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Der Tunnel

Auf tatsächlichen Ereignissen basierender, historischer Zweiteiler über den Bau eines Tunnels von West- nach Ost-Berlin.


Der Tunnel

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Erhältlich seit:
13.08.2001

Originaltitel: Der Tunnel

Drama

Deutschland 2000
Laufzeit: 157 Min.
FSK: ab 12

Heino Ferch
Nicolette Krebitz
Sebastian Koch

Regie: Roland Suso Richter
Universum Film

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Der Tunnel

Kurz nach der TV-Premiere stürmte das spannende Fluchtdrama bereits die Top Ten der Kaufcharts. Wie sich im Jahr 1962 vier Studenten mit ihren Freunden und Verwandten unter der Berliner Mauer durchgruben und in die Freiheit des Westens entkamen, gehört zu den Höhepunkten deutscher TV-Movies. Zu der imposanten Besetzung steuerten vor allem Heino Ferch als Harry und Nicolette Krebitz ("Bandits") als Friederike markante Leistungen bei. Regisseur Roland Suso Richter ("Die Bubi-Scholz-Story") inszenierte die spektakuläre DDR-Flucht in verblüffend authentischem Ambiente, einschließlich der beschwerlichen Buddelarbeiten. Zum reichhaltigen Bonusmaterial gehören unter anderem mehrere geschichtliche Dokumentationen, Originalaufnahmen des TV-Senders NBC, der Audiokommentar von Richter, ein Making of, geschnittene Szenen und das Featurette "Wahre Schicksale und Erlebnisse". Ein Muss.

Quelle: musikwoche.de

Der Tunnel

Der Schluss ist frei erfunden: Die Schießerei auf offener Straße mit der Stasi hat's nie gegeben. Der Rest aber ist authentisch, und am echtesten ist der Schweiß, den die Helden in Strömen vergießen: In mühsamer Handarbeit gruben vierzig Studenten 1962 einen Tunnel - mitten hinein ins sozialistische Berlin. Roland Suso Richters Film vermittelt geradezu quälend, wie anstrengend die Buddelei gewesen sein muss. Für die Dreharbeiten stockte man den Tunnel großzügig auf. Schon diese 1.40 Meter wirken extrem niedrig; der echte Tunnel war bloß neunzig Zentimeter hoch.

"Der Tunnel" ist ein ungemein ehrgeiziges Projekt, in jeder Hinsicht. 13 Millionen Mark hat der zweiteilige Film gekostet; Sat 1 übernahm die Hälfte der Kosten. Produziert hat die Firma teamWorx unter der Leitung von Nico Hofmann ("Der Sandmann"), einem Garanten für exzellente Arbeit. Auch Richter, der zuletzt gemeinsam mit Kameramann Martin Langer die nicht minder ehrgeizige "Bubi Scholz Story" und den allerdings umstrittenen Mengele-Film "Nichts als die Wahrheit" gedreht hat, steht für beste handwerkliche Qualität. Und "Der Tunnel" enttäuscht nicht: Basierend auf einem Drehbuch von Johannes W. Betz erzählt der Film die Geschichte vom Schwimmmeister Harry Melchior (Heino Ferch), dem sein Widerspruchsgeist bereits vier Jahre Gefängnis in Bautzen eingebracht hat. Als ihm die Flucht in den Westen gelingt, verspricht er seiner Schwester (Alexandra Maria Lara), sie nachzuholen. Gemeinsam mit seinem Freund Matthis, einem Ingenieur (Sebastian Koch), und dem Amerikaner Vic (Mehmet Kurtulus) entwirft Melchior einen unerhörten Plan: einen 140 Meter langen Tunnel unter der Mauer durch.

Natürlich sorgen Betz und Richter immer wieder dafür, dass der Zweiteiler nicht ausschließlich aus unterirdischer Buddelei besteht. So gibt es beispielsweise eine traurige Romanze zwischen Harry und Fritzi (Nicolette Krebitz), deren Freund in einer der bewegendsten Szenen des Films auf der anderen Seite der Mauer erschossen wird. Und damit das Böse ein Gesicht bekommt, wird ein Stasi-Oberst (Uwe Kockisch) als Melchiors großer Gegenspieler aufgebaut. Selbst Ferch gibt zu: "Der dramatische Showdown", in dem Harry als Vopo verkleidet die Flucht überwacht, "ist pures Kintopp". Aber eben höchst spannend, wie der ganze Film, der praktisch keine Durchhänger hat. Allerdings haben sich Betz und Richter mit der Charakterisierung ihrer Hauptfiguren nicht lange aufgehalten. Es zählt nur das Motiv, und das in doppelter Hinsicht: Ansporn der Männer (und der einen Frau) sind die Menschen, die sie 'rausholen wollen; das muss reichen.

Wichtiger als komplexe Charaktere sind Richter und Langer Bilder, die beeindrucken. Erneut erweist sich Langer als Meister der Lichtsetzung; das muss er auch, denn der Film kommt passagenweise ganz ohne Dialog aus. Markante Darsteller selbst in kleineren Rollen (Felix Eitner, Claudia Michelsen, Karin Baal) tragen ebenfalls dazu bei, dass "Der Tunnel" fesselnde Fernsehunterhaltung mit Kinoformat ist. tpg.

Darsteller:  Heino Ferch   als Harry Melchior
  Nicolette Krebitz   als Friederike "Fritzi" Scholz
  Sebastian Koch   als Matthis Hiller
  Alexandra Maria Lara   als Lotte Lohmann
  Claudia Michelsen   als Carola Hiller
  Felix Eitner   als Fred von Klausnitz
  Mehmet Kurtulus   als Vittorio "Vic" Castanza
  Heinrich Schmieder   als Theo Lohmann
  Uwe Kockisch   als Oberst Walter Krüger
  Karin Baal   als Freifrau Marianne von Klausnitz
  Rainer Sellien   als Georg Hemmrich
  Wolf-Dietrich Sprenger   als Fotograf Grüner
  Sarah Kubel   als Ina Lohmann
  Florian Panzner   als Heiner
  Dorothea Moritz   als Hermine
  Ruth Glöss  
  Wilfried Hochholdinger   als Bellofs
  Hans Nitschke  
  Rüdiger Kuhlbrodt  
  Jürgen Haug  
  Arno Reckers  
  Christine Harbort  
  Gode Benedix   als Herbert König
  Simon von Parys   als William Ogilvie
  Luis Lamprecht   als Ewald Mezger
  Shaun Lawton   als Gerald McLoud
  Uwe Zerbe   als Friedrich Meyer
  Frank Michael Köbe  
  Reiner Heise  
  Sebastian Kautz  
  Roland Renner  
  Pierre René Müller  
  Christoph Glassbacher   als Grenzer
  Nico Link   als Grenzer
  Jonas Hartmann   als Grenzer
 
Regie:  Roland Suso Richter  
Buch:  Johannes W. Betz  
Musik:  Harald Kloser  
  Thomas Wanker  
Kamera:  Martin Langer  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Ariane Krampe  
 

Fassungen

 

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Features

 

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