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Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.10.2005
Originaltitel: Der Untergang
Deutschland 2004
Laufzeit: 177 Min.
FSK: ab 12
Bruno Ganz
Alexandra Maria Lara
Corinna Harfouch
Regie: Oliver Hirschbiegel
Highlight Communications (Deutschland)

"Kein schöner Land in dieser Zeit" singen die Goebbels-Kinder im Führerbunker und bringen das Grauen einer unvorstellbaren Inszenierung des Todes auf den schauerlichen Punkt. Nicht nur in dieser Sequenz wird deutlich, dass der gruseligste Horrorfilm des Jahres aus Deutschland kommt. Das von Autor-Produzent Bernd Eichinger, Regisseur Oliver Hirschbiegel und einem Who's Who exzellenter deutscher Charakterdarsteller gestemmte Projekt über die letzten Tage eines Terrorregimes bewältigt die schwierige Gratwanderung, mit der sich jede dramatisierte Annäherung an das Unbegreifliche konfrontiert sieht, und bietet sich gerade der jungen Generation als packende Einführung in eine Diktatur an, die die Welt über zwölf Jahre in Atem hielt und dabei über 50 Millionen Menschen für immer den Atem nahm.
Natürlich muss "Der Untergang" Widerstand und Zweifel bei manchem Zuschauer überwinden, der sich fragt, warum kreative Energie, Ressourcen und ein großartiges Ensemble in ein Projekt gesteckt werden, das man aus hochklassigen Dokumentationen, aus dem Kinofilm "Hitler - Die letzten zehn Tage" (mit Alec Guinness) und dem TV-Drama "Der Bunker" (mit Anthony Hopkins) schon zu kennen glaubt. Tatsächlich aber ist es der erste große Spielfilm zum Thema, der von deutschen Sensibilitäten bestimmt wird und in dem die Verkörperung Hitlers einmal keinen englischen Adelstitel trägt. Dieser Aspekt war für Bernd Eichinger der dominante Impuls, aus Joachim Fests "Der Untergang" sowie Traudl Junges und Melissa Müllers "Bis zur letzten Stunde" ein Drehbuch zu komprimieren, das Historisches und Persönliches verbindet und im gefängnisgleichen Schauplatz eines Bunkers die unerschütterlichen Denkweisen und Machtmechanismen eines Regimes freilegt. Hier erkennt man den Untergangsgehorsam, die verblendeten Ideologien, die Ausgrenzung des Emotionalen, die größenwahnsinnige Sehnsucht und die "Massenverrücktheit" (wie Eichinger sie nennt), die in Koalition mit dem Terror diese Diktatur erst ermöglichte.
"Der Untergang" ist auch strukturell ein gewagtes Unternehmen: er konzentriert sich auf einen beengten Schauplatz und auf Figuren, die man in die Hölle wünscht. Es gibt keinen Helden, aber viele reale Horrorfiguren. Es gibt Charaktere wie den von Christian Berkel dargestellten Arzt Prof. Schenck, die Blicke auf das Leid des Volkes ermöglichen, das in diesem Film nur Nebendarsteller ist. Es gibt Charaktere, die eine intime Perspektive auf das Geschehen, aber auch Einblicke auf ein Gemütsmodell ermöglichen. Wie eben Traudl Junge (Alexandra Maria Lara), die mit großer Naivität Hitlers Sekretärin wurde, die hinter die Fassade schauen kann, mit der Fassung ringt, aber loyal bleibt und für die Verehrungsbegeisterung vieler Deutschen steht. Und es gibt einen (Ver-) Führer, der zu Beginn seine charmante, schnell aber seine despotische, menschenverachtende Seite zeigt, der vom Verrat des Volkes faselt und die undankbaren Deutschen mit sich untergehen sehen will. Sympathisch ist nichts an ihm, auch wenn englische Blätter das vorauseilend bereits kolportieren. Wer seinen Hund streichelt oder sich bei der Köchin für die tollen Ravioli bedankt, weist sich nicht zwangsläufig als Mensch aus, der Mitleid verdient.
