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Der weiße Planet

Beeindruckende Dokumentation, die den Wechsel der Jahreszeiten am Nordpol einfängt und die Tiere zeigt, die im ewigen Winter hausen.


Der weiße Planet

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Erhältlich seit:
15.03.2012

Originaltitel: La planète blanche

Dokumentarfilm/ Natur

Kanada/Frankreich 2006
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Thierry Ragobert, ...
Concorde Home Entertainment

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Die Schönheit der Arktis und ihre faszinierende Tiervielfalt in einem mitreißenden Naturfilm für die ganze Familie. Prädikat: Atemberaubend.

Noch ist der Nordpol mit seinen unendlichen Weiten ein Refugium für viele seltene Tierarten (Foto: Concorde) Großansicht

Noch ist der Nordpol mit seinen unendlichen Weiten ein Refugium für viele seltene Tierarten (Foto: Concorde)

Bei dieser spektakulären Dokumentation mit ihren aufsehenerregenden Tier- und Naturaufnahmen aus der Arktis kann man nur noch mit großen Augen staunen: Unentdeckte Wildnis, Tiere und ihre Überlebensstrategien und ungebrochene Kräfte der Natur prallen aufeinander und arrangieren sich perfekt. Es könnte wie im Paradies sein - wäre da nicht die globale Klimaerwärmung.

Aus Hunderten Stunden Filmmaterial zauberten die Regisseure Thierry Ragobert und Thierry Piantanida über drei Jahre hinweg das Porträt der Welt am Polarkreis in all ihren Spielarten: ein Leben zwischen Schnee und Eis, langer Dunkelheit im arktischen Winter und einem kurzen Sommer des Lichts.

Die Eisbärenfamilie fühlt sich noch wohl in ihrem Reich (Foto: Concorde) Großansicht

Die Eisbärenfamilie fühlt sich noch wohl in ihrem Reich (Foto: Concorde)

Wundersame Tierwelt

Karibus auf ihrer Wanderung, sich bekämpfende Moschusochsen, Walrösser mit Nachwuchs, wie im Wasserballett tanzende Seehunde und Fische, die in ihrer Farbenpracht fast blenden - so sinnlich kann eine Doku sein!

Der weiße Planet

Ein neues Natur-Abenteuer im ewigen Eis zeigt in atemberaubenden Bildern die Arktis als ungezähmte und bedrohte Welt mit einer faszinierenden Fauna und Flora.

Die Eiswüste lebt: Zwischen Schnee, Schneestürmen und einem kurzen Sommer präsentiert sich die Polarregion in diesem Porträt der noch unentdeckten Wildnis fast wie ein Traum, für die Vielzahl von Spezies oft ein harter Traum. Die verbindende Klammer sind eine Bärin und ihre Jungen. Die Kamera begleitet das Muttertier, das in einem Erdloch wirft und den Nachwuchs später spielerisch an das Leben "draußen" und das Jagen gewöhnt, folgt den beiden Jungbären bis zur Trennung, wenn sie auf eigenen Tatzen überleben können. Es ist wie im Märchen: Da hoppeln die Schneehasen, legt sich der Wolf einen Fressvorrat für den Winter an, kämpfen Moschusochsen um ihr Revier, funkelt Unterwassergetier geheimnisvoll wie Christbäume, üben sich Seehunde in einer Art Wasserballett. Einzigartige und spektakuläre Aufnahmen wie die Geburt des Eisbären oder ein Babywalross unter Wasser, das von seiner Mutter geschützt wird, bieten ein wundervolles Schauspiel. Glück hatten die Regisseure Thierry Piantanida und Thierry Ragobert mit ihrer Suche nach einer Karibu-Herde. Sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und filmten die Wanderung von 500 000 Tieren gen Norden. Aus Hunderten von Stunden Material, gedreht über einen Zeitraum von drei Jahren in der Eiswüste Grönlands, dem Norden Kanadas, der Tundra Sibiriens sowie des Packeises im Polarmeer, entstand mehr als eine hochwertige Dokumentation. Glitzernde Gletscher, tiefblaues Meer, bizarre Eisformationen aus jeder Perspektive bieten Kinoerlebnis. Wenn riesige Eisblöcke wie Kartenhäuser zusammenbrechen und donnernd ins Wasser rutschen, der Unterschied zwischen den Jahreszeiten sich verwischt, wecken die Macher auch Aufmerksamkeit für die "unbequeme Wahrheit" der globalen Klimaerwärmung. Und wenn der Polarbär am Ende über das tauende Eis rutscht und vergeblich einen Halt sucht, ahnt man den nahen Kollaps des Ökosystems. Schon jetzt streiten Anrainerstaaten um mögliche Bodenschätze wie Gas und Öl. Die Großzahl der Tiere lässt vielleicht nicht so eine emotionale Zuschauerbindung zu wie bei "Die Reise der Pinguine" mit seinen 1,5 Mio Kinozuschauern in Deutschland, aber selten wurde die Verwundbarkeit der Arktis und ihre majestätische Schönheit so eindrucksvoll eingefangen (auch wenn die manchmal überpräsente Musik von Bruno Coulais mit den Originalstimmen einiger Inuit die Naturgeräusche übertönt). Die Mythologie des ewigen Eises aufbereitet in einem ver- und bezauberndem Familienfilm für ein breites Publikum. mk.

