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Der talentierte Mr. Ripley

Spannendes Erzählkino in optischer Pracht nach dem gleichnamigen Patricia-Highsmith-Krimi.


Der talentierte Mr. Ripley

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Erhältlich seit:
16.09.2010

Originaltitel: The Talented Mr. Ripley

Thriller

USA 1999
Laufzeit: 134 Min.
FSK: ab 12

Matt Damon
Gwyneth Paltrow
Jude Law

Regie: Anthony Minghella
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Der talentierte Mr. Ripley

Jungplayboy Dickie Greenleaf genießt mit seiner Verlobten Marge im Italien der fünfziger Jahre das Dolce vita. Diesen soll der mittellose Ripley im Auftrag von dessen Vater zurückholen. Dickie verweigert aber die Rückkehr in die USA und fordert Ripley auf, einige Zeit mit ihm zu verbringen. Die Männer freunden sich an, Ripley richtet sich ein. Doch da kündigt Greenleaf urplötzlich die Freundschaft. Eine Rauferei weitet sich zum todernsten Kampf aus. Ripley tötet Dickie, und ein verzwicktes Versteckspiel nimmt seinen Lauf...

Nach seinem gigantischen, Oscar-gekrönten Erfolg mit "Der englische Patient" betört Regisseur und Autor Anthony Minghella nun mit einer faszinierenden Adaption des gleichnamigen Highsmith-Romans. Die Geschichte eines neurotischen Lügners, dem sein eigenes Intrigennetz letztlich zum Verhängnis wird, ist phantastisch bebildert, psychologisch spannend erzählt und hochwertig besetzt. Matt Damon in der Rolle des tragischen Titelhelden liefert sich dabei ein großartiges Schauspieler-Duell mit Jude Law als attraktivem Lebemann. Eine rundum gelungene Literaturverfilmung.

Der talentierte Mr. Ripley

Eine fulminante Highsmith-Verfilmung ist Anthony Minghella gelungen, die sich mit der ersten Kinoversion des 1955 erschienenen Hochspannungskrimis von René Clément mehr als messen kann. Der grandios talentierte Matt Damon als der Titel-Ripley ist im Gegensatz zu dem schillernd bösartigen, charismatisch unwiderstehlichen Alain Delon der Clément-Klassikers "Nur die Sonne war Zeuge" (1959) der scheinbar solide All-American-Boy, der im Lügen, Täuschen und Betrügen eine meisterliche Undercover-Kunstfertigkeit entwickelt, die ihn bei einem Mord nach dem anderen ungeschoren davonkommen lässt. Das ist spannendes Erzählkino mit großem Atem und spürbarer Liebe zu den Personen, wie es auch Hithcock nicht besser machte.

Oscar-Gewinner Minghella ("Der englische Patient") schafft ein faszinierendes Ambiente des Dolce-Vita-Treibens reicher Amerikaner im Italien der 50er Jahre. Eine idyllische kleine Küstenstadt bei Neapel, San Remo, Rom und Venedig sind die mondänen Schauplätze, wo sich in eleganten Villen, Cafés, Nachtlokalen, Palazzi und Luxusyachten Erotik, Intrigen, Sex und Crime abspielen. Tom Ripley (Damon) kommt in diese Szene im Auftrag des New Yorker Reeder Herbert Greenleaf, um dessen dort auf großem Fuß lebenden Sohn Dickie (Jude Law als schöner, strahlender und auch der Homoerotik nicht abgeneigter Mittelpunkt der lockeren Lifestyle-Clique) zur Rückkehr in die USA zu bewegen. Dickie lebt mit der schönen jungen Schriftstellerin Marge (Gwyneth Paltrow bodenständig mit vernünftig klarem Kopf und rechtzeitigen Zweifeln an Toms Lauterkeit) zusammen, ist aber auch anderen Weiblichkeiten durchaus zugetan. Minghella zeigt das vitale, lustvolle In-den-Tag-hinein-Leben der jungen und schönen Reichen mit mitreissendem Schwung und genauem Gespür für den Zeitgeist der 50er Jahre. Fabelhaft trifft er auch in der Musik, die von Miles Davis und Sonny Rollins bis zu Klassikern wie Vivaldi, Bach und Beethoven reicht, ein temperamentvoller Höhepunkt ist ein populärer italienischer verjazzter Song, spontan in einem Nachtclub von Jude Law und Matt Damon mit den Profi-Musikern exzellent gesungen. Jazz ist eine Leidenschaft, die Tom mit Dickie teilt - oder gibt er das nur vor, weil er sich mehr und mehr in die Identität des reichen Reedersohnes hineinmanövrieren will? Unter dem Vorwand, Dickie zu seinem Vater auftragsmäßig zurückzubringen, genießt er mit größtem Vergnügen die Situation finanzieller Sorglosigkeit. Und seine Spielereien mit Stimmen-Imitationen und dem täuschend ähnlichen Fälschen der Unterschrift Dickies, amüsieren diesen, lassen aber Marge aufmerken. Minghella, der sich in seinem Drehbuch an den Roman von Patricia Highsmith hält, steigert den Suspense in einem langsam intensiven Crescendo, wenn Dickies fröhlicher Freund Freddie (Philip Seymour Hoffman) auftaucht, der Tom mit Argwohn betrachtet. Eine junge Italienerin aus Dickies Umkreis begeht Selbstmord, und schließlich kommt es auf einer Bootsfahrt zu einem auch physisch heftigen Streit zwischen Dickie und Tom, der für den reichen Amerikaner tödlich endet. Und Tom Ripley, der in Minghellas Film so gar nicht der Typ des Serienkillers ist, entdeckt plötzlich ein neues Leben, das er mit Raffinesse und völlig Skrupel realisiert.