Auch bei Bruno Ganz braucht man eine Eingewöhnungsphase, um das Theatralische dieser Figur, das Chaplin so unheimlich herausarbeitete, auszublenden und sich auf das Diabolische und Erbärmliche zu konzentrieren. Die Person Hitler ist unfassbar, aber Ganz schafft eine angenehm nüchterne Annäherung, ohne den Menschen hinter dem Monster aufzuspüren, (bei Hopkins und Guinness viel stärker und unangenehmer ausgeprägt). Diese Strategie verfolgt auch der Film insgesamt, der Hitler und seine Gefolgsleute als das entlarvt, was sie ausschließlich waren, der die Traumzeit von Neonazis beendet, wenn sie denn je aufwachen wollten.
Bevor sich der Film in den letzten zehn Minuten öffnet und die Sonne erstmals auf zwei Gesichter fällt, die für Hoffnung stehen, beherrschen klaustrophobische Bildausschnitte, Handkamera und realistische Lichtsetzung die Inszenierung, durchbrechen Polaroids vom Straßenkampf in Berlin, vom lynchenden Mob und mordender SS die Ereignisse im Bunker, in dem sich einige Nazis systematisch auf ihren Selbstmord vorbereiten und der Rest nur wartet, bis endlich die russische Armee zugreift. Es sind gespenstische Szenen, in denen gefeiert, gedroht und immer noch Tod befohlen wird, der dann draußen vollstreckt wird. Die Vernichtungsmaschine läuft weiter, obwohl sie längst vom Netz genommen ist ... und macht in der entsetzlichsten Szene des Films auch vor den Goebbelskindern nicht Halt. Sie sind es, für die man neben den anonymen Opfern im Straßengraben Mitgefühl empfindet. Der große Verdienst des Films liegt auch darin, dass er keinen Zweifel lässt, dass es außer ihnen im Bunker auch niemand verdient hat. kob.
Oliver Hirschbiegels erfolgreiches Meisterwerk DER UNTERGANG wird Ende Oktober in einer
3-Stunden-Fassung - damit deutlich länger als die Kino-Version - exklusiv in der ARD zu sehen
sein. Aus diesem Anlass wird Constantin Film die TV-Langfassung als Premium Edition - Extended
Version mit 3 DVDs veröffentlichen.
Quelle: Highlight
DVD 1: Enthält die TV-Fassung von 175 Min.
DVD-Extras DVD 2: Making of "Hitlers letzte Tage" (ca. 58 Min.), Lesung Melissa Müller
(5 Min.), Melissa Müller spricht über Traudl Junge (ca. 8 Min.), Melissa Müller kommentiert
Filmszenen (ca. 15 Min.), Dietmar Arnold spricht über die Entstehung der Bunkeranlagen
(ca. 35 Min.), Der Bunker - Ein virtueller Rundgang (ca. 13 Min.).
DVD-Extras DVD 3: Interviews (ca. 90 Min.), Dreharbeiten zu "Der Untergang", Storyboard
mit Oliver Hirschbiegel (ca. 3-5 Min.), Die historischen Figuren und ihre Darsteller (Textseiten),
Biografien (Textseiten).
