz" muß auch er feststellen, daß sein normales Leben vom Druck einer Computertaste hängt. Sein Haus wird verwüstet, seine Kredit- und Bankkarten werden gelöscht, sein Ruf wird ruiniert - woraufhin er seinen Job und das Vertrauen seiner Frau (Regina King) verliert - und seine Umgebung inklusive seiner Kleidung wird mit Überwachungswanzen regelrecht vermint, so daß er schließlich in schönster Hitchcock-Tradition buchstäblich seines Individualbereichs entkleidet wird. Gnadenlos gejagt, befindet er sich ununterbrochen auf der Flucht - in einer der zahllosen atemlosen Verfolgungshatzen wird er gleichzeitig von einem Truck, Zug und Helikopter in die Enge getrieben - bis er sich mit dem ehemaligen Spion Brill (Hackman in einer Hommage an seine Rolle in "Der Dialog") kurzschließt und die beiden als moderat zänkisches Team versuchen, den Gegner mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen.
Wie in seinen größten Hits hat Scott hier einmal mehr einen äußerst unterhaltsamen Männerfilm kreiert, bei dem die Frauen Randfiguren bleiben, dafür aber umso mehr Nonstop-Action geboten wird. Gewohnt visuell stilvoll arbeitet der König der Werbeästhetik mit scharfen Winkeln, vertikal zoomenden Satellitenluftaufnahmen, Sprungschnitten und furiosen Bildmontagen, was dem Technikthriller ein nachgerade halsbrecherisches Tempo verleiht, das mühelos von so mancher Ungereimtheit des Plots ablenkt. Die Soundeffekte untermalen brillant das kakophonische Getöse der technischen Gadgets, und der Score verzichtet auf übermäßig bombastische Klangstrukturen. Getragen wird der rastlose Actionthriller eindeutig von Will Smith, der mit seinem Hitchcock-typischen Part des zu Unrecht verfolgten sympathischen Jedermanns beweist, daß er auch in einer dramatischen Rolle problemlos bestehen kann. Eingestreute humorvolle Oneliner kehren seinen natürlichen Charme hervor, ohne daß er an Seriosität einbüßt. Dank seiner und Hackmans Popularität dürfte das bislang eher unspektakulär dahindümpelnde Genre des Computerthrillers endlich einen Aufschwung verzeichnen: 20,0 Mio. am Startwochenende beweisen jedenfalls, daß Jerry Bruckheimer zum sechsten Mal in Folge eine gute Nase für Blockbuster-Material hat. ara.
| Darsteller: | Will Smith | als Robert Clayton Dean | |
|---|---|---|---|
| Gene Hackman | als Brill | ||
| Jon Voight | als Reynolds | ||
| Lisa Bonet | als Rachel Banks | ||
| Regina King | als Carla Dean | ||
| Stuart Wilson | als Kongreßabgeordneter Albert | ||
| Tom Sizemore | als Pintero | ||
| Loren Dean | als Hicks | ||
| Barry Pepper | als Pratt | ||
| Ian Hurt | als Bingham | ||
| Jake Busey | als Krug | ||
| Scott Caan | als Jones | ||
| Jason Lee | als Zavitz | ||
| Gabriel Byrne | als "Brill" | ||
| James LeGros | als Jerry Miller | ||
| Regie: | Tony Scott | ||
| Buch: | David Marconi | ||
| Musik: | Trevor Rabin | ||
| Harry Gregson-Williams | |||
| Kamera: | Dan Mindel | ||
| Produzent: | Jerry Bruckheimer | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Nicht verwendete Szenen, Original Kinotrailer, Making of, "Showdown"
Star
Will Smith
Der Kumpel schlechthin. Frohnatur, Sprücheklopfer mit Herz, frechem Charme und der Fähigkeit, sich mit Leutseligkeit aus jedem Schlamassel...
Star
Gene Hackman
Seitdem Gene Hackman 1961 in "Der Tollwütige" als Polizist sein Debüt gab und 1967 mit seinem Part in "Bonnie und Clyde" den schauspielerischen...
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