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Der Tag, an dem die Erde stillstand

Zeitgemäßes Remake des Science-Fiction-Klassikers aus dem Jahre 1951.


Der Tag, an dem die Erde stillstand

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Erhältlich seit:
08.05.2009

Originaltitel: The Day the Earth Stood Still

Science Fiction/ Thriller

USA 2008
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12

Keanu Reeves
Jennifer Connelly
Kathy Bates

Regie: Scott Derrickson
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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In einem Special Effects geladenen Eventfilm versetzt "Matrix"-Star Keanu Reeves die Welt in Angst und Schrecken.

Klaatu schaut genau hin (Foto: Fox) Großansicht

Klaatu schaut genau hin (Foto: Fox)

Er ist gekommen - "Der Tag, an dem die Erde stillstand". Auf der ganzen Welt tauchen fremdartige Sphären auf, die global für Unruhen und Panik sorgen. Mit ihnen erscheint Klaatu (Keanu Reeves), Repräsentant einer mächtigen Allianz, die die Erde und die Menschheit schon seit geraumer Zeit beobachten.

Eilig stellt die US-Regierung ein Team von Wissenschaftlern zusammen, um das Rätsel der Erscheinungen aufzuklären und sich einer möglichen Bedrohung stellen zu können. Unter ihnen ist auch die Biologin Helen (Jennifer Connelly), die nach und nach das gesamte Ausmaß von Klaatu's Auftrag als "Freund der Erde" begreift.

Was oder wer steckt dahinter? (Foto: Fox) Großansicht

Was oder wer steckt dahinter? (Foto: Fox)

Technik und Ensemble

Dank modernster Tricktechnik, einer packenden Story und der stimmigen Chemie des Traumduos Reeves/Connelly werden alle Freunde großer Kinounterhaltung hier auf ihre Kosten kommen. Regisseur Scott Derrickson verlässt sich bei dem actiongeladenen Event-Thriller nicht nur auf modernste Tricktechnik, sondern auch auf sein Ensemble. Vor allem Hauptdarsteller Keanu Reeves überzeugt als Diplomat Klaatu, dessen Aufgabe es ist, die Erde vor der Menschheit zu retten - um jeden Preis.

Neben grandiosen visuellen Effekten, die die unheimliche Begegnung der dritten Art imposant untermalen, darf man sich auf Schauspieler wie Will-Smith-Sohn Jaden Smith, "Misery"-Lady Kathy Bates und Monty-Python-Ikone John Cleese freuen. Vor allem aber auf einen SFX-Thriller, in dem Keanu Reeves eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sich auch hinter großem spannungsgeladenem Kino eine Geschichte mit Tiefgang verbergen kann. Und der uns eines klar macht: Wenn wir dachten, der Planet gehört uns, haben wir uns getäuscht ...

Der Tag, an dem die Erde stillstand

"Matrix"-Mann Keanu Reeves reist im aufwändigen Remake von Robert Wises gleichnamigem Sci-Fi-Klassiker als Alien zur Erde, um Frieden zu stiften.

Lange Zeit war's mit Instant-Hits relativ einfach: Man nahm einen 50er Jahre Sci-Fi-Klassiker, substituierte den Kalter-Krieg-Subtext durch ein/e zeitgenössische/s Angst/Anliegen und verpflichte ein paar namhafte A-Stars nebst den besten Tricktechnikern, die die Traumfabrik zu bieten hatte. Voilà! Süßer die Kassen selten klingelten. Das ging so lange gut, bis ein gewisser Oliver Hirschbiegel Don Siegels "Die Dämonischen" unter dem Titel "Invasion" neu aufbereitete und das Ergebnis sich trotz geballter Bond- (Daniel Craig) und Blond-Power (Nicole Kidman) als veritabler Rohrkrepierer erwies. Als dann jedoch Will Smith auf den Plan trat, den "Omega-Mann" entstaubte und seinem Namen als Boxoffice-König mit "I Am Legend" erneut Ehre machte, da traute sich Scott Derrickson auch wieder ans Fantasy-Recyclen. Er erinnerte sich an Robert Wises 1951 während des Koreakrieges entstandenen "Der Tag, an dem die Erde stillstand", der von einem Außerirdischen namens Klaatu erzählt, der aus den Tiefen des Alls zur Erde reist, die Bevölkerung zum Frieden aufruft und bei Nichtbefolgung mit der Ausrottung derselben droht.

"Klaatu barada nikto" lauteten die mahnenden Worte des einst von Michael Rennie gespielten Aliens, die Derrickson ("Der Exorzismus von Emily Rose"), Spezialist für Genrefilme, nun seinem von Keanu Reeves gespielten Außerirdischen in den Mund legt. Überhaupt bleiben der Filmemacher und sein Drehbuchautor David Scarpa ("Die letzte Festung") nah am Originalskript von Edmund H. North, schenken lediglich dem (schwierigen) Verhältnis zwischen der Astrobiologin Helen Benson (Jennifer Connelly) und deren Stiefsohn Jacob (Jaden Smith) mehr Aufmerksamkeit. Die Wissenschaftlerin hat kaum Zeit, sich um ihren kleinen Schützling, der unter dem Tod seines Vaters schwer leidet, zu kümmern. Sie gehört einem von der Regierung zusammengestelltem Expertenteam an, das feststellen soll, ob das Alien nun in guter oder böser Absicht gekommen ist. Wenig überraschend, vermuten die Militärs unter Führung der Verteidigungsministerin - Kathy Bates wandelt gekonnt auf den Spuren von Condoleezza Rice - im Besuch Klaatus finstere Absicht und rüsten zum Krieg, während Helen an eine friedvolle Mission glaubt und gegen Kampf votiert.

Für seinen pazifistischen Aufruf wurde Wises Werk einst mit einem Golden Globe als "Bester die Völkerverständigung fördernder Film" ausgezeichnet, eine Botschaft, die Derrickson beibehält - Krieg spiegelt sich hier im Familienzwist wider -, jedoch um den Ökologie-Aspekt erweitert und anmerkt, dass wir unseren Planeten zu Grunde richten. Um die Natur zu retten, soll der Mensch geopfert werden, mit Klaatu und dem unzerstörbarem Maschinenmonster Gort - ein kalter, stromlinienförmiger Golem - als Vollstrecker. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt und das Alien erkennt, dass der Mensch doch noch zum Guten fähig ist. Aber da ist es jedoch fast schon zu spät und die Apokalypse setzt in Form eines verheerenden Sturms ein, was den Spezial-Effekte-Spezialisten die Möglichkeit gibt, all ihr Können zu zeigen. So löst sich etwa ein komplettes Football-Stadion in Nichts auf, derweilen Oscar-Preisträgerin Connelly ("A Beautiful Mind") und (der fast zu süße) Will-Smith-Sohn Jaden um ihr Leben laufen. Das schauspielerische Highlight zwischen den dosiert gestreuten Action-Szenen setzt Ex-Monty-Python John Cleese als Physik-Genie, während Reeves mit Minimal-Mimik beweist, dass Aliens in Wirklichkeit die besseren Menschen sind. geh.

Darsteller:  Keanu Reeves   als Klaatu
  Jennifer Connelly   als Dr. Helen Benson
  Kathy Bates   als Regina Jackson
  Jon Hamm   als Dr. Granier
  Jaden Smith   als Jacob Benson
  John Cleese   als Prof. Barnhardt
  Juan Riedinger   als William
 
Regie:  Scott Derrickson  
Buch:  David Scarpa  
Musik:  Tyler Bates  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Paul Harris Boardman  
  Gregory Goodman  
  Erwin Stoff  
 

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