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Bruno Ganz | als Adolf Hitler | |
|---|---|---|---|
| Alexandra Maria Lara | als Traudl Junge | ||
| Corinna Harfouch | als Magda Goebbels | ||
| Ulrich Matthes | als Joseph Goebbels | ||
| Juliane Köhler | als Eva Braun | ||
| Heino Ferch | als Albert Speer | ||
| Christian Berkel | als Prof. Schenck | ||
| Matthias Habich | als Prof. Dr. Werner Haase | ||
| Thomas Kretschmann | als Hermann Fegelein | ||
| Ulrich Noethen | als Heinrich Himmler | ||
| Michael Mendl | als Helmuth Weidling | ||
| André Hennicke | als Wilhelm Mohnke | ||
| Birgit Minichmayr | als Gerda Christian | ||
| Justus von Dohnányi | als General Wilhelm Burgdorf | ||
| Julia Jentsch | als Hanna Potrowski | ||
| Alexander Held | als Walter Hewel | ||
| Rolf Kanies | als General Hans Krebs | ||
| Dieter Mann | als Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel | ||
| Christian Redl | als Generaloberst Alfred Jodl | ||
| Götz Otto | als Otto Günsche | ||
| Thomas Limpinsel | als Heinz Linge | ||
| Thomas Thieme | als Martin Bormann | ||
| Bettina Redlich | als Constanze Manziarly | ||
| Heinrich Schmieder | als Rochus Misch | ||
| Anna Thalbach | als Hanna Reitsch | ||
| Dietrich Hollinderbäumer | als Robert Ritter von Greim | ||
| Ulrike Krumbiegel | als Dorothee Kranz | ||
| Karl Kranzkowski | als Wilhelm Kranz | ||
| Donevan Gunia | als Peter Kranz | ||
| Thorsten Krohn | als Leibarzt Dr. Ludwig Stumpfegger | ||
| Jürgen Tonkel | als Erich Kempka | ||
| Devid Striesow | als Feldwebel Tornow | ||
| Fabian Busch | als Obersturmbannführer Stehr | ||
| Christian Hoening | als Dr. Ernst-Robert Grawitz | ||
| Alina Sokar | als Helga Goebbels | ||
| Amelie Menges | als Heide Goebbels | ||
| Charlotte Stoiber | als Hilde Goebbels | ||
| Gregory Borlein | als Helmut Goebbels | ||
| Julia Bauer | als Hedda Goebbels | ||
| Laura Borlein | als Holde Goebbels | ||
| Dirk Borchardt | als Panzerkommandant | ||
| Michael Brandner | als Hans Fritzsche | ||
| Martin Butzke | als SS-Soldat | ||
| Mathias Gnädinger | als Hermann Göring | ||
| Bohdan Graczyk | als Oberst Clausen | ||
| Norbert Heckner | als Standesbeamter Wagner | ||
| Enno Hesse | als Oberleutnant | ||
| Michael Kind | als SA-Mann | ||
| Elisabeth von Koch | als Margarete Lorenz | ||
| Michael Lippold | als junger Offizier | ||
| Stefan Mehren | als verwundeter Soldat | ||
| Tanja Schleiff | als russische Ärztin | ||
| Christian Schmidt | als SS-Mann Greifkommando | ||
| August Schmölzer | als Hans Baur | ||
| Jurij Schrader | als Dolmetscher | ||
| Oliver Stritzel | als Maschinist Hentschel | ||
| Veit Stübner | als SS-Obergruppenführer Tellermann | ||
| Klaus-Jürgen Steinmann | als Offizier | ||
| Klaus B. Wolf | als junger Marinesoldat | ||
| Regie: | Oliver Hirschbiegel | ||
| Buch: | Bernd Eichinger | ||
| Musik: | Stefan Zacharias | ||
| Kamera: | Rainer Klausmann | ||
| Produzent: | Bernd Eichinger | ||
Der Untergang (Premium Edition, Extended Version, 3 DVDs) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 16:9
Extras: Optional deutsche Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte, Optional deutsche Untertitel für Hörgeschädigte (Colortitle), Enthält die TV-Fassung von 175 Min., Audiokommentar, Making of, Lesung, Featurettes, Behind the Scenes, Storyboard, Biografien
DVD 1: Enthält die TV-Fassung von 175 Min.
DVD-Extras DVD 2: Making of "Hitlers letzte Tage" (ca. 58 Min.), Lesung Melissa Müller
(5 Min.), Melissa Müller spricht über Traudl Junge (ca. 8 Min.), Melissa Müller kommentiert
Filmszenen (ca. 15 Min.), Dietmar Arnold spricht über die Entstehung der Bunkeranlagen
(ca. 35 Min.), Der Bunker - Ein virtueller Rundgang (ca. 13 Min.).
DVD-Extras DVD 3: Interviews (ca. 90 Min.), Dreharbeiten zu "Der Untergang", Storyboard
mit Oliver Hirschbiegel (ca. 3-5 Min.), Die historischen Figuren und ihre Darsteller (Textseiten),
Biografien (Textseiten).
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