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Der unglaubliche Hulk

Reboot der "Hulk"-Franchise, in der diesmal Edward Norton als grünes Muskelpaket mit der eigenen Identität und dem bösen Abominable fertig werden muss.


Der unglaubliche Hulk (US-Version)

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Erhältlich seit:
10.11.2008

Originaltitel: The Incredible Hulk

Action/ Fantasy

USA 2008
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 16

Edward Norton
Liv Tyler
Tim Roth

Regie: Louis Leterrier
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Grübeln war gestern: Im spektakulären top-besetzten Neustart fährt Marvels Kraftpaket noch actionreicher aus der Haut.

Wenn Dr. Banner kein Gegengift findet, mutiert er ständig zum gigantischen Ungeheuer (Foto: Concorde) Großansicht

Wenn Dr. Banner kein Gegengift findet, mutiert er ständig zum gigantischen Ungeheuer (Foto: Concorde)

Er steckt in uns allen, doch nur der kultige Muskelmann aus Marvels unerschöpflicher Heldenwundertüte darf ihn richtig ausleben. Zorn ist die Droge von Bruce Banner (Edward Norton), die ihn fast unbesiegbar, aber auch unberechenbar macht. Nach einer Überdosis Gammastrahlen mutiert der Forscher bei der kleinsten Aufregung zum wütenden Riesen. Fünf Jahre versteckte sich Banner in Südamerika, gab für ein Leben in Frieden sogar seine große Liebe, die schöne Biologin Betty (Liv Tyler), auf.

Untergetaucht in einer Welt des ewigen Grün, sucht Banner nach einem Gegenmittel, das ihn vom Fluch seiner vergifteten Zellen befreit. Eine kleine Unachtsamkeit verrät ihn, mobilisiert tausende von Meilen entfernt Bettys Vater General Ross (William Hurt), der den Hulk als militärische Wunderwaffe einsetzen will. Von jetzt an wird Banner gejagt und damit zwangsläufig der Mechanismus aktiviert, der den Forscher zur Faust macht.

Betty liebt ihren Hulk immer noch (Foto: Concorde) Großansicht

Betty liebt ihren Hulk immer noch (Foto: Concorde)

Das große Duell

Der neue Hulk, gespielt und für das Drehbuch mitentwickelt von Charakterstar Edward Norton, thematisiert noch immer den Kampf, der im Inneren Banners tobt. Doch der aktuelle grüne Big-Budget-Gigant hat sich ganz der Lust am Entertainment verschrieben. Anders als bei seinem Vorgänger, dominiert jetzt die Konfrontation mit der Außenwelt, das Duell mit dem riesigen Rivalen Abomination - einer monströsen Mutation, die Lust auf Macht und Zerstörung hat.

"Transporter"-Chef Louis Leterrier lässt die übermenschlich großen Gegner atemlos und actionreich im Finalfight aufeinanderknallen. Bisher litt der Hulk an seiner Veränderung, hier entdeckt er ihren Segen und blickt als Held nach vorn - im Zorn.

Der unglaubliche Hulk (US-Version)

Im Rahmen ihrer Offensive 2008 schrauben die von der Einflussnahme von Studios nunmehr weitgehend befreiten Marvel Comics auch die Saga vom grünen Wüterich auf Null zurück und verfolgen als Ziel nicht nur die kommerzielle Rettung eines lukrativen Franchise, sondern verstehen den rundum erneuerten Hulk auch als elementaren Baustein einer inhaltlichen Neuausrichtung, die schon in Bälde Früchte tragen soll.