Mag in dem französischen Film Alain Delon die Faszination des erotisch attraktiven Mörders haben, so ist Matt Damon in Minghellas Version der Jedermann, der wie du und ich fähig ist zu morden und packt uns beunruhigend unmittelbar. Vieler Oscars und auch in Deutschland einer siebenstelligen Zuschauerzahl dürfte der von John Seale atmosphärisch dicht fotografierte Film sicher sein. fh.

Der talentierte Mr. Ripley

Der smarte aber mittellose Tom Ripley soll den in Italien lebenden Millionärssohn Dickie Greenleaf nach Amerika zurückholen. Doch dieser genießt sein Leben zusammen mit seiner Verlobten Marge viel zu sehr. Fasziniert von ihrem Lebensstil wünscht sich Tom, selbst Teil der High Society zu werden und fasst einen teuflischen Plan.

Quelle: Studiocanal

Booklet mit exklusiven Texten zum Film; Making of; Making the Soundtrack; Interviews; Die Arthaus Collection im Überblick

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Matt Damon   als Tom Ripley
  Gwyneth Paltrow   als Marge Sherwood
  Jude Law   als Dickie Greenleaf
  Cate Blanchett   als Meredith Logue
  Philip Seymour Hoffman   als Freddie Miles
  Jack Davenport   als Peter Smith-Kingsley
  James Rebhorn   als Herbert Greenleaf
  Sergio Rubini   als Inspektor Roverini
  Philip Baker Hall   als Alvin MacCarron
  Celia Weston   als Tante Joan
  Rosario Fiorello   als Fausto
  Stefania Rocca   als Silvana
  Ivano Marescotti   als Colonnello Verrecchia
  Anna Longhi   als Signora Buffi
  Alessandro Fabrizi   als Sergeant Baggio
  Lisa Eichhorn   als Emily Greenleaf
 
Regie:  Anthony Minghella  
Buch:  Anthony Minghella  
Musik:  Gabriel Yared  
Kamera:  John Seale  
Produzent:  William Horberg  
  Tom Sternberg  

Jude Law fliegt zur Geburt

Erneut Mutterfreuden für <br />Sadie Frost

Erneut Mutterfreuden für <br />Sadie Frost

Mitten im Dreh zu "Cold Mountain" hat Hollywood-Star Jude Law seine attraktiven Kolleginnen Nicole Kidman, Renee Zellweger und Natalie Portman sitzen lassen. Der Star aus "Der talentierte Mr. Ripley", "A.I." und aktuell "Road to Perdition" hatte allerdings einen guten Grund: Bei seiner Gattin, "Dracula"-Teufelin Sadie Frost, hatten fünf Wochen vor Termin plötzlich die Wehen eingesetzt.

Jude raste vom Set in North Carolina sofort zum nächsten Flughafen und stieg ins erstbeste Flugzeug Richtung heimatliches London. Dort kümmerte sich inzwischen Sadies Freundin Kate Moss, die selbst ein Kind erwartet, um die werdende Mutter. Sadie wollte unbedingt, dass ihr Mann bei der Geburt dabei ist. Ein Freund der beiden berichtet:

"Sadie befürchtete, Jude könnte es nicht mehr schaffen. Es war wirklich Spitz auf Knopf, aber er kam gerade noch rechtzeitig. Seine Familie ist ihm sehr wichtig, und nichts hätte ihn aufgehalten, er ließ alles stehen und liegen."

Der kleine Rudy kam dann ohne Probleme zur Welt, auch der Mutter geht es bestens. Law und Frost haben gemeinsam bereits den Sohn Rafferty und die Tochter Iris.

Auch in "Cold Mountain" unternimmt Jude Law alles, um zu seiner Angebeteten (Nicole Kidman als Ada) zurückzukehren: Der Soldat Inman desertiert nach einer beinahe tödlichen Verwundung und schlägt sich heim zum "Cold Mountain" durch - die Verfolger aus der Truppe und die Grauen des Bürgerkriegs im Nacken.

 

Der talentierte Mr. Ripley in der Fotoshow

 

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Matt Damon

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