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Der Totmacher

Eindringliches Kammerspiel nach Originalmanuskripten über die Verhöre des Serienmörder Fritz Haarmann in den 20er Jahren.


Der Totmacher

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Erhältlich seit:
12.07.2001

Originaltitel: Der Totmacher

Drama

Deutschland 1995
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Götz George
Jürgen Hentsch
Pierre Franckh

Regie: Romuald Karmakar
Warner Home Video Germany

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Der Totmacher

Im Jahre 1924 erregt ein einzigartiger Kriminalfall die deutsche Öffentlichkeit. Fritz Haarmann gesteht, daß er in den letzten sechs Jahren 24 junge Männer getötet hat. Über seine Morde gibt er dem Psychiater Ernst Schultze Auskunft. Im Liebesrausch hat Haarmann, der sich mit zunehmendem Alter zu immer jüngeren Männern hingezogen fühlte, seinen Liebhabern angeblich zunächst die Kehle durchgebissen und deren Leichen anschließend zerstückelt. 1925 wird Haarmann durch das Fallbeil hingerichtet.

Dem Münchner Regietalent Romuald Karmakar ist ein Kunststück gelungen: Sein kammerspielartiger Film erzeugt nervenzerreißende Spannung. Die eindringlichen Originaldialoge aus den Haarmann-Protokollen und die intensiven Bilder des Scorsese-Kameramanns Fred Schuler lassen vergessen, daß der Film nur in einem einzigem Raum spielt. Übertroffen werden diese Leistungen nur noch durch die schauspielerische Tour de Force von Götz George. Der Serienkillerfilm für den anspruchsvollen Kunden.

Der Totmacher

Die Selbstbeweihräucherung im jungen deutschen Film steht häufig im krassen Gegensatz zu seiner Anerkennung auf großen internationalen Festivals. Deshalb ist es um so erstaunlicher, daß Romuald Karmakars erster Spielfilm "Der Totmacher" nach fünf Jahren deutscher Abstinenz den Sprung in den diesjährigen Biennale-Wettbewerb geschafft hat. Und nicht nur das! Trotz hochkarätiger Konkurrenz gehört "Der Totmacher" zu den von der Kritik gefeierten Filmen in Venedig. Das liegt möglicherweise daran, daß der Film über den Massenmörder Fritz Haarmann weder zur Kategorie der subventionierten Prestigeprojekte zählt, noch den Kreuzweg einer allzu umständlichen Fernsehfinanzierung gehen mußte. All denjenigen Gremien, die bei der Vorlage des Buchs zu dem Kammerspiel abwinkten, dürften ob des Erfolgs eines Besseren belehrt worden sein. Karmakars Alleingang jenseits der ausge-tretenen Pfade des deutschen Förderdschungels beschert dem deutschen Film in jedem Fall eine internationale Anerkennung der lange vermißten Art. Mit Götz George (Fritz Haarmann) und dem überragenden Jürgen Hentsch (Prof. Schultze) als Darsteller sowie dem Kameramann Fred Schuler, der u. a. für Scorsese und De Palma arbeitete, gelang es Karmakar, in einem einzigen Raum als Schauplatz des Films eine Spannung zu erzeugen, die trotz der Länge von 110 Minuten nur in wenigen Augenblicken nachläßt. Aus den simplen Dialogen zwischen dem Psychatrieprofessor und dem Menschenschlächter klingt das Echo der frühen 20er Jahre, an dessen Expressionismus "Der Totmacher" anknüpft. Um diesem Film auch an den Kinokassen einen Erfolg zu garantieren, bedarf es trotz des Festivalerfolgs einer subtilen Verleihpolitik. Gegenwärtig ist noch nicht klar, wer sich hierzulande dieser diffizilen Aufgabe annehmen will. mmc.

Darsteller:  Götz George   als Fritz Haarmann
  Jürgen Hentsch   als Prof. Dr. Ernst Schulze
  Pierre Franckh   als Stenograph
  Hans-Michael Rehberg   als Kommissar Raetz
  Matthias Fuchs   als Dr. Machnik
  Marek Harloff   als Kress
  Christian Honhold   als Schweimler
 
Regie:  Romuald Karmakar  
Buch:  Romuald Karmakar  
  Michael Farin  
Kamera:  Fred Schuler  
Produzent:  Thomas Schühly  
 

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Features

 

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Götz George

Er ist ein kraftvoller Schauspieler und Draufgänger, der sich auflehnende Charaktere und Außenseiter ebenso beherrscht wie die ihm auf den Leib...

 

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Hans-Michael Rehberg

Hans-Michael Rehberg ist auf den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen zu Hause. Daneben hat er sich in zahlreichen Film- und...