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Der Weg nach El Dorado

Konventionelles Zeichentrickabenteuer über zwei tollpatschige Glücksritter, die in der Neuen Welt nach einer legendären Inkastadt suchen.


Der Weg nach El Dorado
Start: 09.11.2006

Originaltitel: Road to El Dorado

Zeichentrick/ Abenteuer

USA 2000
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6

Regie: Don Paul, ...
Paramount

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Nach "Antz" und "Der Prinz von Ägypten" kommt nun das dritte Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks in die Kinos. Wie bei typischer Disney-Konfektion à la "Pocahontas" und "Hercules" wird mit der spanischen Besetzung des Inkareichs durch Cortez im Jahr 1519 ein in der Geschichte verankertes Thema aufgegriffen und familienunterhaltungsgerecht aufbereitet. Statt einer zentralen Figur konzentriert sich die Kiplings "Der Mann, der König sein wollte" nachempfundene Handlung auf zwei Buddies in tollpatschiger Tradition von Bob Hope und Bing Crosby, die dank einer Schatzkarte Zugang zur legendären Stadt El Dorado finden. Die beiden Hauptfiguren Tulio (im Original gesprochen von Kevin Kline) und Miguel (Kenneth Branagh) werden im heimatlichen Spanien als kleine Ganoven vorgestellt. Zufällig landen sie als blinde Passagiere auf einem Schiff von Cortez' Flotte, die Segel setzt in Richtung Neue Welt. Zusammen mit einem Grimassen schneidenden aber stummen Kriegsross entkommen sie im Rettungsboot und gelangen schließlich in die mystische Inkastadt El Dorado. Dort werden sie als Götter empfangen, und der Häuptling und der Hohepriester buhlen um ihre Gunst. Die kesse Einheimische Chel (Rosie Perez) ist den beiden goldgierigen Fremden behilflich, die Charade aufrechtzuerhalten. So verliebt sich Tulio in sie, während Miguel Gefallen am dortigen Leben findet und sich mit den Einheimischen anfreundet. Sie lassen die traditionellen Menschenopfer verbieten und erfreuen sich beim Volk großer Beliebtheit, doch ihre "göttliche" Fassade bekommt bald Risse. Zudem steht der blutrünstige Cortez vor den Toren der Stadt. Fünf Jahre in Entwicklung, wurde die farbenfrohe Abenteuergeschichte im zweiten Anlauf von Eric "Bibo" Bergeron und Don Paul inszeniert, die den Erzählton zwischen unbeschwert-ausgelassener Albernheit und nachdenklicher Ernsthaftigkeit pendeln lassen. Dazwischen finden sich beeindruckend realisierte Actionsequenzen und sogar die diskrete Andeutung von Liebesszenen. Bereits die psychedelisch-visionenhaft angehauchte Eröffnungssequenz zeigt, dass mit der Farbpalette in die regenbogenfarbenen Vollen gegriffen wurde. Die Animation verbindet traditionelle Zeichnungen mit computergenerierten und vor allem die Ansichten der sagenhaften Stadt El Dorado sind atemberaubend ausgefallen. Viele Objekte, so zum Beispiel die funkelnden Goldschätze, wurden nahezu fotorealistisch auf die Leinwand gebracht. Mit den elegant fließenden Bewegungsabläufen von Disneys "Tarzan" hält der Film jedoch nicht Schritt, auch wenn man sich weitgehend an die Standards des Marktführers hält. Wie bei typischen Disney-Produktionen dürfen auch poppige Musiknummern nicht fehlen, die Superstar Elton John und Tim Rice beisteuerten. Beide zeichneten bereits für die Beschallung von "Der König der Löwen" verantwortlich. Anders als in dem weitaus ambitionierteren "Der Prinz von Ägypten" betreten die Animatoren des Hauses hier kein Zeichentrickneuland. So ist "Der Weg nach Eldorado" deutlich sorgfältiger realisiert als beispielsweise Warners letztjähriger Genrebeitrag "Das magische Schwert", und dürfte so auf nachhaltiges Interesse beim Zielpublikum stoßen, zumal Disney in diesem Jahr keinen traditionellen Konkurrenztitel an den Start schickt. Ob für die ansehnliche Reise ins Reich der Inkas aber tatsächlich alles Gold sein wird, was glitzert, muss sich erst noch zeigen. ara.

Weg nach El Dorado

Regie:  Don Paul  
  Eric "Bibo" Bergeron  
Buch:  Ted Elliott  
  Terry Rossio  
Musik:  Hans Zimmer  
  Sir Elton John  
  Tim Rice  
  John Powell  
  Harry Gregson-Williams  
Produzent:  Bonne Radford  
  Brooke Breton  
 

Happy Birthday

Sarah Jessica Parker

Sarah Jessica Parker

Heute feiert Sarah Jessica Parker ihren 37. Geburtstag und hat allen Grund zur Freude: Mit ihrer Darstellung der Manhattaner Sex-Kolumnistin Claire Bradshaw in der US-TV-Serie "Sex and the City" flog sie ganz hoch in den Starhimmel und gewann drei Mal in Folge (2000-2002) den Golden Globe für die beste Schauspielerin in einer TV-Serie (Comedy/Musical). Blickt man auf ihre lange und arbeitsreiche Laufbahn, kamen diese Auszeichnungen nicht unverdient: Seit ihrem 8. Lebensjahr steht sie auf der Bühne und vor der Kamera. Nach einer Broadway-Karriere als Kinderschaupielerin gelang ihr der Sprung in verschiedene Fernsehsitcoms, bevor sie 1991 durch Steve Martins "L.A. Story" ihren filmischen Durchbruch schaffte. Danach spielte sie Haupt- und Nebenrollen in Kinofilmen wie "Ed Wood, "Miami Rhapsody", "Der Club der Teufelinnen" und "Mars Attacks!". Ihr Weg führte sie 1998 schließlich doch zurück zum Fernsehen, wo sie sich mittlerweile auch als Produzentin von "Sex and the City" erfolgreich behauptet.

Elton John, der am heutigen Tag 55 Jahre alt wird, kam 1994 als lebende Legende der Popgeschichte nach Hollywood, um dort gleich einen Golden Globe und einen Oscar für den besten Song für seinen Hit "Can You Feel the Love Tonight" aus Disneys "Der König der Löwen" zu ernten. Seither arbeitet der schrille britische Sänger regelmäßig als Filmkomponist (u. a. für "Die Muse", "Der Weg nach El Dorado") und scheint mit fortschreitendem Alter nichts an Talent, Unternehmungslust und Erfolg einzubüßen.

Einer der größten deutschen Regisseure, Max Ophüls, starb heute vor 45 Jahren. Er drehte sein 20 Spielfilme umfassendes Lebenswerk in Deutschland, Frankreich und Amerika. 1955 inszenierte er "Lola Montez ", den bis dahin teuersten europäischen Film. Zu Lebzeiten wurde sein Talent jedoch nicht erkannt und er gewann auch nicht mehr als einen einzigen Filmpreis (für "Der Reigen" 1950 in Venedig). Erst die Nachwelt entdeckte sein Genie und so wurde der renommierteste Filmkunstpreis in Deutschland, der jedes Jahr in seiner Geburtsstadt Saarbrücken verliehen wird, nach ihm benannt.

Foto: Paramount Home Entertainment

 

 

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