Ein Venedigurlaub soll die angeknackste Beziehung von Colin und Mary kitten, doch sie scheinen sich nur noch weiter voneinander zu entfremden. Da lernen sie den mysteriösen Robert kennen, der das Paar in seinen Palazzo einlädt. Als Robert seinem Gast in den Magen schlägt, verlassen Colin und Mary das Haus fluchtartig. Zurück im Hotel lieben sich die beiden tagelang. Sie kehren zu Roberts Haus zurück. Dort erfahren sie, daß Robert und seine Frau sich hoffnungslos in die apollonische Schönheit Colins verliebt haben, und ihre sadomasochistischen Neigungen zum Extrem führen wollen.
Einmal mehr ist die morbide Kulisse Venedigs Schauplatz eines faszinierenden Dramas mit fatalem Ende. Regisseur Paul Schrader ("Katzenmenschen") läßt seinen Film lange Zeit im trägen Lebensrhythmus der Stadt treiben, zum Teil in stilisierten Studiosets, um ihn mit einem Paukenschlag zu beenden. Natasha Richardson ("Geschichte der Dienerin") und Rupert Everett ("Another Country") begegnen auf ihrer existentialistischen Sinnsuche, die an "Himmel über der Wüste" erinnert, in Christopher Walken ("King of New York") ihrem Schicksal. Zahlreiche Zitate verweisen auf "Tod in Venedig" und "Wenn die Gondeln Trauer tragen".