"Iron Man" hat den Anfang gemacht, mit einem strahlend schönen, prächtigen Film, der geschickt wie keine Comicverfilmung zuvor die Balance hielt zwischen augenzwinkernder One-Man-Show (mit Betonung auf "Show") und aufrichtigem Versuch, der Herkunft und Komplexität des Stoffs gerecht zu werden. Auf Ang Lees (über)ambitionierter Interpretation der Saga vom Superhelden im Krieg mit sich selbst als griechische Tragödie im Stil eines klassischen Universal-Monstermovies, die von Fans als zuviel Freud und zu wenig Freude empfunden wurde und entsprechend am Boxoffice abgestraft wurde, präsentiert sich nur fünf Jahre später das 08er-Modell als aufgepumpte Steroid-Action-Variante. Jetzt macht der Grüne seinem Wahlspruch "Hulk Smash!" unter der versierten Regie von "Transporter"-Macher Louis Leterrier alle Ehre: Anders als bei Lee, der mehr an einer raffinierten visuellen Übersetzung von Comic auf Film und der Psyche der Figuren interessiert war, während die Action wie pflichtbewusstes Beiwerk wirkte, blüht Leterrier dann auf, wenn er Vollgas geben darf. Nicht, dass das immer seine Absicht gewesen wäre: Speziell zu Beginn sieht man dem Film seine mit harten Bandagen zwischen dem Studio Universal und dem Kreativteam Leterrier und Hauptdarsteller Edward Norton, der auch am in erster Linie von Zak Penn geschriebenen Drehbuch mitarbeitete, ausgefochtenen Scharmützel um Ton, Rhythmus und inhaltliche Ausrichtung an. Da läuft der Film auffallend unrund, zunächst sorgfältig eingeführte Nebenfiguren verschwinden ohne plausible Gründe im Nichts, Motivationen sind mehr behauptet als ausgearbeitet: Regisseur und Star hatten offensichtlich ein Epos im Sinn, Universal wollte knackiges Spektakel. Nicht selten wirkt Norton wie ein Gast im eigenen Vehikel, der dazu verdammt ist, Stichwortgeber für das große Krawumm zu sein. So muss man sich erst einmal hereinkämpfen in einen Film, der ebenso Mutant ist wie sein Held und sich in der vorliegenden Variante darauf beschränkt, Figuren mit derart breiten Pinselstrichen zu zeichnen, als hätte man dem Hulk selbst einen Eimer grüne Farbe in die Hand gedrückt. Dass man "Der unglaubliche Hulk" dennoch sogar bereitwillig verzeiht, dass das Monstrum die Frisur von Jogi Löw trägt, unterstreicht Leterriers Fertigkeiten als Actionregisseur, die er im Verlauf der 112-minütigen Handlung mehrfach aufblitzen und schließlich von der Leine lässt, in einem denkwürdigen und sehr langen Showdown zwischen Hulk und der entfesselten Kampfmaschine Abominable, der in seiner grimmigen Körperlichkeit auch bei den "Transformers" nicht fehl am Platze gewesen wäre.

Davor gefällt bereits der muskulöse und doch elegante Stil, wie der deutlich enger als Ang Lees "Hulk" kadrierte und in dunkleren Farben gemalte Film die Kamera durch die Favelas von Rio schweifen lässt, wo sich der von der US-Armee geflohene Bruce Banner versteckt hält, um mit Hilfe eines zunächst anonymen Wissenschaftlers in den USA nach einem Heilmittel für seine Erkrankung zu suchen. Weil aber General Ross (William Hurt übernimmt von Sam Elliott) genau sie nutzen will, um die Schlagkraft des Militärs zu verstärken, wird Banner aus seinem Versteck gelockt. Während er in die USA zurückkehrt und sich seiner Liebe Betty (Liv Tyler statt Jennifer Connelly), Tochter von General Ross, zu erkennen gibt, um der fortgesetzten Variante von der Schönen und dem Biest Vorschub zu leisten, hat Ross bereits den kampfgeilen Blonsky (Tim Roth mit dem Charme eines Pitbulls) rekrutiert: Er wird mit Banners Virus infiziert und wird zu Abominable, der schnell nicht mehr zu kontrollieren ist und das Duell mit dem Hulk sucht. "Der unglaubliche Hulk" ist ein grimmiger Film, der nur wenig Humor bietet. Am schönsten ist das beim Hochfahren eines Computers gestartete Norton-Anti-Virus-Programm. Dafür führt er wichtige Figuren der Hulk-Saga ein. Und er hat die entscheidende letzte Szene, die Programm ist für das, was Marvel zukünftig in seinen Kinounternehmungen vorhat: das Erschaffen eines Universums, das sich aus sämtlichen Filmen speist. Also sieht man hier Robert Downey Jr. alias Tony Stark, der auf einen sichtlich deprimierten General Ross zutritt und ihn für ein Team - sprich: "Die Rächer" - zu gewinnen versucht. Allein das rechtfertigt die Existenz dieses wüsten Action-Tornados - kein guter Film, aber ein klasse "Hulk". ts.