Der weiße Planet

Mit dem Einsetzen des arktischen Winters mit seinen endlosen Polarnächten und wochenlanger Dunkelheit sind die Tiere in der Wildnis dazu gezwungen, Überwinterungsmöglichkeiten zu suchen. Dabei haben sie über die Jahrtausende unterschiedliche, ausgefeilte und teils aberwitzige Überlebensstrategien entdeckt.

Erst als der Frühling anbricht, erwacht auch die Fauna in den Wäldern des hohen Nordens am Rande der Arktis wieder. Die Raubtiere veranstalten im tiefen Schnee die ersten Jagden der neuen Saison. Für viele Lebewesen ist dies der Beginn eines großen Zuges nordwärts, zum größten "Lebensmittelmarkt" des Planeten. Bei ihrer Nahrungssuche hat die Tierwelt ebenfalls einige äußerst geschickte Strategien entwickelt, um auch in den unwirtlichsten Gegenden überleben zu können.

Wir begleiten die riskante Wanderung eines Karibus, die erbarmungslose Jagd eines Wolfes, den heldenhaften Kampf eines Moschusochsenkalbs, die List und Tücke eines Polarbären und die Mutterliebe eines Walrosses. Mit einem Kopfsprung ins eisige Nass erkunden wir zudem die unvorstellbar artenreiche Welt unter den Eiskappen: die winzigen Krebse, die sich in erstaunlicher Zahl vermehren, sobald die Sonne im Frühjahr wiederkehrt; das Wasserballett der Seehunde. Wir sind dabei, wenn die Eisschollen unter lautem Knarren und Knirschen aufbrechen und die großen Wale eine gigantische Party zu feiern scheinen. Die kleinen Vögel, die noch nicht fliegen können, plumpsen mit dem Kopf voraus von den hohen Klippen, während sie ihrem potentiellen Mittagessen hinterher jagen. Auch das Polarbärbaby, das sich zum ersten Mal auf das Eis wagt, erlernt langsam und spielerisch das Jagen.

Im Herbst sind gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den zügellosen Männchen an der Tagesordnung. Aber das Ende der warmen Jahreszeit bringt noch lange nicht den Winter, wie es früher einmal üblich war. Der Norden macht aufgrund der globalen Erwärmung nun eine Art ausgedehnten Indian Summer durch und gefährdet dadurch das Leben jedes dieser ans ewige Eis gewöhnten Tiere. Überall gurgelt und plätschert Wasser. Der gewaltige Abbruch riesiger Eisblöcke beweist, dass die Gletscher bereits kleiner werden. Die überraschend hohen Temperaturen und die farbschillernden Sonnenuntergänge sind schlimme Anzeichen einer künftigen Katastrophe. Als der Winter schließlich wieder die typischen Farben der Arktis hervorzaubert, erscheint uns dies als ein freudiges Ereignis.

Quelle: Concorde

Making of, Interview mit Ben, Ben bei den Sprachaufnahmen, Kinotrailer

Quelle: Concorde

 
Regie:  Thierry Ragobert  
  Thierry Piantanida  
Buch:  Thierry Piantanida  
Musik:  Bruno Coulais  
Kamera:  Martin Leclerc  
  Marc Gadoury  
Produzent:  Stephane Millière  
 

Der weiße Planet in der Fotoshow

 

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