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Kaufvideo
Erhältlich seit:
23.11.2006
Originaltitel: Der Untergang der Pamir
Deutschland 2006
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6
Klaus J. Behrendt
Jan Josef Liefers
Dietmar Bär
Regie: Kaspar Heidelbach
Studio Hamburg Enterprises

Erneut geht es in einer aufwändigen deutschen TV-Produktion um eine Katastrophe. Doch "Der Untergang der Pamir" braucht einen langen Anlauf.
Natürlich ist es unfair, einen Fernsehzweiteiler mit dem Multi-Millionen-Dollar-Kinofilm "Titanic" von James Cameron zu vergleichen; selbst wenn am Ende beider Geschichten ein angeblich unsinkbares Schiff in den Fluten versinkt. Andererseits ist Studio Hamburg selbst Schuld: Bei den Verkaufsgesprächen im Rahmen der Mipcom wurde der 7,5 Millionen Euro teure TV-Film in einem Atemzug mit Petersens "Boot" und Camerons "Titanic" genannt. Dem Film tut die auf diese Weise geweckte Erwartungshaltung nicht gut.
Auch der Titel führt in die Irre: Nimmt man ihn beim Wort, benötigt die Großproduktion exakt 130 Minuten, um endlich zur Sache zu kommen. Dann aber entschädigt Regisseur Kaspar Heidelbach mit derart furiosen Katastrophenbildern, dass man sich unwillkürlich ins Kino wünscht. Inszenierung, Bildgestaltung (Daniel Koppelkamm), Schnitt und Musik stellen eine Intensität her, die ähnlich eindrucksvoll ist wie das Fanal im zweiten Teil von "Dresden". Bis dahin aber ist der Film streckenweise regelrecht langweilig.
Das liegt nicht zuletzt an Fritz Müller-Scherz' episodischem Erzählstil. Eine fortlaufende Handlung kommt kaum in Gang, weil der Film immer wieder nur Momentaufnahmen bietet; kein Wunder bei einem Ensemble mit über zwanzig Sprechrollen. Die hochkarätige Besetzung wertet die Nebenfiguren zwar enorm auf, lenkt aber auch immer wieder vom Haupterzählstrang ab.
Selbstredend ist es müßig zu spekulieren, ob NDR und Polyphon den Film nicht besser auf neunzig Minuten reduziert hätten. So aber verhindern die vielen Seitenstränge die Konzentration aufs Wesentliche, und das ist schließlich die Vorgeschichte des Desasters: Der ehrgeizige Kapitän des Segelschulschiffs lässt die "Pamir" 1957 in Buenos Aires viel zu schwer beladen. Selbst Wassertanks, die eigentlich zur Stabilisierung des Viermasters dienen, werden mit Gerste gefüllt. Prompt bekommt das Schiff Schlagseite, als es in einen schweren Sturm gerät, und sinkt.
Dass der Untergang des Segelschiffs vor knapp fünfzig Jahren die ganze Welt in Atem gehalten hat, bleibt im Übrigen bloße Behauptung. Die fieberhafte Suche, an sich der mehrere Dutzend Länder zu Wasser und in der Luft beteiligt haben, reduzieren Müller-Scherz und Heidelbach auf ein Flugzeug, ein Schiff und die Nachrichtensendungen in Funk und Fernsehen. Das macht den Stoff und damit auch den Film kleiner als nötig und beraubt ihn just jener Epik, die man doch gerade mit dem komplexen Figuren-Ensemble angestrebt hat. tpg.
| Darsteller: | Klaus J. Behrendt | als Alexander "Acki" Lüders, Bootsmann | |
|---|---|---|---|
| Jan Josef Liefers | als 1. Offizier Hans Ewald | ||
| Dietmar Bär | als Klaus "Globus" Nissen | ||
| Herbert Knaup | als Kapitän Ludwig Lewerenz | ||
| Max Riemelt | als Kadett Carl-Friedrich "C.F." von Krempin | ||
| Peter Becker | als Kadett Bernd "Stummel" Ahlers | ||
| Conrad Waligura | als Kadett Martin Prien | ||
| Peter Striebeck | als Erich Oldenburg | ||
| Tilo Prückner | als Chief Helmut Klimsch | ||
| Karoline Teska | als Klara "Klärchen" Lange | ||
| Oliver Stritzel | als Wilhelm von Krempin | ||
| Ulrike Grote | als Freya von Krempin | ||
| Jan-Gregor Kremp | als Otto Lange | ||
| Johanna Gastdorf | als Moni Lange | ||
| Brigitte Janner | als Julles Oma | ||
| Elena Uhlig | als Heikedine Lewerenz | ||
| Benjamin Sadler | als Victor Reetz | ||
| Tobias Schenke | als Fritz Stöve | ||
| Regie: | Kaspar Heidelbach | ||
| Buch: | Fritz Müller-Scherz | ||
| Musik: | Arno Steffen | ||
| Kamera: | Daniel Koppelkamm | ||
| Produzent: | Dr. Matthias Esche | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 16:9
Extras: Making of, Pamir-Dokumentation
Star
Klaus J. Behrendt
1988 feierte Klaus J. Behrendt in der Rolle des Jupp Kowalla in der Ruhrpott-Saga "Rote Erde II" seinen Durchbruch im TV-Geschäft....
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Jan Josef Liefers
Ein Casanova mit Rückhand. Er hat immer einen beeindruckenden Text parat, auch wenn er gar nicht weiß, was los ist, und rettet sich...
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