Darsteller:  Edward Norton   als Bruce Banner/ Hulk
  Liv Tyler   als Betty Ross
  Tim Roth   als Emil Blonsky/ Abomination
  William Hurt   als Gen. Thaddeus 'Thunderbolt' Ross
  Tim Blake Nelson   als Samuel Sterns
  Christina Cabot   als Major Kathleen 'Kat' Sparr
  Robert Downey Jr.   als Tony Stark
  Ty Burrell   als Leonard
 
Regie:  Louis Leterrier  
Buch:  Zak Penn  
Musik:  Craig Armstrong  
Kamera:  Peter Menzies jr.  
Produzent:  Avi Arad  
  Gale Anne Hurd  
  Kevin Feige  

Piraten stehen auf "Avatar"

Auf diesen Rekord könnte "Avatar"-Macher James Cameron getrost verzichten. Bei Softwarepiraten steht das Fantasyspektakel ganz oben auf der Wunschliste und wurde bereits über 21 Millionen Mal heruntergeladen.

Rekordhalter mit 21 Millionen illegalen Downloads: "Avatar" (Foto: Fox) Großansicht

Rekordhalter mit 21 Millionen illegalen Downloads: "Avatar" (Foto: Fox)

Filmpiraten haben einen scheinbar guten Geschmack und stehen hauptsächlich auf Action und Komödien. Diesen Schluss lassen zumindest die Zahlen zu, die nun von "TorrentFreak" veröffentlicht wurden. Favorit der illegalen Sauger ist demnach James Camerons Avatar". Mit weltweit 21 Mio. illegalen Downloads ist Avatar" der Film, der am häufigsten der Piraterie zum Opfer gefallen ist.

Die veröffentlichten Zahlen haben dem Boxofficeerfolg des Films jedoch scheinbar keinen Abbruch getan, ist er doch mit einem weltweiten Einspiel von 2.782 Mrd. Dollar der erfolgreichste Film aller Zeiten. Und auch der mit 19 Mio. illegalen Downloads zweitplatzierte Film in der Statistik, "The Dark Knight", brachte es weltweit mit 1.001 Mrd. Dollar auf ein Milliardeneinspiel. Auf den dritten Rang der fragwürdigen Hitliste schafften es Michael Bays "Transformers", die 19 Millionen Mal ihren illegalen Weg vom Netz auf die Festplatten fanden.

Leonardo DiCaprio hat bei Datendieben den größeren Stein im Brett als Johnny Depp

Leonardo DiCaprio verpasste mit dem Nervenkitzel "Inception" mit 18 Millionen Downloads knapp das Stockerl. In der Gunst der Datendiebe lag Leo sogar deutlich vor Johnny Depp, der als Captain Jack mit "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" in 14 Millionen Räuberhöhlen landete.

Die Top Ten der am häufigsten illegal gedownloadeden Filme aller Zeiten:

1. "Avatar" (21 Mio. Downloads / weltweites Boxoffice: 2,782 Mrd. Dollar)
2. "The Dark Knight" (19 Mio. / 1,001 Mrd. Dollar)
3. "Transformers" (19 Mio. / 709,7 Mio. Dollar)
4, "Inception" (18 Mio. / 825,4 Mio. Dollar)
5. "Hangover" (17 Mio. / 467,5 Mio. Dollar)
6. "Star Trek" (16 Mio. / 385,7 Mio. Dollar)
7. "Kick-Ass" (15 Mio. / 96,2 Mio. Dollar)
8. "The Departed" (14 Mio. / 289,8 Mio. Dollar)
9. "Der unglaubliche Hulk" (14 Mio. / 263,4 Mio. Dollar)
10. "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" (14 Mio. / 963,4 Mio. Dollar)

Quelle: TorrentFreak

 

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