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Der Tod und das Mädchen

Klaustrophobischer Thriller von Roman Polanski nach Ariel Dorfmans gleichnamigen Theaterstück.


Der Tod und das Mädchen

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Erhältlich seit:
06.11.2002

Originaltitel: Death and the Maiden

Drama

USA/Frankreich/Großbritannien 1994
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Sigourney Weaver
Sir Ben Kingsley
Stuart Wilson

Regie: Roman Polanski
Concorde Home Entertainment

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Der Tod und das Mädchen

Ein Land in Südamerika, nach dem Ende der Diktatur. Paulina Escobar wartet nervös auf die Rückkehr ihres Gatten. Als dieser endlich nach Hause kommt, befindet er sich in Begleitung eines Fremden, in dem Paulina jenen Mann wiederzuerkennen glaubt, der sie vor 15 Jahren mit Elektroschocks gefoltert und mehrfach vergewaltigt hatte. Sie beschließt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, fesselt und mißhandelt den unliebsamen Gast und versucht so, ein Geständnis aus ihm herauszupressen.

Nach dem gleichnamigen Erfolgstheaterstück von Ariel Dorfman, das 1992 am Broadway seine Premiere erlebte, hat Roman Polanski einen klaustrophobischen Thriller inszeniert, in dem die Vorliebe des Regie-Genies für düstere, verstörende Stoffe einmal mehr voll zur Geltung kommt. "Alien"-Star Sigourney Weaver und Ben Kingsley ("Schindlers Liste") brillieren in diesem fesselnden Psycho-Duell mit formidablen schauspielerischen Leistungen. Das kammerspielartige Drama ist ein Leckerbissen für Anhänger der niveauvollen Filmkost.

Der Tod und das Mädchen

Wie schon seine Meisterwerke "Ekel", "Rosemaries Baby" und "Chinatown" ist auch "Der Tod und das Mädchen", das neueste Projekt des stets skandalumwitterten Starregisseurs Roman Polanski, ein dunkler, verstörender Film. Der fesselnde Psychothriller um den unerwarteten Rollentausch zwischen einem weiblichen Folteropfer (Sigourney Weaver) und ihrem Peiniger (Ben Kingsley) mutet an wie ein klaustrophobisches Kammerspiel. Seine Grundlage ist das gleichnamige Broadway-Theaterstück des Chilenen Ariel Dorfman von 1992, der für die vom Original nur geringfügig abweichende Leinwandadaption mit dem Drehbuchautor Rafael Yglesias ("Fearless") zusammenarbeitete. Angesiedelt in einem nicht näher spezifizierten Land in Südamerika nach dem Ende der Diktatur, wartet Paulina Escobar (Weaver) nervös auf die Heimkehr ihres Gatten Gerardo (Stuart Wilson), der just zum Vorsitzenden der Menschenrechtskommission ernannt wurde. Aufgrund einer Panne wird er von einem Fremden nach Hause gebracht, der sich als Dr. Robero Miranda vorstellt. Entsetzt, aber nicht ohne einen Hauch von masochistischer Freude glaubt Paulina, in ihm den Arzt zu erkennen, der die politische Aktivistin während des faschistischen Regimes mit Elektroschocks folterte und mehrfach vergewaltigte. Da ihr damals stets die Augen verbunden waren, identifiziert sie ihn lediglich anhand seiner nasalen Stimme, seiner Redeweise und seines Geruchs. In der Folge dreht Paulina den Spieß um, fesselt und mißhandelt den mitleiderregenden Miranda, um so ein Geständnis und Reue aus ihm herauszupressen. Bei dieser von dem psychisch und physisch gleichermaßen vernarbten Nervenbündel durchgeführten imaginären Gerichtsverhandlung, wird der Zuschauer zum Jurymitglied, das zwischen Zweifeln an Paulinas Geisteszustand und Mirandas Unschuld schwankt, und zum sensationslüsternen Voyeur, der die Details der abnormen Abscheulichkeiten erfahren will. Die Ausnahmesituation beschwört zudem eine gravierende Ehekrise, da sich Paulina von ihrem Gatten in mehrfacher Hinsicht verraten fühlt. Die Spannung wird bis zuletzt aufrechterhalten, als der scheinbare Biedermann seinerseits Miranda fesselt und seine überwältigende Sucht nach Macht eingesteht. Die Handlung findet fast ausschließlich in den beengenden Räumlichkeiten eines Strandhauses statt. Die daraus resultierende bedrückende Atmosphäre wurde von Kameramann Tonino Delli Colli effektvoll eingefangen. Nach dem eher enttäuschenden Erotikdrama "Bitter Moon" bietet Polanski hier exzellente, anspruchsvolle Unterhaltung, die auch dank der Darstellerleistungen in den deutschen Kunstkinos über Hitpotential verfügen dürfte. ara.

Darsteller:  Sigourney Weaver   als Paulina Escobar
  Sir Ben Kingsley   als Dr. Roberto Miranda
  Stuart Wilson   als Stuart Wilson
  Krystia Mova   als Dr. Mirandas Gattin
  Jonathan Vega   als Dr. Mirandas Sohn
  Rodolphe Vega   als Dr. Mirandas Sohn
  Gilberto Cortés   als Streichquartett-Spieler
  Sergio Ortega Alvarado   als Manager des Streichquartetts
 
Regie:  Roman Polanski  
Buch:  Rafael Yglesias  
  Ariel Dorfman  
Musik:  Wojciech Kilar  
Kamera:  Tonino Delli Colli  
Produzent:  Thom Mount  
  Josh Kramer  
 

Der Tod und das Mädchen in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Sigourney Weaver

Mit der Rolle der Astronautin Ripley in Ridley Scotts "Alien", die im Lauf dreier Fortsetzungen zur Mutter der Aliens wird, wurde...

 

Star

Sir Ben Kingsley

Der indische Staatsgründer und Pazifist "Gandhi" in Richard Attenboroughs Epos (1982), für das er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde,...