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Der Tintenfisch und der Wal

Gleichsam komische und berührende Familiengeschichte, die bei Eltern und Kindern die Folgen einer Trennung beobachtet.


Der Tintenfisch und der Wal

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Erhältlich seit:
05.12.2006

Originaltitel: The Squid and the Whale

Komödie/ Drama

Australien 2004
Laufzeit: 77 Min.
FSK: ab 12

Jeff Daniels
Laura Linney
Jesse Eisenberg

Regie: Noah Baumbach
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Zugleich komische wie berührende Familiengeschichte, in der bei Eltern und Kindern die Folgen einer Trennung beobachten werden.

Bernard und Joan sind am Ende (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Bernard und Joan sind am Ende (Foto: Sony Pictures)

Als sich Bernard (Jeff Daniels) und Joan (Laura Linney) trennen, solidarisiert sich der ältere Sohn Walt (Jesse Eisenberg) mit seinem Vater, der jüngere Frank (Owen Kline) mit seiner Mutter. Während beide Kids unterschiedlich auf die veränderte Familiensituation reagieren, flüchten sich ihre Eltern in Affären.

Dabei versucht jeder, den anderen möglichst tief zu verletzen. Auch Walt, der jedoch die Verachtung für seine Mutter und die kritiklose Bewunderung für seinen Vater schließlich überwindet.

Frank steht voll auf der Seite seiner Mutter (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Frank steht voll auf der Seite seiner Mutter (Foto: Sony Pictures)

Anrührend amüsant

Noah Baumbach, Koautor von Wes Andersons "Die Tiefseetaucher", gelingt mit seiner vierten Regiearbeit eine überzeugende Gratwanderung zwischen Drama und Komödie. Berührende und amüsante Momente vermischen sich in seinem gut beobachteten Porträt einer gescheiterten Ehe.

Dabei stehen die jugendlichen den erwachsenen Darstellern Jeff Daniels und Laura Linney, die hervorragende Leistungen zeigen, kaum nach.

Der Tintenfisch und der Wal

Wie zwei Brüder in den Trümmern der elterlichen Ehe nach Orientierung suchen, erzählt Noah Baumbachs vierte Regiearbeit mit glänzender Gratwanderung zwischen Drama und Komödie.

Das autobiografisch gefärbte Drehbuch Baumbachs, Koautor von "Die Tiefseetaucher", war unlängst für den Oscar nominiert. Mit gutem Grund, gelingt es doch dem Skript, die Klimavergiftung in einer Ehe, die Neuordnung der Hierarchie und die Unsicherheiten des Heranwachsens gleichgewichtig souverän zu porträtieren und dabei schrullig-komische mit ernsthaften Tönen zu harmonisieren. Nicht erfasst vom Radar der Academy wurden jedoch die nuancierten Darstellungen von Jeff Daniels und Laura Linney, die mit sympathischen und unangenehmen Zügen helfen, die Desorientierung der Kids zu verstehen. Nachdem die Disharmonien bei einem giftigen Tennismatch verdichtet zu Tage treten, trennt sich Joan (Linney) von Bernard (Daniels). Der ehemals gefeierte Autor und Intellektuelle zieht aus, bildet mit seinem 16-jährigen Sohn Walt eine Einheit, während sich der jüngere Sohn mit der Mutter solidarisiert. Die Spaltung der Familie findet ihre räumliche Entsprechung, als Walt zu seinem Vater zieht. Beide Söhne reagieren auf die veränderte Situation mit Verunsicherung. Der Jüngere sucht ein Ventil für seinen Zorn, der Ältere kopiert die arrogante Überlegenheit seines Vaters und sabotiert so die Beziehung zu seiner ersten Freundin, die er stellvertretend für seine Mutter demütigt.

Baumbach beobachtet ohne Überzeichnung und lässt beide Elternteile in eine Affäre flüchten, die ihre Persönlichkeit spiegelt. Joan sucht Trost bei einem Tennislehrer und zeigt Reife, Bernard schläft mit einer Studentin und gibt das trotzige Kind, das sein Ego wiederaufrichten muss, weil ihn Frau und Erfolg verlassen haben. Linney hat als angespannte Verantwortungsträgerin die undankbarere Rolle, während Daniels zwischen frustriertem Egomanen und coolem Kindskopf die heiteren Akzente setzt. Die Positionierungskämpfe der Eltern nach dem Bruch porträtiert Baumbach souverän wie die Zerrissenheit der Kinder. Am Ende reiht sich "Der Tintenfisch und der Wal" mit Alan Parkers "Du oder beide" in die besten Trennungsfilme Hollywoods ein, gerade weil Baumbach auf Parkers Intensität eine entspanntere Antwort findet, ohne wichtige Aussagen zu verwässern. kob.

Der Tintenfisch und der Wal

Brooklyn, 1986. Nur auf den ersten Blick wirken die Berkmans wie eine intakte Familie. Vater und Patriarch Bernard (JEFF DANIELS) war einst ein gefeierter Schriftsteller. Mittlerweile hat er aber zunehmend größere Schwierigkeiten, seine Romane veröffentlicht zu bekommen, was ihn mit seinem unerschütterlichen Ego jedoch nicht davon abhält, sich weiterhin allen anderen überlegen zu fühlen. Mutter Joan (LAURA LINNEY) hat mit ihren literarischen Versuchen indes immer mehr Erfolg, ganz zu Bernards Missfallen. Ihre Söhne, der 16-jährige Walt (JESSE EISENBERG) und der 12-jährige Frank (OWEN KLINE), bemerken von den wachsenden Spannungen nichts - und fallen aus allen Wolken, als ihnen ihre Eltern ihre Trennung bekannt geben und Bernard auszieht. Während er seine attraktive Studentin Lili (ANNA PAQUIN) als Untermieterin aufnimmt und Joan eine Affäre mit dem Tennislehrer Ivan (WILLIAM BALDWIN) beginnt, müssen die Jungen auf sich allein gestellt mit der neuen Situation fertig werden. Eine schmerzhafte, aber auch lehrreiche Angelegenheit für alle Beteiligten - mit Ausnahme des Patriarchen, der absolut unverbesserlich ist. Oder etwa doch nicht?

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Jeff Daniels   als Bernard Berkman
  Laura Linney   als Joan Berkman
  Jesse Eisenberg   als Walt Berkman
  Owen Kline   als Frank Berkman
  Anna Paquin   als Lili
  William Baldwin   als Ivan
  Halley Feiffer   als Sophie Greenberg
  David Benger   als Carl
  Adam Rose   als Otto
  Peggy Gormley   als Mrs. Greenberg
  Peter Newman   als Mr. Greenberg
 
Regie:  Noah Baumbach  
Buch:  Noah Baumbach  
Musik:  Dean Wareham  
  Britta Phillips  
Kamera:  Robert Yeoman  
Produzent:  Wes Anderson  
  Peter Newman  
  Charlie Corwin  
  Clara Markowicz  
 

Der Tintenfisch und der Wal in der Fotoshow

 

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