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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.03.2010
Originaltitel: Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad
Österreich/Frankreich 2008
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Regie: Georg Misch
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

Auf den Spuren eines zum Islam übergetretenen Juden, der für einen gemäßigten Glauben eintrat, entdeckt Georg Mischs Doku, was die Welt trennt und wie ein Gelehrter sie vereinen wollte.
Im Orient ist Muhammad Asad (1900-1992) auch heute noch vielen ein Begriff: Konvertit, Mekka-Pilger, Mitgründer Pakistans, UN-Botschafter, Koran-Übersetzer. Er gilt als einer der wichtigsten Islamgelehrten des 20. Jahrhunderts, der für einen weltoffenen, toleranten und liberalen Glauben eintrat. Als Leopold Weiss wurde er im damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Lemberg geboren und wuchs in einer streng jüdischen Familie auf, sagte sich vom Glauben los und lernte Mitte Zwanzig bei einer Palästina-Reise den Islam kennen. Als er konvertierte, war er für seine Angehörigen gestorben: Der Anfang seiner bitteren Erfahrung über die Unvereinbarkeit der Religionen und Beweggrund, nicht nur den Islam zu reformieren, sondern Orient und Okzident einander näher zu bringen.
Georg Misch folgt seinen Fußspuren vor Ort, die ihn ins heutige Israel, das Elend der Westbank, in die Wüste nach Mekka, Pakistan, New York und Marokko führen. Der Vergleich von früher mit der Momentaufnahme von 2006 fällt denkbar ungünstig aus: Asads Wirken und Werk wird kontrovers diskutiert, seine Bücher sind oft verboten, seine Träume haben sich nicht erfüllt - im Gegenteil: Der Islam ist heute intoleranter denn je, besteht oft aus Verboten, Zensur und Frauenentrechtung. Aber auch andere Weltsichten sind nicht minder fundamentalistisch. Schon damals war Asad von den Muslimen enttäuscht und nur vom Islam begeistert, beklagte das spirituelle Vakuum Europas der 20er Jahre, trat als Anti-Zionist auf, weil er die Gefahren eines jüdischen Staates in Nahost sah.
Wie ein Mosaik fügt Misch in oft unbehauener, improvisiert wirkender Manier kleine Aspekte dieser Biografie zusammen, die fast einen pazifistischen Lawrence von Arabien abbildet. Die Eigenheiten der verschiedenen Kulturen kommen plastisch zum Tragen, oft stellen unvorteilhafte Szenen von Irrtümern und Missgeschicken die Komik der Menschen bloß. Konträre Meinungen finden unkommentiert nebeneinander Platz - es steht einem frei, daraus eigene Schlüsse zu ziehen. Dieses Kaleidoskop eigener Glaubensauffassungen abzubilden, ohne sie in ein Deutungskorsett zu zwängen, zeichnet diese Weltreise aus. tk.
Leopold Weiss alias Muhammad Asad, der vergessene Visionär: Er war ein österreichischer Jude aus Lemberg, der zum Islam konvertierte und zu einem der bedeutendsten muslimischen Denker des 20. Jahrhunderts wurde. Er war ein Abenteurer, Diplomat und Träumer. Als Autor und Koranübersetzer hat er das moderne theologische Denken im Islam beeinflusst und wurde so zu einem bedeutenden Kulturvermittler und Wegbereiter für einen Dialog zwischen Islam und dem Westen. In seinem ganzen Leben voller Kontroversen versuchte Asad, Brücken über die Kluft zwischen islamischer Welt und dem Westen zu schlagen. Er vertrat eine Annäherung an den Islam als denkender Mensch.
Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad folgt seinen verblichenen Spuren aus der eiskalten Ukraine in die flirrende Hitze arabischer Wüsten, aus einer chaotischen Pakistanischen Großstadt zum Ground Zero in New York und sucht nach dem, was von Asads liberaler Islam-Auslegung in unserer heutigen Welt übrig ist.
Quelle: AL!VE
- Bonusszenen
- Trailer
- Filmmusik
- Fotogalerie
- Booklet
Quelle: AL!VE
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Türkisch
Bildformat: 16:9
Extras: Entfallene Szenen, Trailer, Filmmusik, Bildergalerie, Booklet
- Bonusszenen
- Trailer
- Filmmusik
- Fotogalerie
- Booklet